ADORO treten dieses Jahr beim Dresdner Semperopernball auf.
Die Fünf haben allesamt klassischen Gesang studiert, seit 2007 aber peppen sie -mit Musikproduzent Andy Lutschounig - Pop-Songs klassisch auf. Ob Nena, Rosenstolz oder Xavier Naidoo - Adoro machen daraus eigenwillige Klassik-Pop-Crossover-Nummern mit süffigem Streichersound, schmeichelnden Instrumental-Soli und schmachtenden Vokal-Kantilenen.
Warum sie das tun, begründen sie so:
Der Erfolg ist da - die Platten verkaufen sich gut. Ich würde gern von Ihnen wissen, ob das für Sie ein gangbarer Weg ist, um breitere Publikumsschichten an den Operngesang heranzuführen bzw. Pop-Songs "salonfähig" zu machen?
Eines der Themen im FIGARO Opernmagazin am Samstag, 21. Januar 2012, 20:05 bis 21:00 Uhr

7 Kommentare
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musicandus
Hallo widderjan, Okay - hatte ich mal wieder "mist"verstanden...;-)
Wer die besagte Sendung auf 3sat gesehen hat, für den ist bestimmt manches klar und einsichtiger geworden. Ich fand sie sehr aufschlussreich und interessant.
Mein "Problem" des Gesangsvibratos fand ich auch gut erklärt, nämlich das zwerchfellgestütze Vibrato
(quasi Longitudinalwellen, bei denen der Ton feststeht) im Gegensatz zu dem "wackelnden" Ton (quasi Transversalwellen) von den Stimmbändern erzeugt. Für mich ist dieser - gewiss sehr spezielle und sicher nicht allgemein interessierende - Unterschied insofern spannend, weil er auch bei Blasinstrumenten anzutreffen ist..... Sonntag, 22. Januar 2012, 16:50 Uhr
widderjan
Hallo musicandus, mein Beitrag bezog sich gar nicht auf Ihren, sondern den oben. :-) Sonntag, 22. Januar 2012, 15:23 Uhr
musicandus
Danke, Rachel Gehlhoff, für den Hinweis auf die TV Sendung heute am 21.1. in 3sat 21.45 Uhr: "Hochleistungssport Operngesang. Eine Dokumentation"! Samstag, 21. Januar 2012, 11:38 Uhr
Hans
Warum nicht? Solange die Qualität nicht auf der Strecke bleibt... A. Rieu, David Garret u.a. machen das ja ähnlich sehr erfolgreich in ihrem Fach. Opern und Teile davon, die mal gut in ihre Entstehungszeit paßten, den Zeitgeist widerspiegelten, muß man auch mal in die Gegenwart transponieren dürfen, dem aktuellen Zeitgeist anpssen. Geschieht dies mit Sorgfalt und Bedacht,haben Opern auch die Chance als Kulturgut lebendig zu bleiben. Und vielleicht wird man auch bemerken, dass viele Popsänger nur gut klingen, weil sie reichlich Technik einsetzen. Samstag, 21. Januar 2012, 01:17 Uhr
musicandus
@widderjan - ich muss da einfach lächeln! Von "Reibeisenstimmen" war hier überhaupt nicht die Rede!
Und was ist "prall"? Anmut und Kraft würde ich bei keiner Opernstimme kritisieren! ;-)
Ich habe etwas ganz anderes gemeint. Bitte mal genau lesen und bei entsprechendem Verständnis - bitte mal dezidierter antworten....;-) Samstag, 21. Januar 2012, 00:53 Uhr
widderjan
Ach, warum nicht. Die meisten Arien finde ich eh nicht so prall - Sie etwa? - sondern nur einige wenige. Vllt. hilft es ja, den Menschen nahe zu bringen, welche Anmut u. Kraft schöne ausgebildete Stimmen u. Belcanto ausstrahlen - statt etwa markante 'Reibeisenstimmen' zum Idol zu erheben. Samstag, 21. Januar 2012, 00:28 Uhr
musicandus
Der Operngesang wird für mich - persönlich(!) - fragwürdig (und auch gelegentlich zur Qual), wenn das Vibrato einer Stimmen so extrem übertrieben erscheint, dass die Konstanz und manchmal auch die Erkennbarkeit einer Tonhöhe schwankt, dergestalt, dass man nicht mehr genau weiß: ist es maniriert oder Unvermögen.........
Ich liebe die schlanken und klaren Stimmen!
Allerdings ist fraglich, ob Richard Wagner, Giuseppe Verdi.....etc. mit solchen Stimmidealen zu "bewältigen" und interpretatorisch "stilgerecht" zu behandeln ist............?! ;-) Freitag, 20. Januar 2012, 17:26 Uhr