Erster Weihnachtstag
Weihnachten ist, neben Ostern und Pfingsten, eines der drei Hauptfeste des Kirchenjahres. Die römisch-katholische Kirche feiert am 25. Dezember das "Hochfest der Geburt des Herrn".
Bild: Gemälde Engelskapelle Bethlehem
http://meinfigaro.de/inhalte/e5fc651ab6fe60e5
Bild: Fenster der Weihnachtskirche in
Bethlehem
http://meinfigaro.de/inhalte/33906c4c4057ebbe
Bild: Olivenholzschnitzerei aus Bethlehem
http://meinfigaro.de/inhalte/08ca6b390c868949
Die Weihnachtliche Festzeit beginnt hier mit der Vesper an Heilig Abend und endet mit dem Fest "Taufe des Herrn", das am Sonntag nach dem 6. Januar, an dem die "Erscheinung des Herrn", oder auch "Heilige Drei Könige", gefeiert wird. Der gesamte Weihnachtsfestkreis erstreckt sich vom ersten Adventssonntag bis zur Taufe des Herrn, jedoch ist auch die Zeit bis 2. Februar, des Festes der "Darstellung des Herrn" auch "Mariä Lichtmess" genannt, inhaltlich mit Weihnachten verbunden.
Doch ebenso wie die Christen feiern auch Nichtchristen Weinachten
als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken und landesabhängig
verschiedenen Bräuchen, wie den Krippenspielen, dem Christbaum und
Weihnachtskranz, sowie dem guten alten Weihnachtsmann.
Krippenspiele soll es bereits seit dem 11. Jahrhundert geben. Jedoch geht auch die Legende, Franz von Assisi sei der "Erfinder" des Krippenspiels. Es heißt, der Heilige habe 1223 die Krippenszene, mit echten Tieren, im Wald von Greccio dargestellt.
Im 15. Jahrhundert trat der geschmückte Christbaum zum ersten Mal in Erscheinung. Die Freiburger Bäckerschaft hatte 1419 einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen behängt, den dann die Kinder an Neujahr plündern durften.
Der Brauch des Adventskranzes entstand im 19. Jahrhundert. Erstmals 1839 ließ der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern, dessen Einsatz für sozial gefährdete Kinder und Jugendliche, als Keimzelle einer umfassenden Diakoniearbeit in ganz Deutschland gilt, und der Begründer der Inneren Mission der Evangelischen Kirche ist, einen hölzernen Leuchter mit 23 Kerzen im Betsaal für seine Schützlinge aufhängen. 19 kleine rote Kerzen für die Werktage, vier dicke weiße für die Sonntage.
Den Weihnachtsmann, der vielerorts Christkind und Nikolaus verdrängte, gibt es seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Er besaß anfangs noch kein einheitliches Aussehen, trug blaue, braune, rote oder goldfarbene Mäntel und seine Größe schwankte, je nach Region, von zwergenmäßig bis hünenhaft. Sein heute verbreitetes Erscheinungsbild hat der Weihnachtsmann wohl einer Werbung und den Firmenfarben der Firma Coca Cola, zu verdanken. Seit dem trägt der Alte seinen roten Mantel und die Kapuze mit weißem Pelzbesatz.


1 Kommentar
Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.
alabama
danke für den Beitrag ,ich habe wieder viel erfahren. Die Bilder sind auch schön ausgewählt. Sonntag, 25. Dezember 2011, 10:08 Uhr