Sie gilt als eine der Letzten, die man guten Gewissens als "Prima Donna Assoluta" bezeichnen kann: die Koloratur-Sopranistin Edita Gruberova! Inzwischen 64-jährig, ist die Gruberova nach wie vor eine blendende Erscheinung auf der Bühne. Sie ist sängerisch fit und hat vor wenigen Jahren noch einmal ihre Gesangs-Technik umgestellt, Neues ausprobiert und riskiert. Weil das so ist und weil ihr Spaß am Singen ungebrochen ist, mutet sich Edita Gruberova auch nach wie vor die großen Belcanto-Partien ihres Fachs zu: Anna Bolena, Lukrezia Borgia und im kommenden Jahr sogar ein Rollen-Debüt in Bellinis "La Straniera" … das alles nach 43 Bühnenjahren!
Vor kurzem war sie als "Anna Bolena" in der Semperoper Dresden zu erleben, in unserer Sendung "Figaro in der Oper" bringen wir am Samstag, 25. Juni 2011 Ausschnitte aus Donizettis "Lucrezia Borgia" mit ihr in der Titelrolle, die sie vergangenes Jahr an der Wiener Staatsoper sang.
Wie beurteilen Sie die (Lebens-) Leistung dieser Ausnahme-Sängerin? Tolerieren Sie winzige vokale Unschönheiten zugunsten der Gesamtleistung eines Sänger-Darstellers? Und braucht unsere Zeit wieder "echte" Opern-Diven?


1 Kommentar
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HWR
Ehrlich gesagt finde ich Operndiven zwar ganz nett in historischen Aufnahmen, aber in der heutigen Zeit finde ich divenhaftes Verhalten überkommen. Montag, 27. Juni 2011, 14:02 Uhr