Es gibt verschiedene Gründe, sich fleischfrei zu ernähren. Manche plagt das schlechte Gewissen angesichts industrieller Massentierhaltung, andere müssen aus gesundheitlichen Gründen verzichten. Auch die immer wieder aufs Neue in den Fokus rückenden Lebensmittelskandale, wie jüngst um mit Antibiotika belastete Hähnchen, lassen Fleischesser ins Zweifeln geraten. Wäre es nicht vernünftiger, auf Fleisch in der Ernährung zu verzichten?
Doch der Schritt zum Vegetarier ist nicht so leicht. Zudem ist nicht gesagt, dass der komplette Fleischverzicht ein gesunder Entschluss ist. Denn der Mensch ist biologisch gesehen ein "Allesfresser", Fleisch gehört zu seiner Ernährung dazu. Ein kompletter Verzicht auf Fleisch müsste daher in der Ernährung kompensiert werden.
Und nicht zuletzt ist es auch organisatorisch nicht so einfach, seine Ernährung umzustellen. Zwar sind die Bedingungen für Vegetarier in den letzten Jahrzehnten besser geworden, aber beim Sonntagsessen immer (k)eine Extrawurst gebraten zu bekommen, kann den gemeinsamen familiären Speisegenuss kompliziert gestalten.
Feature "Schwein gehabt"
FIGARO hat in den Features "Schwein gehabt" und jüngst der Fortsetzung "Schwein gehabt ist nicht genug" den Selbstversuch eines Autors begleitet, von einem Tag auf den anderen auf den Genuss von Schweinefleisch zu verzichten. Es sind interessante Erkenntnisse, die Michael Töpfer dabei gewann. Bei meinFIGARO wurde darüber bereits diskutiert. Auf figaro.de können Sie die Features noch einmal nachhören.
Und Sie?
Wie sieht eigentlich Ihre Ernährung aus - fleischfrei oder nicht? Könnten Sie auf Fleisch verzichten? Würden Sie das überhaupt wollen? Was sind aus Ihrer Sicht Pro und Contra einer fleischfreien Ernährung? Vielleicht sind Sie aber auch Vegetarier - welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht: gesundheitliche, familiäre, im Restaurant? Oder haben Sie den geplanten Fleischverzicht nicht durchgehalten? Was waren die Gründe?
Schreiben Sie uns!
Schwerpunkt-Thema der meinFIGARO-Sendung am Samstag, 4. Februar 2012, 13:00-17:00 Uhr.
Außerdem in dieser meinFIGARO-Sendung:
- Profil zeigen im Netz - Wieviel sollte man preisgeben? Was ist unbedenklich? Angeregt durch Ihre Diskussion zum Thema von Lauramarie
- Anlässlich des Festival "Women in Jazz" begrüßen wir im Studio Jorinde Jelen. Das komplette Interview mit ihr sowie eine musikalische Kostprobe können Sie hier als Video sehen.
- FIGARO-Filmexperte Tom Hartmann stellt Filme auf DVD
vor, inspiriert durch Ihre Community-Empfehlungen in der Rubrik
meinTIPP!


73 Kommentare
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Johann_Friedrich
Wenn ich weiß, dass das Tier artgerecht gehalten wurde habe ich keine Bedenken Fleisch zu essen. Wenn ich dann auch Fleisch so esse, wie ich es als Kind gelernt habe, also an Wochenenden und zu Festtagen, ist eigentlich nichts dagegen einzuwenden. Donnerstag, 23. Februar 2012, 19:47 Uhr
magentis1984
Trotz meiner kritischen Sicht auf die Fleischmassenversorgungsindustrie, Gulasch mit Makkaroni lasse ich mir nicht nehmen, ham ham... ;-)
Denn ab und zu habe ich auch gerne was vom Leben. Also keep cool. Montag, 06. Februar 2012, 09:15 Uhr
meyertomas
Aber das schlimmste daran ist, ich fresse ohne schlechtes Gewissen und halte mir dabei vor Augen, ja nichts anderes als so ein armes Huhn oder Schwein zu sein - eben ein Tier, ein Säugetier. Und letztlich heißt es doch in einem Lied, das ich beim Freßmahl immer höre: "Männer sind Schweine..." Grunz. Montag, 06. Februar 2012, 07:18 Uhr
meyertomas
Oh weh, und wenn ich da erst an das weitere Übel denke - Community, was immer das heißt, verzeiht mir - dieser Freßtrieb nimmt gar überhand, wenn ein Hähnchen/Broiler sich gebraten vor mir befindet ...
Therapie hin oder her, da kann ich den Steuerzahler vs. Krankenkasse entlasten, bin ich doch selbst einer dieser Leute, die für andere immer guten Rat übrig haben. Wie ich mich schon auf den nä. Sonntag freue ... Mh, lecker. Montag, 06. Februar 2012, 07:15 Uhr
downtown
@ meyertomas - Mitgefühl aufzubringen kann ich mich nicht durchringen, aber ein kleiner Trost: die community verträgt sicher ein Übel mehr.
Was den unbekannten Trieb angeht, vielleicht wäre da professionelle Hilfe angeraten, bevor Schlimmeres geschieht.
Durch unsere Weihnachtsaufenthalte habe ich da einen guten Draht, also gib bescheid, wenn ich einen Kontakt vermitteln soll. In deinem Fall würde ja sicher die Krankenkasse zahlen. Montag, 06. Februar 2012, 00:05 Uhr
meyertomas
Ich habe grad feststellen müssen, das ich ein schlechter Mensch oder noch was Übleres bin - denn ja, ich gestehe, das sonntägliche Schweineschnitzel mit Käse überbacken plus Rosenkohl, Kartoffelbrei und Rotkraut - tatsächlich aus einem mir sonst unbekanntem Trieb heraus regelrecht zu fressen. Der Versuch, es langsam mit Genuß zu verspeisen, schlug mehrfach fehl. Sonntag, 05. Februar 2012, 19:06 Uhr
meinFIGARO-Redakteur
Ein kleiner Nachtrag für die neuen Fans von Jorinde Jelen. Das komplette Interview mit der Musikerin sowie eine kleine musikalische Kostprobe gibt es hier zu sehen: http://www.mdr.de/mdr-figaro/musik/video37824.html
Moderator Carsten Tesch war mit ihr und ihrer Schlagzeugerin im Gespräch. Samstag, 04. Februar 2012, 18:50 Uhr
dreiviertelmond
Bin seit 17 Jahren Vegetarierin (jetzt 30), erst aus ethischen Gründen und dann ergaben sich auch gesundheitliche Vorzüge (Neurodermitits wurde wesentlich besser). Habe auch zwei wundervolle Schwangerschaften ohne Fleisch verlebt und tendiere zunehmend zur veganen Lebensweise, da das so lecker und vielseitig ist und die Kühe ihre Milch ja auch nicht freiwillig hergeben... ein weites Feld.
Jedenfalls ist es heute alles viel einfacher als man denkt. Produkte wie Haferdrink, so viel leckeres Gemüse, Hülsenfrüchte usw, da kann sich jeder etwas zaubern.
Man kann es sich ja auch offen halten. Mein Kriterium war auch stets mein Körper, solange es dem gut geht, ist alles auf dem rechten Weg... und da lernt man sie aus :)
Aber nicht nur der eigentliche Geschmack kehrt mit dem Vegetarismus zurück, auch das Gespür für sich selbst...
@downtown, schöner Kommentar unten bezüglich der Einweisung :) ... über die anderen Menschen sollte man sich wirklich zuletzt Gedanken machen. Wenn man dann mit gesundem Lächeln vor denen steht und sich viel wohler fühlt, dann regelt sich das allein, oder eben auch nicht aber es ist doch mein Leben! Samstag, 04. Februar 2012, 18:26 Uhr
downtown
@ acrobat - sie war zwar nicht ganz so ausgewogen wie die unten so oft beschworene "ausgewogene Ernährung", doch dieses Thema (mal wieder) aufzugreifen verdient Anerkennung, also auch von mir ein Danke. Samstag, 04. Februar 2012, 16:58 Uhr
acrobat
Das war eine Sendung mit viel Geschmack - danke an das Team Samstag, 04. Februar 2012, 16:56 Uhr
Wolfgang4163
Ich esse seit über 10 Jahren kein Fleisch mir, obwohl ich in meinem Beruf (selbst. im Catering) jeden Tag damit zu tun habe, für viele Menschen Fleisch zu zubereiten und anzubieten.Ich habe in der Landwirtschaft gearbeiet und später in Leipzig Landwirtschaft studiert. Ich habe mir viele Jahre keine Gedanken über das Leiden der Tiere in der Intensivhaltung, (Hörner Abbrennen, Schwänze stutzen usw.)bis zum Tierztransport in den Schlachthof und der dabei bei den Tieren entstehenden Angst gemacht. Heute versuchen wir unseren Kunden vor allem Fleisch aus Naturnaher Haltung (nach Möglichkeit sogar auf der Weide "getötet" )oder eben Wild anzubieten. Man versichert mir immer wieder, das man die Unterschiede schmeckt. Samstag, 04. Februar 2012, 16:40 Uhr
Officia
Piano: Hühnchen? *duck* Samstag, 04. Februar 2012, 16:09 Uhr
downtown
@ senta/Ralf - ich bin zwar nicht die Frau Radisch, trotzdem eine Antwort zum Feiertagsproblem:
Wir machen uns es da ziemlich einfach. Um uns nicht vor lauter Askese der Gefahr einer Depression auszusetzen, lassen wir uns den gesamten Advent über in eine geschlossene Abteilung einweisen. Dort versuchen uns Spezialisten auf den rechten Pfad der (Fleisch-) Genußfähigkeit zurückzuholen. Wir lassen uns deren Bemühungen gefallen, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die vertraglich vereinbarte Versorgungsgarantie für "Vogelfutter" eingehalten wird.
Anfang Januar kehren wir dann stets unbekehrt in die Gesellschaft der "Normal-Esser" zurück.
Bevor die Solidargemeinschaft aufschreit: der Aufenthalt geschieht auf eigene Initiative und wird nicht! von der Krankenkasse bezahlt. Auch könnte es in Zukunft schwieriger werden unterzukommen, selbst als Frühbucher ist ein Platz nicht mehr garantiert - die Nachfrage steigt stetig.
Ob das der Markt regelt? Bisher sind wir da optimistisch, auf seine Mechanismen ist Verlaß, oder ist das jetzt zu blauäugig?
Ostern verbringen wir meist in Punjab in Gesellschaft von ein paar hundert Millionen vegetarischen Hindus. Die haben zwar keine Ahnung von Ostern, doch das stört uns in keiner Weise.
Alles klar?
Samstag, 04. Februar 2012, 16:09 Uhr
PianoPerlhuhn
"Oh, lecker! Gleich gibt's totes Tier!" (vorhin im Zug aufgeschnappt) :-D Samstag, 04. Februar 2012, 16:02 Uhr
exUser
Bei mir ist es ähnlich wie weiter unten von Herrn Tesch so schön beschrieben: Eigentlich esse ich kein Fleisch, eigentlich...denn dass ich ein Allesfresser bin zeigt sich ein zwei mal im Monat, wenn ich meinen sogenannten Heeper auf was Gebrutzeltes bekomme. Ich gebe dem dann auch nach, mein Körper soll bekommen was er braucht. (Ich möchte der Ordnung halber aber hinzufügen, dass ich sehr gerne Fisch esse)
Wir haben übrigens im Urlaub mal Flußkrebse und Fische gefangen und gebraten. Es schmeckt unvergleichlich viel besser, wenn man sich auf diese Weise selbst versorgt. Samstag, 04. Februar 2012, 15:57 Uhr
Oabis
Der hohe Fleischkonsum ist einer der heutigen Auswüchse der Generation : Mein Haus , mein Boot........
also eine Erscheinung der sogenannten Wohlstansgesellschaft.
Wenn jeder, der sich zutraut, das Tier, dessen Fleisch er gerne essen möchte, auch schlachten könne, dann wäre der Fleischkonsum extrem niedriger und in einem normalen Rahmen. 1-2 mal pro Woche ist mehr als genug. Somit gesundheitlich auch nicht bedenklich. Wahrscheinlich hätten wir auch dann nicht das Problem der Massentiehaltung. Samstag, 04. Februar 2012, 15:43 Uhr
Rimapu
Auf den Bauch hören ist gut, den Bauch regelmäßig im Blick haben ist aber auch nicht schlecht! Samstag, 04. Februar 2012, 15:41 Uhr
roby1981
80kg Fleisch im Jahr ? hmm gehört da auch wurst dazu ? und fisch ?
da könnte ich mir das schon vorstellen, da sind es gerade mal knapp 242g pro tag. auf meinen "bemmeln" auf arbeit sind meist salami/bierwurst/kochschinken/zwiebelmettwurst/... -scheiben drauf, in den nudeln jagdwurst oder "napoli-hackfleisch",... na gut vielleicht 200g oder so aber das kommt dann schon am tag zusammen.
ich habe "normalen" blutdruck eher in richtung niedrig
ich habe einen "bmi" von 21,3
meine blutwerte sind top
ich denke das wichtige ist das man auf seinen "bauch" hört. wenn man satt ist, dann ist man satt. wenn man bock auf eine richtige fleischmahlzeit hat, dann rein damit, wenn man lust auf schokolade hat, dann wird soviel gegessen bis man genug hat. und wenn man keinen direkten "hunger" hat, dann ist man halt nix. was falsch ist ist "erzwungenes" essen, zb bei festen wie weihnachten: warum muss man dann essen bis man nicht mehr laufen kann ? das habe ich noch nie mit gemacht. dieses jahr hatte ich zb keinen großen appetit auf stollen, ich habe insgesamt 4 halbe scheiben gegessen, geflügel esse ich nicht also knappere ich nur etwas an der ganz. Samstag, 04. Februar 2012, 15:37 Uhr
yvokiwi
Ich meine mich zu erinnern, dass vor allem Kindern in der Wachstumsphase (im normalen Maß) Fleisch zugeführt werden sollte, damit die Synapsenbildung im Hirn sich richtig entwickeln kann.
Auch eine Eisenmangelanämie bedarf regelmäßigen Fleischkonsums.
Wir sind Allesfresser und insofern sehe ich auch das Fleischessen entspannt, wenn ich auch nicht zu den großen Fleischessern gehöre, sondern eindeutig Gemüse und Salat vorziehe. Wenn schon Fleisch, dann Bio, denn es schmeckt unvergleichlich besser, als das aus Massentierhaltung. Bei letzterem könnte mir auch der Appetit vergehen. Ich habe mal hochgerechnet, wie hoch unser Fleischkonsum pro Jahr ist und komme vielleicht auf 10 kg pro Mann und Nase, das höchste der Gefühle wären 15 kg. Über 80 kg im Jahr ist schon sehr stattlich und würde pi mal Daumen bedeuten, dass so jemand täglich Fleisch zu sich nimmt.
Wenn jemand sich nur in einer Kantine ernährt, wundert mich das nicht, denn dort gibt es überwiegend Fleischmahlzeiten und in normalen Restaurants gibt es nur eine minimale Auswahl an vegetarischen Gerichten, häufig Süßspeisen, also wird man nicht dazu angeregt, selbst so zu kochen. Samstag, 04. Februar 2012, 15:20 Uhr
acrobat
Schwarzer Humor - oder - Wenn man das Ganze mal von der Gegenseite betrachtet
Als die Schweine beschlossen, Menschenfleisch zu fressen, da verweigerte sich eine von den Säuen und rief entrüstet: „Ich bin doch kein Schwein.“ Samstag, 04. Februar 2012, 14:48 Uhr
Fideline
Es ist für mich in Ordnung, wenn Menschen sich mit einer Lebensanschauung identifizieren und sich darüber selbst profilieren, z.B. Vegetarier. Ich verwehre mich aber gegen jede Art von Überheblichkeit oder Abwertung Andersdenkender..
Wir reißen eine Möhre genauso aus dem großen Kreislauf des Lebens, wenn wir sie zum Verzehr aus dem Boden ziehen, wie z.B. einen Hasen, wenn er zum Schlachten getötet wird. BEIDE, die Möhre und der Hase, werden dem großen Kreislauf des Lebens wieder zugeführt, wenn wir sie verzehren; und ja: Wir sind eben tatsächlich "Allesfresser" - ein Ergebnis der Evolution. Natürlich gilt für alles, was wir tun oder unterlassen, das rechte Maß zu finden. Es ist mit Sicherheit gesünder, wenn wir mehr Gemüse und Obst essen und weniger Fleisch oder Fleischprodukte. Und essen mit Genuss und viel Feingespür für sich selbst und seinen Körper sind für mich eine Grundvoraussetzung für unsere gesunde und zudem auch maßgerechte Ernährung. Dazu brauche ich keinen Ernährungsratgeber, sondern ein gut geschultes Feingespür für mich selbst im Zusammenhang mit dem Kreislauf der Natur. Zu Letzterem gehört für mich unabdingbar, dass ich Bio - Lebensmittel für die Ernährung verwende, wozu eine "glückliche Möhre" genauso gehört wie ein glücklicher Hase vom Biobauern. Übrigens: Viele Naturvölker verehren ihre Jagdbeute und bedanken sich bei ihr hochachtungsvoll für die Energien, die sie durch den Verzehr zur Verfügung stellen. Leid, Panik und Schmerz halten sie selbstverständlich so gering wie nur möglich .. Die Themen "Massentierhaltung" oder "Antibiotika" sind tatsächlich makaber und in höchstem Maße verwerflich, gehören für mich aber nicht zum Thema "Fleischlose Ernährung". Darum: Ja zum Boykott von Fleisch aus Massentierhaltung, aber gleichzeitig auch Ja zu maßvollem Fleischgenuss aus biologischer Haltung.
Samstag, 04. Februar 2012, 14:47 Uhr
exUser
Wenn wir uns die Tiere die wir essen (also deren Fleisch) selber jagen müßten, sie selber töten müßten, sie ausbluten, häuten, zerlegen, dann würden wir ganz anders essen. Müssen wir aber nicht, wir gehen in einen Supermarkt und greifen in ein Regal. Zu einfach geworden alles. Samstag, 04. Februar 2012, 14:37 Uhr
Caulfield
Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im wesentlichen dasselbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen. Es ist an der Zeit, dass das ewige Wesen, welches in uns und auch in allen Tieren lebt, als solches erkannt, geschont und geachtet wird.
Schopenhauer
Samstag, 04. Februar 2012, 13:54 Uhr
Caulfield
Das mit den Antibiotika im Fleisch ist zum Kotzen. Das mit der nicht artgerechten Tierhaltung auch (siehe das Interview vorige Woche: ein Schwein ist ein hochintelligentes Tier und braucht eine Umgebung, in der es mit seinem Rüssel herumriechen kann (oder so ähnlich)). Fleisch müsste durch Verschärfung des Tierschutzgesetzes so teuer werden wie schon heute beim Biofleischer (so lange das dort dreimal teurer ist, kaufe ich mein Schnitzel weiter beim normalen Fleischer). Samstag, 04. Februar 2012, 13:54 Uhr
Rimapu
Tiere essen? Wir essen keine Tiere, wir essen einen Teil von ihnen, Fleisch. Fleisch gegessen haben die Menschen seit der Steinzeit. Interessante Frage: Wie hätten sich die Menschen entwickelt ohne den Verzehr von Fleisch? Wenn die Menschen von Anfang an Vegetarier gewesen wären, wie wäre die Menschheitsgeschichte verlaufen? Gäbe es uns Menschen heute überhaupt noch? Fleisch essen war früher unbedenklicher. Was man jagte, war Bio, und von Massentierhaltung unter untierischen Bedingungen keine Spur. Was schon immer ein Problem war , dass getötet werden mußte, um an Fleisch zu gelangen. Das Fleisch essen heutzutage mit großen Bedenken verbunden ist, ist nachvollziehbar. Fleisch , nein danke, ist eine verständliche Entscheidung. Verständnis dürfen aber auch die erwarten, die nicht auf Fleisch verzichten wollen. Aber ob es wirklich 88,2 Kilo sein müssen pro Jahr das sollte sich jeder Fleischverzehrer fragen. Und Antworten suchen auf Fragen wie: Ist das überhaupt gesund, wirkt sich reduzierter Fleischkonsum positiv auf die Umwelt aus? Ich bin sicher: Weniger Fleisch essen wäre gut für Mensch und Tier! Samstag, 04. Februar 2012, 13:36 Uhr
acrobat
Hackbraten
Ich mach mir während der Sendung gerade einen Hackbraten. Angesichts des Themas unglaublich pietätlos – wird so manch fleischlos speisender Hörer nun denken. Bitte nicht vorschnell Küchenmesser oder Fleischklopfer nach mir werfen!!! Der Braten besteht ausschließlich aus gehacktem Weißkraut, gehackten Kartoffeln, gehackten Möhren, gehackten Nüssen, gehackten Zwiebel und zerhackten Gewürzen. Und er wird dann in meinem Mund weiter verhackt. Deshalb muss ich ihn leider Hackbraten nennen, tut mir ehrlich leid. Es ist schon verrückt mit der Sprache. Immer kann es missverständlich werden, sollte es um das Essen gehen. Zum Beispiel: Wenn ich einen Auflauf mache, dann treibe ich keine Menschen in der Küche zusammen. Blumenkohl bereite ich nicht aus Blumen und Kohl. Wenn ich Eidotter nehme, dann leiste ich keinen Eid auf den Otter. Mit Entenklein sind nicht kleine Enten gemeint. Frühlingsrollen gibt es bei mir auch zu anderen Jahreszeiten. Krautwickel verwende ich nicht bei Halsschmerzen. Linsensuppe bestell ich nicht beim Optiker. Wer jetzt denkt, dass nun auch noch das Ding mit dem Eisbein kommt, der irrt sich.
Deshalb eine Bitte: Nehmt das Thema locker, wie ich und bloß nicht bierernst. Auch das hat nichts mit Ernst und seinem Bier zu tun *grins*
Samstag, 04. Februar 2012, 13:24 Uhr
Illiterati
Mir scheint, als sei der Vegetarismus - gegen den ich nichts habe - vor allem eine urbane Angelegenheit, nicht selten vertreten von Gutgebildeten, ökonomisch und sozial weniger schlecht gestellten Menschen. Auf dem Land, wo ich herkomme, da essen wir das selbstangebaute Gemüse genau wie das (selbstgeschlachtete) Fleisch. Vegetarismus ist hier kaum verbreitet, auch wenn der Fleisch- und Wurstkonsum seit der Wende deutlich zurückgegangen ist. Samstag, 04. Februar 2012, 13:22 Uhr
senta
Frage an die zeit - redakteurin- zur sendung
was machen wir zu den feiertagen- ohne braten. lg weihnachten, ostern etc.
rührei und spinat zu weihnachten?
was haltet ihr davon. freundl. grüße senta/ralf Samstag, 04. Februar 2012, 13:07 Uhr
Carsten_Tesch_FIGARO
@downtown: genau, darum wird's gehen. nicht nur die bekannten Argumente wiederholen. mal sehen Samstag, 04. Februar 2012, 13:04 Uhr
downtown
@ Carsten Tesch - dein Aufruf zur Beteiligung mit Fragen an Frau Radisch scheint wenig Beachtung zu finden.
Ich hätte da mal eine: Vorausgeschickt sei, dass ich die Auffassungen im genannten Buch teile und entsprechend argumentiere, also, Worin sieht Frau Radisch die Ursachen, dass die überwiegende Mehrheit diesen Argumenten nicht zugängig ist? Einfach nur Tradition reicht meiner Meinung nach als Erklärung nicht aus.
Danke. Samstag, 04. Februar 2012, 13:02 Uhr
acrobat
Tiere essen?
Wenn ich nur die nackte Frage (ohne ihren Begleittext) betrachte, dann kann ich sie verneinen. Tiere essen nicht. Tiere fressen. Damit bekäme die Geschichte eine ganz andere Richtung. Doch darum soll es in der Sendung ja nicht gehen. Das entspräche der Intention des Senders nicht. Deshalb drehe ich den Spieß wieder um und stelle eine zuspitzende Gegenfrage: Wer Tiere isst, der frisst?
Samstag, 04. Februar 2012, 12:34 Uhr
Carsten_Tesch_FIGARO
Tiere essen: wir sind mit Iris Radisch von der Zeit verabredet, die hat ja das Buch gemacht "Wir haben es satt! Warum Tiere keine Lebensmittel sind.". Das Gespräch soll auch ein Selbstversuch, nämlich die Frage, was kommt nach den Argumenten. Theoretisch esse ich nämlich gar kein Fleisch, aber praktisch schon ab und an und mit Appetit. Argumente allein ändern den Menschen bekanntlich selten. Da muss Gefühl ran. Schlechtes Gewissen ist zwar ein Gefühl und Mitgefühl sowieso, aber richtig Veränderung läuft, glaube ich, über Lust. Mal sehen.
Gibt's hier sonst noch Fragen, die ich in diesem Zusammenhang stellvertretend an Iris Radisch loswerden sollte? Samstag, 04. Februar 2012, 11:07 Uhr
roby1981
so....senta wiederholt sich das thema ist gegessen - mahlzeit ! :D Freitag, 03. Februar 2012, 20:44 Uhr
senta
hallo, wenn wir es genau nehmen würden , haben wir unsere energieaufnahme durch verzehr unterschiedlichster landprodukte- wie fleisch, gemüse und obst, eier schon vergeigt. denn ganz gleich wie wir es anstellen ist das schon belastet mit unterschiedlichen inhalten.
erstes: antibiotika ist im fleisch.
zweites auch schon in den ausscheidungen ,
die dann als dünger auf die felder kommen.
viertes schon in der erde (regen ?), damit möhren etc. belastet.
die bestrahlung durch atomunfall ist nach wie vor in jeder ecke.(tschernobyl)
ergo: müssten wir hungern, wenn wir nur zweifeln.
umkehren? dafür ist es zu spät.
wir sägen am eigenen ast.
eine diskussion- kaum notwendig.
jetzt wieder etwas neues- schmallenberg virus, wer weiß was das wieder wird. die armen tiere.
es ist zum ko...en
lg Freitag, 03. Februar 2012, 19:29 Uhr
fotasma
Seit 11 Jahren esse ich nach Überzeugung durch meine Frau kein Fleisch mehr (die Begründung liegt in der unwürdigen Massen - Tierhaltung und deren ungesunde Ernährung, die bei Tieren und folglich den Menschen zu Krankheiten führen kann und geführt hat). Und ich fühle mich wohl dabei!
In der SZ habe ich passend zum Thema folgenden lesenswerten Artikel gefunden:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-u...
Beste Grüsse Peter W. Freitag, 03. Februar 2012, 19:20 Uhr
alter_ego
@ dani
WIR - trotz alledem Freitag, 03. Februar 2012, 18:46 Uhr
Barbara
Wenn ich alles genau hinterfrage - was geschieht, bis das Schnitzel auf meinem Teller liegt - dann würde ich glatt verhungern. Und beim Obst und Gemüse ist es ganz genau das gleiche. Ich versuche, mich vernünftig und ausgeglichen zu ernähren, auch mit einem Stück Fleisch auf dem Teller, aber eher selten. Ich denke, auch hier gilt der Spruch: Die Dosis macht das Gift.
Die Sendung "Journal für Essen und Trinken" vom 3. 2. 12 war sehr interessant, aber meinen Appetit auf Fleisch hat das Gehörte nun völlig beseitigt!
Im Übrigen glaube ich, dass auch Tiere und Pflanzen eine "Seele" besitzen, was auch immer man unter einer Seele zu verstehen glaubt. Es sind Lebewesen. Und deshalb ist es unsere Pflicht, mit ihnen achtsam umzugehen. Freitag, 03. Februar 2012, 16:00 Uhr
exUser
Ich wollte damit eigentlich andeuten, dass das Brimborium, welches wir um unser Essen machen wohl auch unserem Wohlstand und unserer Kulrur geschuldet ist. Woanders ist der Mensch froh überhaupt etwas Essbares auf den Teller zu bekommen.
In China begann vor Jahren der Verzehr von Schweinefleisch zu boomen, weil die Leute dort meinen es ist ein Zeichen von Reichtum, wenn man sich dieses leisten kann.
Ich selbst komme niemals auf den ermittelten statistischen Verbrauchswert von Fleisch, möchte mal wissen, wer meine Portion da täglich mit verzehrt..;)) Freitag, 03. Februar 2012, 14:10 Uhr
meyertomas
Die armen Mehlwürmer. Wie wäre es mit einer Vereinigung oder Partei der unterdrückten Tiere ? Gleichberechtigung für Mensch und Kind, gleiche Rechte auch für das Rind ! Muh. Freitag, 03. Februar 2012, 13:43 Uhr
PianoPerlhuhn
Vor 4 Jahren war ich in China. Und die größte Hürde, sich auf diese Kultur einzustellen, war das "Catering".
Man sitzt da in einem Pekinger Restaurant, kriegt ein paar tiefbraune Brocken vor den Tisch geschoben und muss dann mitansehen, wie 90% dieder "Ente" fast wie von einem Dönerspieß abgehäkselt werden. Der Rest ist dann die "Pekingente", schmeckt ehrlich gesagt so ziemlich nach gar nix.
In sonstigen Restaurants bekommt man dann "Schweine-" bzw. "Rindfleisch" (so steht es auf der englsichen Karte) in einer honigartigen Klebesoße serviert. Dieses Fleisch hatte eine wirklich seltsame Konsistenz, und nachdem man die Soße entfernt hatte, kam etwas zum Vorschein, was nicht gerade wie das Schweinefleisch aussieht, das ich kenne.
Übrigens: überall im Restaurant waren so komische Flaschen verteilt... mit gelblicher Flüssigkeit und toten Schlangen darin. (Schlangenschnaps)
Und das, was ich dann da esse, soll Schweinefleisch sein?!?!?!?! :-P
Jedenfalls habe ich mich die restlichen 2 Wochen fast ausschließlich von gesalzenem Reis, Zuckerschoten und Sprite ernährt. Und ich habe es überlebt!
Freitag, 03. Februar 2012, 13:38 Uhr
exUser
Es gibt Gegenden, in denen essen die Menschen Hundefleisch oder lebende Mehlwürmer..was sagt man dazu..?..;)) Freitag, 03. Februar 2012, 11:22 Uhr
Oabis
Es kommt meiner Meinung nach nicht darauf an, ob wir Menschen Fleischesser sind oder nicht. (abgesehen von ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisen) Es zählt einzig der Umgang mit der Kereatur die wir verspeisen wollen oder müssen. Dieses Thema haben wir noch nicht richtig im Griff. Die sogenannte artgerechte Tierhaltung gibt es nicht. Jeder Käfig um ein Tier ist nicht artgerecht. Wo also liegt der Mittelweg, den wir beschreiten sollten, um dem Lebewesen Tier mit Achtung gerecht zu werden ? Freitag, 03. Februar 2012, 10:06 Uhr
exUser
Mit Fleisch – ohne Fleisch? Jeder sollte das essen, was er mag, was ihm schmeckt. Ein Vegetarier sollte nicht einfach versuchen, den Fleischgeniesser zu bekehren und oder umgekehrt. Vielmehr sollte immer mehr bewusst hinterfragt werden, woher die Topf- oder Tellerfüllung eigentlich kommt. Muss der Apfel oder die Erdbeere aus Neuseeland kommen? Brauche ich unbedingt den Lachs aufs Frühstücksbrot? Wie wird was produziert. Was steckt da drin und was dahinter?
Bewusster leben, erleben und dann auch bewusster genießen.
Guten Appetit! Freitag, 03. Februar 2012, 09:42 Uhr
Elevin
Ich finde es nur noch müßig immer wiieder dieses Thema an zu schieben.Was soll es bewirken.Noch mehr schlechtes Gewissen beim Essen.???
Warum soll alles was mit diesem Thema zusammen hängt am Verbraucher "auf gehängt" werden?
Warum soll ich bei allem was ich im Supermarkt kaufe vorher recherschieren -woher es kommt,wie es verarbeitet wurde u.s.w.
Das ist NICHT meine Aufgabe !!!
Ich muß mich darauf verlassen können und wollen das mir die Lebensmittel nicht schaden.
Alles ,aber auch alles ist dem Gewinn und dem Kommerz unterworfen ,wie soll ich da gegen halten ??
Hungern, ?verzichten?, als Einsidler irgendwo leben von den Gewachsenen aus dem Garten ?? Unmöglich denn auch da ist nichts mehr frei von Schadstoffen,also was soll dieses Thema ?
Nutztiere sind seit Menschengedenken zum Essen da und daran wird sich nichts ändern.
Wie die Tierhaltung abläuft liegt nicht nur in unserere Hand denn es geht um Gewinn .Wenn wir uns zurück halten und weniger kaufen,werden andere Märkte "überschwemmt".Denn die "Gewinnmacher" lassen sich nicht in die Suppe spucken.
Also esse ich Fleisch und genieße es,nicht mehr so oft aber wenn dann mit viel Genuß
Freitag, 03. Februar 2012, 01:18 Uhr
ulugh
was macht ein Veganer (ich bin ein angedeuter Vegetarier - esse selten Fleisch, aber nicht aus Prinzip sondern weil es mir meistens nicht schmeckt) wenn ihm eine Fliege in den Mund fliegt?
Nachts ist das ja nicht schlimm, er schläft und kriegt es nicht mit und braucht sich nicht aufzuregen. Aber sein Organismus hat dann tierischen Eiweiß und kann das ja nicht verdauen, weil der das nicht gewohnt ist.
Aber er hat es ja nicht mit Liebe verschluckt, dann liegt es ihm bestimmt auf dem Magen.
Ich finde die Diskussion nicht fruchtbar, sie raubt mir höchstens den Appetit. Denn egal was ich esse, es ist alles irgendwie belastet. Ich will auch nicht, dass das liebe Vieh, das sich in den Mägen der Menschen wiederfindet, zuvor leiden mußte.
Irgendwie haben wir wohl irgendwann die falsche Kurve genommen, ich meine essenstechnisch. Donnerstag, 02. Februar 2012, 23:56 Uhr
Jenserich
Grundsätzlich esse ich gern und dazu gehört auch Fleisch. Warum kastrieren wir uns mit diesen Dogmen. Ich möchte dazu eine Geschichte loswerden. Auf einer Party mit echten Thüringer Bratwürsten wollte mir eine Mutter von einem 10-jährigen Jungen auftischen, dass sowohl sie, ihr Mann und ihr Sohn mit Fleisch überhaupt nichts anfangen können und siesich alle seit einem Jahr nur noch von Pflanzen und "Vogelfutter" ernähren. Und Sie fühlen sich endlich gesund. Selbst das Hühnerei wurde verbannt. Ich schaute mir den Jungen an und fand, dass er wirklich ganz schön blass und dünn aussah.
Ich verspürte, hier musst Du helfen. Als die Mutter im Haus verschwand, fragte ich den Jungen, ob er mal eine echte "Thüringer" probieren möchte. Nachdem er sich 10-mal abgesichert hatte, dass Mutter und Vater keine Gefahr waren, hat er 3 Stück nacheinander gegessen. Ich glaube, er war mir dafür sehr dankbar.
Ich meine, genießt das Leben, schaut dabei woher das Fleisch kommt und wie es groß geworden ist.
Dann macht das Leben Spaß.
Guten Appetit.
Jens Sauerbier Donnerstag, 02. Februar 2012, 21:14 Uhr
rotelocke
..... menschenfresser ?? verbale
wenn die beissen tut das auch weh ;)
achja . das fällt mir noch zum thema ein
diesen vielen antibiotika . wachstumshormone . und wer weiss was für zusätze diese tiere bekommen, damit wir auch noch miternährt werden, was nicht gut tut ..... das alles möchte ich auch nicht
aber ich fürchte die fleischindustrie würde an mir verhungern . und das kann sie ruhig . ich hätte gegen diese art von gesundschrumpfung nichts .. garnichts
Donnerstag, 02. Februar 2012, 21:05 Uhr
musicandus
......und wer ein paar kilos zuviel hat, der ist jedenfalls (erfahrungsgemäß - im Durchschnitt) besser gelaunt, als diejenigen, die sich dergestalt mit der Esserei zurückhalten, dass sie ihr Verlangen so "sehnsüchtig" reduzierend verdrängen und damit verbal zu "Menschenfressern" werden - na ja, auch nur verbal.....;-) Donnerstag, 02. Februar 2012, 18:35 Uhr
rotelocke
ich möchte fleisch essen !!
ich möchte nicht, dass tiere so gezüchtet werden wie sich das entwickelt hat !!
ist ja grauenvoll zuwas da menschen fähig sind
ich möchte diese art der tiertransporte nicht wie sie praktiziert wird!!
welche art der verantwortung haben diese lieferanten, haben sie kein gewissen?
ich muss nicht und brauche auch nicht, jeden tag fleisch zu essen
soja ist mittlerweile auch genmanipuliert . alternative mit faulem kompromiss
der fleischberg kann auch schrumpfen . eine gesunde tierhaltung schafft gesunde menschen mit gesunden arbeitsplätzen ....... die brauchen wir auch
wer gene isst, soll gerne essen sollen . schlechtes gewissen setzt an .. und wer ein pfündchen zuviel hat sollte es mit stolz tragen .. die mädels und jungs aus den zeitschriften sind meist krank .. warum sollten wir so einem ideal folgen
meine kilos zuviel . wer auch immer das festlegen mag . sind richtig und wichtig :))
Donnerstag, 02. Februar 2012, 11:33 Uhr
widderjan
Binsenweisheit Mittwoch, 01. Februar 2012, 23:51 Uhr
almaviva
Selbstredend. Aber: Wo viel gelebt wird, da wird auch viel gestorben. Mittwoch, 01. Februar 2012, 23:40 Uhr
widderjan
Das halte ich aber für eine Milchmädchenrechnung, almaviva. Außerdem fand/finde ich die meisten utopischen bzw. Science-Fiction Filme für ziemlich unrealistisch. Mittwoch, 01. Februar 2012, 23:08 Uhr
almaviva
@widderjan:
"Soylent Green" würde das weltweite Ernährungsproblem aber sehr stark mildern! Mittwoch, 01. Februar 2012, 22:25 Uhr
almaviva
Tiere essen? Wieso nicht, sie tun es und würden auch uns essen, wenn sie die Chance hätten.
Man kann ja die Mortadella bei Aldi & Co. liegenlassen. Mittwoch, 01. Februar 2012, 22:22 Uhr
roby1981
@bettina:
das ist meine aufgabe hier: leute zum schmunzeln bringen und sich auch mal mit der hand gegen die stirn zu klatschen.
logisch löst "segen" bei mir alarmglocken aus - das ist ja keine überraschung - segen hat nicht nur was mit guten gedanken zu tun sondern zu gleich mit dem himmlischen diktator...
...das ist wiederum eine frage der statur und auch des selbstwertgefühls ob man sich gedanken über kalorien machen muss/möchte oder nicht.
Mittwoch, 01. Februar 2012, 20:23 Uhr
bettinabauch
roby, ich schmunzle grad wieder. Das Wort Segen löst bei Dir stets die Alarmglocke aus :-) Segen sehe ich aber stets einfach nur in Verbindung mit guten Gedanken. Und die hast Du doch beim Essen.
Wohl Dir, wenn Du Dir Dein Essen grundsätzlich liebevoll einverleibst. Viele andere Leute werden das ebenso tun. Aber viele auch nicht. Wieviele hört man doch jammern: "Oh, diese Kalorien!", wenn sie beispielsweise Süßes essen. Sie wollen es sich am liebsten verbieten, können es aber nicht. Also essen sie es mit schlechtem Gewissen. Das ist nur ein Beispiel von mental vergiftetem Essen... Mittwoch, 01. Februar 2012, 19:26 Uhr
widderjan
Sind unsre Eckzähne nicht so was wie Reißzähne? Warum also kein Fleisch?! (solang's kein Soylent Green ist) Mittwoch, 01. Februar 2012, 18:44 Uhr
Bellis
Zu meinem gestrigen Posting über die ignorierte Tierseuche hier noch ein weiterer Link zum Thema. Diesmal ein Artikel von der "Zeit": http://www.zeit.de/2011/35/Tiere-Seuche-Bakterium
Ein bisschen muss ich roby1981 Recht geben. Am Ende bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als der Lebensmittelindustrie zu vertrauen. Und wenn man tiefer in das Thema einsteigt und sich wirklich ernsthaft mit den moralischen, tierschutzrechtlichen und gesundheitlichen Aspekten auseinandersetzt, dann kommt man sicher irgendwann zu dem Schluss, dass es das Beste wäre, sich die Haut grün zu färben und zur Photosynthese über zu gehen ;o)
Mittwoch, 01. Februar 2012, 12:47 Uhr
roby1981
@bettina: dann hoffe ich dass die schweine, wildschweine, rehe, hirsche, wildschweine, sträusse, hühner, truthähne, fische, känguruhs, ..., im herzen sympathische typen gewesen sind, wenn die in mir weiterleben - aber der wird auch langsam der platz in mir eng. aber dafür gibt es ja noch den "notausgang"...jaa und mein essen esse ich grundsätzlich liebevoll. wütend essen ist mir einfach zu anstrengend. gesegnetes essen widerum ist gift für mich - da bin ich abstinenzler. zum glück brauchte ich bis jetzt nie ein tischgebet oder sowas mitmachen... Mittwoch, 01. Februar 2012, 12:40 Uhr
bettinabauch
Man könnte es auch so betrachten: Alles, was ich esse, also alles was für mich sein Leben lassen muss, geht indem ich es zerkaue und verdaue in mich ein, lebt also in mir weiter und verändert so mein Leben. Ob es mir zugute kommt, oder zum Schaden ausartet, hängt nicht nur von den äußeren Giften ab sondern auch von meinen inneren. Will sagen, von den Gedanken, mit denen ich mir meinen momentanen Appetit stille. Alles ist gesund, wenn ich es einfach liebevoll genieße. Ja und, wie ich schon einmal sagte, gesegnetes Essen ist giftfrei, und sei es nur durch die eigenen guten Gedanken bedacht. Mittwoch, 01. Februar 2012, 11:26 Uhr
downtown
Eigentlich ist das Thema schon seit einiger Zeit durch.
Es wird immer wiedermal aufgewärmt, doch die Argumente der Fraktionen sind ausdiskutiert, da kommt nichts grundlegend Neues mehr.
Seit 20 Jahren esse ich kein Fleisch mehr, negative Auswirkungen gibt es natürlich im Zusammenhang der Pflege von sozialen Kontakten.
Auch wenn der Grad der Exotik durch Zunahme derer die sich ohne Fleisch ernähren stetig abnimmt, die Möglichkeiten in Handel und Gastronomie zunehemen, grenzt man sich dennoch vielfach aus.
Meist kommt ja nach der Entscheidung kein Fleisch mehr zu essen auch noch ein gesteigertes Qualitätsbewußtsein hinzu, d.h. die Hinwendung zu Bio ist für viele Vegetarier durchaus typisch. Auch damit grenzt man sich aus, wenn man bei Familienessen nachfragt und manches liegenläßt, von dem erwartet wird, dass man es konsumiert, weil es doch "extra ohne Fleisch" ist.
Eine weitere Diskussion über die Argumente ist mir zu langweilig, die Richtung ist ja unten schon wieder ausreichend dokumentiert.
Lediglich auf zwei Dinge will ich noch hinweisen:
1. in gemischten Runden, an gemischten Tafeln, sind es fast immer Fleischesser, die anfangen das Thema Vegetarismus aufzubringen. Vegetarier sind die Diskussionen meist leid und antworten notgedrungen
2. wiederhole ich den Gedanken aus dem Tugendthread:
Das Wort Verzicht bedeutet, man verfolgt einen vorhandenen Wunsch bewußt nicht bzw. man nimmt etwas nicht für sich in Anspruch, was einem normalerweise zustünde.
Mag sein, dass mancher Vegetarier verzichtet, dafür Kraft aufbringen muß, Verlockungen bestehen..., doch ich für meinen Teil verzichte nicht - ich tue es ganz einfach nicht.
Weder habe ich den (etwa geheimen) Wunsch, noch denke ich, es stünde mir zu - ganz im Gegenteil.
Die Entscheidung damit aufzuhören war reinweg rational und aus heutiger Sicht bedaure ich nur den späten Zeitpunkt.
Guten Appetit.
Mittwoch, 01. Februar 2012, 11:14 Uhr
roby1981
- fleisch darf man wegen antibiotika nicht mehr essen
- obst/gemüse darf man nicht mehr essen weil es gespritzt ist und auch noch genmanipuliert
- die luft kann man nicht atmen weil sie vom feinstaub und giftigen gasen (autoabgase, schornsteine,
tabak,...) belastet ist
die welt ist so schlecht - man sollte sich erschießen oder ?
auch pflanzen haben gefühle - wie können vegetarier nur so viele arme pflanzen lebendig essen !?
die moralisch perfekte welt gäbe es wenn es keine tiere mehr geben würde sondern nur pflanzen:
die würden wachsen bis sie alt sind, zu anorganischen stoffen verwesen und dann wieder von anderen pflanzen aufgenommen werden. gerechtigkeit pur....
Dienstag, 31. Januar 2012, 22:23 Uhr
magentis1984
Das wäre zwar schon bedenklich, wenn es denn wirklich so wäre.
Aber jetzt mal ehrlich. Solche Sendungen, gerade vom ZDF, kann man doch als gebildeter Bundesbürger nicht tatsächlich ernst nehmen.
Das ist doch der selbe Suggestions-Quatsch wie Guido Knopp mit seinen Pseudo-Geschichtsdokus. Hauptsache Meinungsmanipulation. Und dann werden uns wieder irgendwelche medizinischen Tests präsentiert, wenn das Problem ernst werden sollte.
Mein abschließendes Fazit:
Fleischverarbeitung ja, gerne! Aber nicht mehr diese gänzliche Fleischmassenversorgung auf billigstem Niveau. Die hatte vor Jahrzehnten mal einen Sinn, aber Heute in unseren Wohlstandsinseln nicht mehr.
"Wir futtern genauso, als wären wir noch in den 60er-Jahren. Gibt es bei uns ein Menschenrecht auf Leberwurst???
An jeder Autobahnraststätte gibt es Holzfällersteaks. Gibts da Holzfäller?"
(Hagen Rether) Dienstag, 31. Januar 2012, 21:37 Uhr
Bellis
Ein weiterer Grund, lieber keine Tiere zu essen, läuft gerade beim ZDF, Frontal 21: Rinderseuche Botulismus. Es scheint eine Seuche zu sein, über die sehr wenig bekannt ist, die aber nicht als solche bezeichnet werden darf. Die kranken Tiere werden geschlachtet und das Fleisch gelangt in den Handel. Und das Beste ist, die Bauern, deren Tiere an dieser Krankheit leiden, haben die gleichen Symptome: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,8...
Mahlzeit! Dienstag, 31. Januar 2012, 21:17 Uhr
RalfHatoum
schwierig
Es gibt tage wo ich nichts fleischliches zu mir nehme. Dann gibt es wiederum Tage an denen ich Fleisch unbedingt brauche. In der Regel versuche ich, auf die Qualität des Fleisches zu achten und somit mich zu zwingen, nicht jedes Fleischsonderangebot wahrzunehmen. Bio-Fleischerei ... ist teuer, aber das Fleisch schmeckt besser, ist nicht so sehr wasserhaltig, dafür substanzieller und schmackhafter ... man muss nicht so viel "würzen", also den fehlenden Geschmack des Fleisches vertuschen. Nun könnte man sagen, dass sich sowas doch nur Ökos und Reiche leisten können. Ich bin bestimmt kein Öko im negativ behafteten Sinne. Weiterhin bin ich kein Reicher. Ich esse einfach in der Woche wenig oder gar kein Fleisch. Das hat zwei gute Effekte. Erstens das Portemonnaie wird geschont, B) ich bin nicht so sehr vom Fleisch belastet, also ich bin nicht so sehr mit der Verdauung beschäftig und kann mich dafür mehr auf meine Aufgaben konzentrieren und III. Fleisch wird etwas besonderes, etwas auf das man sich freut.
In der Woche esse ich stattdessen Salat, Paprika, Rettich, Kohl (beste Krebsvorsorge), Tomate, Gurke, Pilze, kurz um ich probiere die ganze Gemüseabteilung durch und kombiniere mit leckeren Gewürzen aus aller Welt und Käse, Tofu und was es sonst noch so gibt. Das hat wiederum den positiven Effekt, dass ich meinen Horizont erweitere, was Küche, Kochen und Lebensmittel angeht.
So genug der Kausalitätskette. Schönen Abend noch
Ralf Dienstag, 31. Januar 2012, 20:36 Uhr
Christiane
Seit einem reichlichen Jahr ernähre ich mich vegetarisch.
Mich ergriff damals erst schleichend, dann auf einmal beim Rouladendrehen plötzlich ein widerlicher Ekel: ich koche und esse Leiche! Es könnte eigentlich auch die tote Nachbarin sein, wer würde das mit Sicherheit merken?! Leiche essen, ne, das wollte ich von einer Sekunde auf die andere nicht mehr und habe ganz ohne Probleme durchgehalten. (Grillduft war aber wirklich schlimm für mich, der war stets so verführerisch, dass ich schon gelitten habe.)
Gesundheitliche Veränderung konnte ich aber nicht feststellen. Mir ging und geht es gut. Wahrscheinlich bin ich auf Grund des Süßigkeitskonsums eh nicht so ganz bei der supergesunden Ernährung gelandet. Fazit meines Selbstversuchs: alles gut ohne Fleisch und man ißt mehr Gemüse.
Ein Problem für den Familientisch ist das auch nicht. Man läßt einfach weg und fertig und im Restaurant habe ich noch immer was gefunden. Wenn ich sonst irgendwo zu Gast bin, stelle ich keine Bedingungen zum Essen, sondern lasse unauffällig weg, denn ich bin auch nicht als Missionarin unterwegs. Jeder entscheidet in Ruhe ganz für sich allein.
Dienstag, 31. Januar 2012, 20:35 Uhr
meyertomas
Fleisch und Tiere essen gehört für den Menschen dazu - nicht zuletzt da wir selbst zu den Säugetieren gehören (den Begriff Mensch hat sich der Mensch selbst gegeben). robi1981 hat dies auf exakt den Punkt gebracht, dem ist nichts hinzuzufügen. Dienstag, 31. Januar 2012, 14:06 Uhr
bettinabauch
Das uns angebotene Fleisch macht ganz sicher krank, glaube ich.
Wenn schon Fleisch, dann koscheres.
Und die Kulturmenschen, die Schweinefleisch generell ablehnen, die wissen sicher auch warum. Gewiss nicht nur aus irgendwelchen religiösen Gründen, sondern weil das Schwein, seines Verdauungsvorganges zu schuldende, für den menschlichen Körper krankmachende, Giftstoffe produziert... Dienstag, 31. Januar 2012, 11:38 Uhr
Richard
Kein Fleisch mehr essen, weil es mit Antibiotika "gestopft" ist?
Also auch kein Obst und Gemüse mehr essen, weil es genmanipuliert ist und mit Chemiekeulen behandelt worden ist, damit es auf dem Feld nicht zerfressen wird?
Auch der wissenschaftliche Fortschritt hat eben Schattenseiten. Vor 200 Jahren hatte man zwar mehr Arbeit, aber dafür Essen, ohne Chemie in den Zellen. Dienstag, 31. Januar 2012, 11:09 Uhr
magentis1984
Ist doch egal, ob wir das Tier essen oder ihm das Futter wegessen :-).
Von Schweinefleisch halte ich aber auch nicht Viel. Denn Das sollte man eher in "seiner" Zeit sehen, als die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung oberste Priorität hatte. Das war doch der Hauptzweck der Schweinezucht, oder nicht? 50er/60er-Jahre.
Heute brauchen wir Das sicher nicht mehr, zumal ich geschmacklich auch Nichts dran finde. Einen Grund für den hohen Stellenwert der Fleischverarbeitung allgemein sehe ich nicht mehr. Dienstag, 31. Januar 2012, 10:39 Uhr
Isidorus
Paßt gerade dazu:
Das Gentechnik-Monster macht "Buh"
http://www.taz.de/Kolumne-Bio/!86683/
Pulpo alá Gallega pra hoxe, Don Isí Dienstag, 31. Januar 2012, 10:21 Uhr
roby1981
ich gebe ulrike recht, jeder soll essen was er möchte.
ich esse fleisch
a) weil es schmeckt (außer geflügel, das mag ich nicht)
b) wir eben "allesfresser" sind
c*) aus ethischen gründen (unsere vorfahren haben sich die nahrungskette nach oben gearbeitet,
und das sollte man würdigen ;-) )
da könnte ich ja gleich mit überlegen ob ich auch noch mit auf wein, bier usw verzichten möchte. warum sollte ich auf was verzichten was ich mag ? man lebt schließlich nur einmal, und um es mal so zu sagen: lieber nur 90 jahre leben und gelebt haben als 100 jahre alt werden und sich ein leben lang in askese bewegt zu haben. Dienstag, 31. Januar 2012, 09:26 Uhr
Ulrike013
.....sicher muss jeder Mensch für sich selbst die Entscheidung treffen, ob er fleischfrei isst. Vegan oder doch vegetarisch................es ist natürlich in unserer Gesellschaft so, dass es keinen gesundheitlichen Schaden gibt, da genügend Ausgleichsprodukte zur Verfügung stehen. Ich persönlich will auf Fleisch verzichten, aus ethischen Gründen. Dienstag, 31. Januar 2012, 06:59 Uhr