Die Briten sind für ihre exzentrischen Spleens bekannt. Der englische Philosoph John Stuart Mill hob sogar die Bedeutung der Exzentriker für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft hervor. Und er liegt vielleicht damit gar nicht so falsch.
Berühmte Menschen mit eigenwilligen Marotten gibt es ohne Zahl. Zum Beispiel der Pianist Glenn Gould: Er konnte nur Klavier spielen, wenn er auf seinem extrem wackligen Stuhl saß, der teilweise nur noch notdürftig mit Drähten zusammengehalten wurde. Zudem war der Stuhl nur halb so hoch, wie ein üblicher Klavierhocker, so dass Gould mit dem Hintern fast an der Erde klebte. Das ganze knarkste und knirschte grauenerregend, Gould sang sogar häufig laut die Klaviermelodien mit - doch das Klavierspiel des schrulligen aber genialen Virtuosen entschädigte für Alles!
Unter Schafen
Doch es gibt auch kleine Macken, die uns im Alltag begegnen oder die wir selbst pflegen. Manch einer streichelt erst sanft das Armaturenbrett, bevor er sein Auto startet. Andere sind so von einer Sache fasziniert, dass sie ihr ganzes Umfeld entsprechend gestalten. Ein Schaf-Fan hat so mittlerweile seine gesamte Wohnung zum Refugium für diese Wolltiere gestaltet: Schafbettwäsche, Tassen mit Schafmotiven, Schaf-Socken, stapelweise Schaf-Plüschtiere in jeder Zimmerecke, Schaf-Zahnbürstenhalter ... Die Krönung wäre wohl ein echtes Schaf in der Wohnung, doch das würde den verheirateten Mann schnell zum Single mit Schaf machen.
Plüsch-Amöben
Eine ganze Industrie scheint mittlerweile auf die Befriedigung
dieser liebenswerten Schrulligkeiten eingestellt zu sein - auch für
Frösche, Katzen, Hunde usw. gibt es Produkte. Sogar Plüsch-Amöben
oder Plüsch-Stubenfliegen kann man mittlerweile käuflich erwerben -
zum kuscheln und liebhaben.
Und wenn wir ehrlich sind: Spleens wie diese machen Menschen manchmal doch erst liebenswert. Viele Exzentriker haben einen feinen Sinn für Humor und sind kreativ, keine schlechten Eigenschaften. Es sollte bloß nicht gerade der eigene Lebenspartner sein, der die Wohnung ausschließlich mit Maulwurf-Motiven ausgestalten möchte.
Wie spleenig sind Sie?
Haben Sie eine Marotte, die von anderen als exzentrisch angesehen wird? Welche Spleens kennen Sie von Ihren Freunden, Kollegen oder Nachbarn? Gehen Ihnen solche Schrulligkeiten manchmal auf den Geist - warum? Bereichern Exzentriker unser Leben oder sind es nur Selbstdarsteller? Woher kommt eigentlich dieser Hang zum Besonderen, der in einer Macke mündet?
Schreiben Sie uns!
Schwerpunkt-Thema der meinFIGARO-Sendung am Samstag, 18. Februar 2012, 13:00-17:00 Uhr.
Weitere Themen dieser meinFIGARO-Sendung:
- Die Band "LaBrassBanda" ist in der meinFIGARO-Community aktiv. Wir stellen sie vor.
- meinFIGARO-Filmexperte Tom Hartmann wird angeregt durch Nutzerin "Bellis" drei Filme des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro vorstellen. Darunter auch "Hellboy 2", der Tipp von "Bellis".
- Im Themenblog "Kokolores und Firlefanz" wird auf "vergessene Wörter" hingewiesen. Wir wollten in der aktuellen meinFIGARO-Sendung eigentlich deren Ursprung und Nutzung beleuchten. Doch aufgrund des Rücktritts von Bundespräsident Wulff haben wir uns entschieden, diesen in der meinFIGARO-Sendung zu thematisieren. Eine lebhafte Diskussion dazu findet in dem Themenblog "Christian Wulff ist zurückgetreten - wie weiter?" statt. Die "vergessenen Wörter" werden wir aber in einer der nächsten Sendungen betrachten.


113 Kommentare
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acrobat
@musicandus
danke für das gelungen-gelandete Amüsement in meiner Chemnitzer Nachbarschaft :-) Samstag, 18. Februar 2012, 18:09 Uhr
musicandus
@acrobat - Es ist eine Marotte von mir, pedantisch Sprachspielereien und Sprachbilder zu analysieren.....! ;-)
Über den Satz "....wenn die Liebe verrauscht ist und es um das NACKTE Zusammenleben in einer Beziehung geht....." habe ich mich köstlich amüsiert! ;-) Samstag, 18. Februar 2012, 17:50 Uhr
acrobat
Von der Marotte zur Karotte
Oder: wie aus einem süßen zarten Pflänzchen eine Killermöhre wird
Marotten, Schrullen, Macken, Spleens, Ticks am jeweils anderen werden solange toleriert wie die alles verklärende Liebe im Spiel ist. Bei rosarot Verliebten wird die Macke des anderen sogar als liebenswert, süß, goldig, easy empfunden. Doch wenn die Liebe verrauscht ist und es um das nackte Zusammenleben in einer Beziehung geht, dann werden diese vormals geliebten, verziehenen, belächelten Ticks zum Angriffspunkt. Sie provozieren Auseinandersetzungen und werden zur Reibefläche für ständigen Zoff. Dazu die folgende wahre Begebenheit:
Kann Zähneschrullen putzig sein?
Sorry, Wortakrobatik ist so eine Schrulle von mir. Richtig muss die Überschrift lauten:
Kann Zähneputzen schrullig sein?
Eine meiner Exen hatte die folgende Eigenheit: Beim Zähneputzen wurde voll der Wasserhahn aufgedreht und das Wasser lief die ganzen vier, fünf Minuten. Diskussionen brachten nichts. „Es geht nicht anders, ich brauche das, es ist eben meine Marotte“, lautete die endgültige, ultimative, unwiderrufliche Ansage. Und die „Bastas!“ aus ihrer Ecke kamen hinterher geflogen. Der „Witz“ des Ganzen: Wie der Tag am Morgen vom Wasser eingerauscht wurde, so fand er auch am Abend sein abrauschendes Ende. Keine sehr berauschende Geschichte liebe Community, oder?
Was, wenn eine Macke zu ökologischem Schwachsinn, zu kostenspeiendem Unsinn, zu allmorgendlichem Übelsinn wird? Soll man so etwas als liebenswert, schrullig, süß tolerieren, es als spleenig, absonderlich, kauzig abtun?
Samstag, 18. Februar 2012, 15:43 Uhr
PianoPerlhuhn
Viele in der Schule halten mich ehrlich gesagt für ein bisschen langweilig und verückt, weil ich ja ständig diese "Rentnerwelle" namens Figaro höre.... :-( Samstag, 18. Februar 2012, 15:36 Uhr
PianoPerlhuhn
son Spleen von mir ist, dass ich jeden Morgen, wenn ich aus der Dusche komme, UNBEDINGT ein warmes Handtuch brauche. Ein Tag, an dem ich kein vorgewärmtes habe, ist so gut wie gelaufen. Also positioniere ich das Tuch jeden Morgen mit einer schon wirklich pedantischen Aufhängetechnik auf dem Heizkörper und meine Mutter macht sich über mich lustig... :-P :-D Samstag, 18. Februar 2012, 15:28 Uhr
acrobat
Eines Sonntags klingelte es bei mir und ein guter Bekannter bat mich, zum Frühschoppen mitzugehen. Er war sehr aufgebracht und meinte, das brauche er jetzt einfach, um sich abzureagieren. Was war geschehen? Seine Frau hatte das Frühstücksei in den Eierbecher getan, jedoch aus seiner Sicht falsch herum. Beide gerieten darüber in einen wilden Streit. Jeder beharrte darauf, dass seine Variante, das Ei in den Becher zu stellen, die einzig richtige sei. Es flogen die Türen und das gemeinsame Frühstück flog auf. Sein Zorn verrauchte im Biergarten denn mein gutes Zureden wirkte. Kleinlaut schlich mein Freund dann ein wenig reumütig über diesen Unsinn zu seiner Frau nach Haus zurück. Samstag, 18. Februar 2012, 15:22 Uhr
Pesche
@magentis1984: Dein Blogeintrag hat mich inspiriert, einige Fotos zur "Archäologie-Eisenbahn-Archäologie" auf mein Profil zu laden: http://meinfigaro.de/inhalte/0ad07634c0a6cc07. Reste der Bahnanlagen auf dem Archäologie-Gelände von Vulci (I). Samstag, 18. Februar 2012, 15:17 Uhr
Hans
Die vielen Beispiele für Spleens hier könnte man ja fast zu einem weiteren Mackenbuch zusammenstellen. Da passt eine von mir noch gut (traue mich fast nicht das einzuräumen), Wenn in meiner Nähe Leute lustvoll knackige Dinge Futtern (Chips usw.) könnte ich ausrasten. Es nervt mich furchtbar, dabei esse ich sowas auch sehr gern. Sehr unangenehm fühlte ich mich mit dieser Macke einmal, als ich in Kenia mit einer wichtigen Persönlichkeit am Viktoria-See gegrillten Victoria-Barsch (was sonst) verspeiste und der dann genußvoll laut knurpsend auch noch den knorpeligen Kopf zerkaute. Ich bin da mal rasch auf´s Klo, obwohl gar kein Bedarf war. Samstag, 18. Februar 2012, 15:05 Uhr
litteratrix5567
Meine beiden Lieblingsmeisen haben beide mit Papier zu tun. Ich lese sehr gern und sehr viel und sobald ich ein Buch ausgelesen habe, wird es umgehend in meinen beiden Kladden notiert. In der einen notiere ich chronologisch die Bücher im laufenden Jahr und zähle sie am Ende zusammen (Jahressumme und insgesamt!), in der anderen stehen die Titel alphabetisch nach Autoren geordnet. Nach beendeter Lektüre kommt ein Häkchen dran. (In dieser Kladde stehen auch Titel, die ich noch lesen möchte.) Und dann greife ich sofort das nächste Buch; wenn ich Zeit habe, lese ich es an, ansonsten kommt zumindest schonmal das Lesezeichen rein!
Macke Nummer 2 bezieht sich auf die Lieferscheine von Buchsendungen. Die sind auf der Rückseite weiß und es widerstrebt mir, die wegzuwerfen! Die verwende ich noch als Notizzettel, vor einiger Zeit allerdings habe ich einen literaturkritischen Essay von knapp 1300 Wörtern in englischer Sprache mit Bleistift auf diversen Rückseiten verfasst... Mit Bleistift schreiben ist ein weiterer Spleen, auf meinem Schreibtisch stehen etliche und wenn ich mal auf der Suche nach Inspiration bin, gehe ich Bleistifte spitzen... Samstag, 18. Februar 2012, 14:53 Uhr
acrobat
...sind wir nicht alle und ein jeder für sich ein wenig gaga? Wer glaubt ohne Macke zu sein, der werfe nach der Macke des andern einen Wackerstein :-) Samstag, 18. Februar 2012, 14:51 Uhr
nickifischer
spleens geben uns individualität, damit wir uns von den anderen unterscheiden. aber sie geben uns auch sicherheit, wenn es sich um gewohnheiten/rituale handelt - die automatisierung des ich.
die frage ist: bedroht oder unterstützt das unsere persönlichkeit (im sinne von individualität)? ich bin der meinung, es bedroht uns, wenn es sich in dogmatische richtung entwickelt, genauso wie wenn es uns etwas chamäleonhaftes verleiht (macken von interessanten leuten übernehmen). Samstag, 18. Februar 2012, 14:48 Uhr
magentis1984
Und ein Faible für schöne Kaffeebecher hab ich. Das Auge säuft eben mit. ;-))) Samstag, 18. Februar 2012, 14:36 Uhr
Isidorus
Bei manchen Vorlieben schauen die Leute schon komisch: Wenn ich "Archäologie in Deutschland" früher in der Bahn gelesen habe, heute gehe ich zu Fuß zur Arbeit, und auf die Knochen in neuesten Ausgrabungsberichten geschaut habe, kann das schon für viele Mitmenschen befremdlich wirken.
Don "Bone" Isí Samstag, 18. Februar 2012, 14:27 Uhr
magentis1984
Doch, jetzt ist mir noch Was eingefallen, bei Dem ich nicht zwischen Hobby und Macke trennen kann. Das allgemein wieder aufkeimende Hobby "Eisenbahnarchäologie".
Es ist die seltsame Atmosphäre solcher künstlich geschaffenen Anlagen mitten in der Natur, die den Reiz ausmacht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnarch%C3%A... Samstag, 18. Februar 2012, 14:18 Uhr
acrobat
Wie versunkene Schiffe im Gedächtnis bleiben
Wir hatten einen sehr alten Lehrer, der sagte nach jedem zweiten oder dritten Wort das Wort „Ja“. Ein klassischer Fall verbaler Vermackung. (Für alle, die keine Schulzeit hatten: Man kennt das aus der „Feuerzangenbowle“). Ironie der Geschichte: Besagter Lehrer war Lehrer im Fach Staatsbürgerkunde (das versunkene Schiff). Da wir den Stoff eh langweilig fanden, machten wir also einen Sport daraus, seine „Ja‘s“ zu zählen. Es gab zwischen einigen Klassen regelrechte Wettkämpfe über den erreichten Ja-Ertrag je Stunde. Damals hielt uns das vom Lernen in diesem „wichtigen“ Fach ab. Heute denke ich mit einem verklärenden Lächeln daran zurück. „Ja“ (*grins*)- und das ist an dem Histörchen für mich bemerkenswert: Dieser schrullige Lehrer ist mir gerade wegen seines Ticks im Gedächtnis geblieben. Alle anderen Stabü-Lehrer habe ich (wirklich!) vergessen. Marotten können also Steigeisen der Erinnerung sein.
Samstag, 18. Februar 2012, 14:15 Uhr
acrobat
Achtung, es folgt Satire:
Mein Vorschlag für einen neuen Bundespräsidenten:
Es ist wie folgt vorzugehen:
Erstens:
Wir sammeln Speichel-, Urin- oder Haarproben von: Florian Silbereisen, Angela Merkel, Hella von Sinnen, Gregor Gysi, dem Hacker inferno, Joschka Fischer, Otto Walkes, Cindy aus Marzahn, Otto Krause, Boris Becker, Emma Schmidt, Facebooker Granate, einem bekifften Feuerwehrmann, Jürgen Trittin, Udo Lindenberg, Peter Schreier, Norbert Blüm, Die fantastischen Vier, Krankenschwester Uschi, dem Bahnhofspenner Spriti, Erich von Däniken, einer anonym bleiben wollenden Hobbyhure und Johannes Heesters. Im letzten Fall müssten wir seine Witwe um die durch ihn benutzte Zahnbürste bitten, da dieser für unsere Zwecke leider viel zu früh verstorben ist.
Zweitens:
Wir begeben uns in ein Genlabor von Dr. Aleman Mabuse.
Drittens:
Wir lassen uns von dem HARTZ IV-suventionierten Laborteam den Bundesklonpräsidenten erschaffen, sprich klonen.
Viertens:
Wir schlagen das Monster in einem pseudo-demokratischen Verfahren im Rahmen einer konspirativen Nacht- und Nebelaktion für die rückwirkende Nachfolge vor.
Fünftens:
Wir freuen uns alle über den querschnittsgelähmten genlädierten Durchschnittsrepräsentanten des Deutschen Volkes, der uns alle überleben wird und damit Anwärter auf einen ewigen Ehrensold ist. Im übrigen wird der immun sein gegenüber jeder bildhaft schönen Pressefreiheit.
Samstag, 18. Februar 2012, 13:42 Uhr
PestKrause
Ich weiß nicht, ob es als Spleen zu bezeichnen ist, aber ich kenne Fotografenkollegen, die sich z.B. bei Livekonzerten gern auch auf die Füße/Schuhe der Künstler konzentrieren. Ich selbst eingeschlossen.
Ich habe das Thema vorgestern auf der Bildungsmesse didacta in Hannover variiert und mir mal die Fußbekleidung der Besucher (vornehmlich Lehrer, ganz klar) zu Gemüte geführt. Interessante Einblicke! Hier der Link zu den Bildern:
https://skydrive.live.com/#cid=C0F5280CB8566D21...
Interessant waren übrigens auch die Formen der Bepackung der Besucher. Mitnahmementalität at it's best:
https://skydrive.live.com/#cid=C0F5280CB8566D21... Samstag, 18. Februar 2012, 13:41 Uhr
magentis1984
@bettinabauch
Äh, ja , und? Ich mag Fougère-Düfte einfach nur besonders gern. Andere bevorzugen eben Chypre oder Aquatisches. Samstag, 18. Februar 2012, 12:59 Uhr
bettinabauch
@Soshura, "ist eigentlich unbewusstes „Falschspielen strafbar? ;-) " - Nein! Aber wenn man es wahrnimmt, ist es dann noch unbewusst ? :-)
@magentis1984, "Jo! Bin eh ein Fougère-Junkie " - stammt diese Aussage nicht von Dir? :-)
@Bellis, ha! Wusst' ich's doch! :-) Samstag, 18. Februar 2012, 11:39 Uhr
acrobat
Ein paar Fragen zur Sendung, die mir beim Nachdenken über das Thema in den Sinn gekommen sind.
Ist jemand mit einer Macke im Augenblick seiner Schrulligkeit etwas ver-rückt? (ver-rückt ist kein Schreibfehler). Mit anderen Worten: Liegen Marotten, Schrullen, Macken, Spleens, Ticks innerhalb einer psychischen Norm oder bedürfen sie der Behandlung?
Oft leidet man zwar als Schüler unter den Schrullen seiner Lehrer. Doch werden nicht diese im Alter, in der Rückschau auf das eigene Leben, zu liebenswerten, belachten Erinnerungen? Oder anders gefragt, was macht die Zeit mit den Marotten?
Ist man durch die Liebe in einen Zustand versetzt, Spleens des anderen zu ertragen - sogar zu lieben? Ich könnte auch fragen: Was macht die Liebe mit den Macken des Partners/der Partnerin?
Wie geht man mit den Macken eines Kollegen um? Wenn diese sich zum Beispiel im Kundenkontakt so auswachsen, dass sie geschäftsschädigend werden können?
Der Wehrdienst in der DDR war wohl für die meisten keine schöne Zeit. Doch, Gott sei Dank, es gab die Vorgesetzten. Über die Marotten der Offiziere wurde kompanieweise gelacht. Sie wurden von Soldatengeneration zu Soldatengeneration weitergetragen und durch Ausschmückung veredelt. Haben wir es hier mit einem Phänomen zu tun, das belegt, wie Macken und Marotten der anderen uns helfen, widrige Lebensumstände zu ertragen?
Samstag, 18. Februar 2012, 11:23 Uhr
Carsten_Tesch_FIGARO
Das hat Spaß gemacht! Hella von Sinnen ist heute nicht live ansprechbar. Original-Ton: 'Sie haben keine Vorstellung, was hier los ist, oder?' Sie meint: Karneval in Köln. Deshalb haben wir das Gespräch mit ihr aufgezeichnet. Was ich sagen will: sie war sooo sympathisch, so selbstironisch und freundlich mit den Macken ihrer Kollegen. (Sie hat ja gerade ein Buch gemacht über Spleens, darum mit ihr das Expertinnnen-Interview.) HvS läuft 20 vor 3 und wir können das Buch verlosen. Stay tuned :) Samstag, 18. Februar 2012, 10:34 Uhr
Bellis
Na gut. bettinabauch hat mich durchschaut. Ich habe natürlich ganz viele kleine und große "Macken". Aber die verrate ich hier lieber nicht :o) Freitag, 17. Februar 2012, 22:57 Uhr
musicandus
"Unbewusstes" Falschspielen dürfte eigentlich nicht strafbar sein. Es sei denn, Juristen hätten dagegen auch Gesetze erfunden............;-) Freitag, 17. Februar 2012, 18:11 Uhr
Soshura
Ich bin ein Perfektionist. . . oder will einer sein. Und wenn ich es gerade hasse an mir selbst, dass ich es bin, versuche ich - fast perfekt - das Gegenteil dessen zu werden.
ist eigentlich unbewusstes „Falschspielen strafbar? ;-) Freitag, 17. Februar 2012, 16:47 Uhr
Fussel
Ich bin kein Pedant. Ich hasse es nur, wenn jemand die Dinge anders macht als ich: Sei es, beim Abwaschen nicht zuerst die Gläser zu spülen oder die Messer falsch herum in den Besteckkorb zu stellen, wenn die Rolläden beim Öffnen nicht bis ganz nach oben gezogen werden, das Buttermesser auf den Tisch, statt an den Teller gelegt wird, oder wenn nach dem Duschen der Duschvorleger nicht zum Trocknen aufgehängt wird.
Aber ich bin kein Pedant. Und Macken habe ich auch nicht ;) Freitag, 17. Februar 2012, 16:00 Uhr
magentis1984
Aber ich glaube Bellis, Was sie sagt.
Ich habe überlegt, aber ich kann bei mir selbst ebenfalls keine konkrete Macke oder Schrulle entdecken. Ich bin einfach ordentlich und aufgeräumt, weiter Nichts. Ich denke hochpragmatisch, bin unkreativ und habe keine Extravaganzen oder Auffälligkeiten exzentrischer Art. Ich bin einfach mechanisch. Freitag, 17. Februar 2012, 14:47 Uhr
magentis1984
Das ist doch kein Spleen, sondern einfach Interessengebiet. Freitag, 17. Februar 2012, 14:35 Uhr
232gru
Ich liebe neben meiner Familie jeglich Art von Pilzen, sogar die ganz giftigen (natürlich nicht essfähigen) und die ganz großen wie der Parasol, der des sommers fast an jeder Straßenecke anzutreffen ist. Das führt bei mir dazu, dass ich mich mitunter in der Mittagspause auf die Suche begebe. Meine Frau findet das manchmal auch schon lästig. Ich nehms mit Humor. Siehe auch die Gruppe Freitag, 17. Februar 2012, 14:31 Uhr
magentis1984
Ich bin genau wie Dieter Nuhr:
"Ich bin kein Pedant. Ich hasse es nur, wenn Dinge nicht senkrecht liegen." ;-)) Freitag, 17. Februar 2012, 12:31 Uhr
bettinabauch
@Bellis, das glaube ich Dir nicht! Frag mal die anderen! Sicher findet deren einer einen Tick an Dir :-)
Säuglingsbruder, musicandus, die Marotte mit dem Blick in jeden Kinderwagen kann ich voll nachvollziehen. Ebenso zieht es mich in jede Kirche hinein. Und ich habe die Marotte solche Kirchgemeinden zu lieben, die die Marotte haben, ihre Kirchentüren stets für jedermann geöffnet zu halten. Ja, und drittens habe ich die Marotte, die Marotten der anderen zu lieben.
Was ist eigentlich Marotte und was ist "normal"?! Freitag, 17. Februar 2012, 11:52 Uhr
Bellis
Leider bin ich völlig tickfrei und habe auch sonst absolut keine Macken, Spleens oder gar Marotten ;o) Deshalb kann ich leider nur über andere schreiben. Z.B. über meinen Kater.
Der rastet fast jedes mal richtig aus, wenn er mich mit einer Strumpfhose in der Hand erwischt. Zuerst wird die Strumpfhose attackiert, dann meine Hand, die sie hält. Deshalb habe ich, sobald es draußen kalt wird, oft heftig zerkratzte Hände. Eine Bekannte erzählte mir am Mittwoch von ihrer Katze, die immer mit allen sieben (!) Bürsten, die sie "besitzt", gekämmt werden muss. Wenn eine Bürste vergessen wird, macht sie Ärger. Auch in die Tierpension, in die die Katze während des Urlaubs gebracht wird, müssen immer alle sieben Bürsten mit. Der Kater meiner Tante ernährt sich ausschließlich von rohem Rindfleisch. Kommt etwas anderes auf den Tisch, dann kann er tagelang in Hungerstreik treten. Dann gab es da noch dieses ganz spezielle Meerschweinchen. Wenn es frei in der Wohnung herumlief und Besucher an der Tür klingelten, wurden diese in bester Kampfhundmanier vom flauschigen Nager angegriffen.
Wobei ich mir bei diesen tierischen Marotten nicht ganz sicher bin, inwiefern sie vielleicht auch ein Spiegel ihrer spleenigen Herrchen oder Frauchen sind :o) Freitag, 17. Februar 2012, 09:58 Uhr
deichschaf
Moin...grade habe ich die Tulpen auf dem Schreibtisch begrüßt :O)
die Hofbotanik schweigt momentan..zu kalt..
nach dann eben mit Gebärdensprache , hö.
ich wollte noch bemerken, dass ich kaum Schafe sammel...also kaum.
In meiner Amtsstube steht allerdings eines...in Schäferhundhöhe...welch Symbolik...
von den Kollegen...
resp. meiner Arbeitsherde .
und nu ist aber gut ..
;O)
Freitag, 17. Februar 2012, 05:40 Uhr
ghic
@hans: das ist aber eine fiese Frage, das mit den Sprachen. Da musste ich ja richtig nachdenken.
Es ist ehrlich gesagt wirklich unterschiedlich, ganz wie ich gelaunt bin. Und dann gibt es Pflanzen, denen kann ich nur vorsingen, z.B. den Orchideen.
Ich habe eine Ufo-Pflanze, mit der rede ich luxemburgisch, mit dem Pfennigbaum deutsch, aber mit den Kräutern Italienisch - da bin ich kategorisch. Die brauchen das. Und dann gibt es den Bambus, da bin ich unentschlossen. Ehrlich gesagt, mit dem habe ich noch gar nicht geredet.
Aber der kleine Gingko, der kriegt immer etwas vorgesummt, und ich bewundere ihn, weil er so schön ist. Das sage ich ihm auch, er hat jetzt schon sechs Jahre lang alle Umzüge überlebt.
Freitag, 17. Februar 2012, 01:19 Uhr
yvokiwi
So grundsätzlich wäre ich mit der Butterentnahmetechnik bei Gästen nicht. Ich dachte bei der Beschreibung eher an meine Kinder, die so etwas inzwischen nicht mehr machen Freitag, 17. Februar 2012, 00:22 Uhr
Hans
2 Fragen will ich vor dem Schlafengehen noch loswerden: Wir haben uns jetzt ja geoutet. Wie aber steht es um Macken u.ä. bei ModeratorInnen? Und an @ghic: Sprichst du italienisch oder deutsch mit deinen Pflanzen. Was kommt besser an?
Und noch was: Die Buttermacke kenne ich auch. Mir ist das eigentlich egal, wenn man das einigermaßen ordentlich macht und mit dem Messer nicht zuvor gerade in was anderem rumgestochert hat. Aber wenn ich irgendwo zu Besuch bin, warte ich vorsichtig die Butterentnahmetaktik der Gastgeber ab, um mich nicht unbeliebt zu machen. Freitag, 17. Februar 2012, 00:18 Uhr
cornelia
Macken sind im Alltag nicht mehr weg zudenken. In den Großstädten sieht man jeden Tag welche.
Ganz deutlich wurde mir die Macke als ich bei meinen Gasteletern in Manchester im Garten saß und mein Gastgeber in der Abenddämmerung wie einer Fledermaus mit den Armen rudernd durch den Garten lief : "Mit den Worten -Ich bin eine Fledermaus...!" Anfangs dachte ich: "Jetzt hat er eine Macke..."
Doch dieser besonders schräge Humor der Engländer zeigt, man sucht nach etwas besonderem, skurilem, um durch den Alltag zu kommen. Der Englische Humor ist dabei nicht der Schlechtetste. Donnerstag, 16. Februar 2012, 23:10 Uhr
deichschaf
das ist ja schrecklich!!!!!!!!!!!!!!!!!! Donnerstag, 16. Februar 2012, 19:24 Uhr
yvokiwi
Ich kenne genug. Die Butter wird in ein Fass gegeben und von oben nach unten abgeschabt. Donnerstag, 16. Februar 2012, 19:20 Uhr
deichschaf
meine Sie es gibt Menschen , die Butter schaben??????? Donnerstag, 16. Februar 2012, 19:18 Uhr
yvokiwi
Bene, dann sind wir schon zwei ^^
Donnerstag, 16. Februar 2012, 19:16 Uhr
deichschaf
...isch schneide....^^ Donnerstag, 16. Februar 2012, 19:15 Uhr
yvokiwi
Es gibt sehr schöne Tubenaufrollhilfen, die Tubengemetzel vermeiden helfen ;-)
Bei Butter bin ich übrigens auch empfindlich. Es gibt Menschen, die schaben die ab. Das geht gar nicht.
(Also doch zwanghafter, als ursprünglich gedacht)
Donnerstag, 16. Februar 2012, 19:12 Uhr
deichschaf
...also, waaaaaaaaaaaaaaas bitte schön sollen Wäscheklammern sein? ...
kenne ich nicht...
resp. ich habe kein Erinnerungsvermögen mehr...ich gestehe..ich kann auch nicht unsere Miele bedienen.....
natürlich wird die Wäsche durch die Gattin wie mit dem Linial gezogen , aufgehängt...und möglichst glatt...
ich habe ihr mal ne Wasserwaage gereicht..oh, da wurde böse geschaut....^^
@ Hans ...mit Blumen sprechen ist normal..keine Macke.
Zumindest rede ich mit der Hinterhofbotanik sehr ausführlich.Bisher hatte ich das Gefühl verstanden zu werden und...es gab bisher selten Streit.
Über Zahnpastatuben äußere ich mich jetzt nicht...da haben meine Söhne ganze Arbeit geleistet ..dass ich hier für IMMER schweige.
Solange Macken einem das Leben nicht so schwer machen, dass man wohlmöglich leidet oder krank wird,
...finde ich sie sehr empfehlenswert. Donnerstag, 16. Februar 2012, 19:07 Uhr
meyertomas
Bei mir gingen Pflanzen immer ein. Nun hab ich künstliche, und die verbreiten eine tolle Atmosphäre. Das beste daran - ich brauche nicht mit ihnen zu sprechen. Donnerstag, 16. Februar 2012, 19:07 Uhr
Lauramarie
Meine Oma verwendete weder das Wort Macke, noch Tick bei ihr waren es Schrullen ( im Englischen Spleen) und es fiel auch schon mal der Begriff, der/ des schrulligen Alten......woran wieder erkennbar ist, dass Sprache lebt....
Donnerstag, 16. Februar 2012, 17:40 Uhr
Hans
Mit seinen Pflanzen reden, klingt zwar nach Macke, aber man weiß inzwischen doch, dass Pflanzen nicht so unsensibel sind, wie die meisten von uns denken. Vielleicht ist uns diese Welt so verschlossen, weil wir keine Sinnesorgane zur Wahrnehmung pflanzlicher Kommunikationsversuche haben. Andererseits, wer mit seinen Pflanzen spricht, pflegt sie auch erheblich einfühlsamer. Allein das läßt die Zimmerpflänzchen schon glücklich weitergedeihen.
Ein Aufreger in vielen Famiien ist die Macke, nicht die Zahnpastatube nach Gebrauch wieder zu verschließen und dann auch noch an der Tube herumzudrücken, als wäre sie eine Wurst. Ich bin auf ordentliche maximale Ausbeute aus,und drücke sie von unter nach oben aus - und verschließe sie. Donnerstag, 16. Februar 2012, 16:58 Uhr
Christiane
@musicandus
goldener Ring - so passiert in Paris Metrostation Iena. Im Nachhinein lustig für mich, die ich die Kartenlesung übernommen hatte. nachdem wir oft die Station Iena nutzten, sprach ich sie wie geschrieben aus, da sagte mein damals noch jüngerer Sohn "Mama, spricht das richtig aus. Merkst Du nicht, dass die Station Jena heißt - Schlacht - Napoleon usw.". find ich heute noch gut
Spleen: mit Blumen sprechen mach(t)e ich auch, aber die Orchide hat trotz Exklusivpflege und frühmorgendlicher Besprechung ihre (wahrscheinlich zu viel) angesetzten Blüten letztendlich NICHT geöffnet. Ich bocke jetzt - wird nicht mehr besprüht und schweigend gegossen.
Mein Mann muß als letzte Handlung vor Abreise in den Urlaub die Wohnung saugen... Donnerstag, 16. Februar 2012, 16:50 Uhr
Barbara
@musicandus: Das mit den Taschentüchern lasse ich dir noch durchgehen. Aber darüber lächeln, wenn jemand mit seinen Pflanzen spricht, also nein....
Ich spreche immer mit allen meinen Zimmer- und Gartenpflanzen und man wird es nicht glauben, sie antworten mir, indem sie prächtig wachsen, blühen und Früchte tragen. Und bin ich mal für ein paar Tage nicht zu Hause und ein stummer Fremdling versorgt die Pflanzen, dann sehe ich sofort das Ergebnis - sie hängen traurig in ihren Töpfen herum, was sich aber schnellstens ändert nach einem Gespräch "unter vier Augen". Donnerstag, 16. Februar 2012, 15:49 Uhr
yvokiwi
Schnorrer gab es schon immer. Früher fiel es hier vielleicht nicht so auf, weil sich Sachen organisieren Gang und Gäbe war und das Privateigentum keine Bedeutung hatte. Donnerstag, 16. Februar 2012, 14:56 Uhr
meyertomas
Kleinschreiben allgemein, ob im PC oder Brief, ist für meine Begriffe auch keine Marotte, sondern Ausdruck eines "Weg des geringsten Widerstandes" oder "Ich mache es mir halt einfach" oder ganz einfach nur Faulheit, seinen Grips anzustrengen, um der eh schon durch die Reform verschandelten anspruchsloseren Rechtschreibung noch eine Etage an Niveau zu unterbieten. Versuchen wir doch mal, ein Buch nur mit Kleingeschriebenem zu lesen ... Donnerstag, 16. Februar 2012, 13:49 Uhr
meyertomas
Schnorren ist auch nicht bloß ein "Charakterfehler", sondern ein bewußter und vorsätzlicher Vorgang, der ein Teil einer entsprechend gearteten Persönlichkeit ist, sich ohne eigene Anteile Vorteile zu verschaffen. Was nicht selten heutzutage unterstützt, wenn nicht gar gefördert wird. Donnerstag, 16. Februar 2012, 13:45 Uhr
ghic
da gebe ich @yvokiwi recht:schnorren ist keine macke - sondern weit entfernt davon.
ach ja, das mit den wäscheklammern: die sind es, die gleichfarbig sein müssen an einem kleidungsstück.
ist kleinschreiben im blog auch eine marotte?
@musicandus: meine pflanzen haben sich bislang über die meine regelmäßigen und immer liebevollen monologe nicht beschwert.
Donnerstag, 16. Februar 2012, 13:22 Uhr
musicandus
....mal noch ne ausgefallene Frage: Manche glauben, wenn man mit Pflanzen spricht, gedeihen sie besser.
Hat da jemand entsprechende gute Erfahrungen oder ist das auch "ne Macke"?
(ich wage jetzt nicht, darüber zu lachen oder zu lächeln...... - doch, ich lächle!) Donnerstag, 16. Februar 2012, 12:56 Uhr
yvokiwi
Schnorren auf Kosten der Allgemeinheit oder Schnorren unter Freunden?
Macke, Tick, Marotte oder Charakterfehler?
Meiner Ansicht nach letzteres. Donnerstag, 16. Februar 2012, 12:52 Uhr
Richard
Macken?
Also "schnorren" wie es offensichtlich heutzutage im großen Stil betrieben wird, finde ich zumindest nicht gerade liebenswert... Donnerstag, 16. Februar 2012, 11:57 Uhr
yvokiwi
@ghic Ich habe nur Holzklammern und einen Holzwäscheständer, weshalb sich die Farbsortierung erübrigt.
Da ich Wäsche nach Farben sortiert wasche und sowieso nur bestimmte Farben bei mir Einzug halten, ist das nicht so problematisch, die Farbsortierung auf der Leine, weil sie schon vorher sortiert war.Hemden etc. kommen sowieso auf Bügel zum Trocknen.
@musicandus. Bei mir werden alle Taschentücher gebügelt, sonst könnte man sie nicht so nett aus der Tasche ziehen. Was aus Frottee ist, Unterwäsche etc. bügele ich nicht.
@ghic Diese unsere Macken könnten auch Bestandteil der zwanghaften Anteile unserer Natur sein, die bei mir sonst nicht so ausgeprägt ist - außer bei vollgekrümelten Oberflächen und schmutzigen Sanitärkabüffchen. Donnerstag, 16. Februar 2012, 07:44 Uhr
ghic
@ deichschaf und yvokiwi
das paßt - und zu mir ganz gut, das mit dem wäscheaufhängen. ich nehme nämlich kategorisch bei einem wäschestück die gleiche farbe und die gleiche art wäscheklammer, also nicht gelb mit blau und dick mit dünn mischen, bitteschön. daher bin ich auch die einzige, die meine wäsche aufhängen darf.
und beim kaffeemachen kommt immer ein kleiner löffel für die kanne dazu und etwas salz. leider klappt das nicht mehr bei der espressomaschine....
(je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr wird mir bewußt, wie sehr mein leben mit meinen macken verbunden ist)
@yvokiwi: ein liebenwertes und positiv besetztes thema, diese woche - das finde ich auch. und daher kann ich mich immer noch nicht damit anfreunden, es in der nähe des internetmobbings oder welchem mobbing auch immer, zu finden.
@carola_m. dann sollte man vielleicht auch mal die macken und spleens der menschen im kontext ihrer arbeitswelt betrachten und den problemen, die sie, die macken, dabei machen können, oder?? Donnerstag, 16. Februar 2012, 01:23 Uhr
musicandus
Ist es eigentlich eine Macke, ein Tick, eine Marotte oder ein Spleen, wenn man Taschentücher nach dem Waschen bügelt?
(Aua!!! Jetzt werde ich von meiner Regierung an den Ohren gezogen..................Auaaaah! Loslassen!!!!
Ich muss aufhören - Gute Nacht!) Donnerstag, 16. Februar 2012, 00:17 Uhr
yvokiwi
Da musst Du mal nach Halle kommen @musicandus, denn genau dieses Spielchen ist mir vor drei Tagen in der Grossen Steinstraße mit einer Russin begegnet, die einen superfetten Goldehering angeblich verloren hatte und mich hinterher um Geld bat. Beinhart, wie ich bin und so völlig verdutzt von der Situation bin ich meines Weges gegangen. Bei mir bekommen nur Leute Geld, die im Freien ihre Instrumente bewegen.
@deichschaf Ich bin auch so eine, wie Deine Frau, die beim Wäscheaufhängen eine straffe Systematik entwickelt und nur eine meiner Töchter kann das nachvollziehen, weshalb ich meist selbst die Wäsche aufhänge, an der Luft am liebsten und so, dass wenig Bügelarbeit dabei entsteht. Mittwoch, 15. Februar 2012, 19:48 Uhr
musicandus
Seit meinem Besuch in der französischen Hauptstadt trage ich einen dicken goldenen Ring in meinem Portmonee mit mir herum. Ich "erwarb" ihn auf folgende Weise: Am Place de la Concorde
kam mir eine sehr ansehnliche junge Frau entgegen. Kaum waren wir aneinander vorbeigegangen rief sie hinter mir her. Ich sah sie in der Hocke und sie spielte mir vor, diesen Ring gerade gefunden und aufgelesen zu haben und wollte ihn mir geben. Ich wehrte ab, zeigte ihr meinen eigenen Ehering und meinte, sie könne ihn doch besser gebrauchen, da sie an ihrem Finger keinen hatte..... Ich kam nicht umhin, ihn duldsam anzunehmen. Aber sie bat mich um etwas Geld für eine Tasse Kaffee. Ich gab ihr 2 Euro. "Och bitte", sagte sie "drei....!!" und ich gab ihr noch einen......
Seitdem habe ich in meinem Portmonee nur noch Kleingeld, etwa einen Betrag in der gleichen Höhe......für alle Fälle!
(Bislang hat sich die Anzahl der Münzen in meiner Börse noch nicht erhöht. Aber ich bin auch in keiner Weise wieder in eine ähnliche Verlegenheit geraten...............Schade!) - die Macke mit einem Talisman! ;-) Mittwoch, 15. Februar 2012, 19:05 Uhr
deichschaf
PS:
ich habe vergessen zu erwähnen, dass im Mini ein Teddy von Mr. Bean sitzt...also auf dem Beifahrersitz und den texte ich oft zu.....und wenn ich "the last night of the Proms" höre, hocke ich mit Union Jack vorm TV...
ja, und wenn ich Krabben pule, dann immer 5 in die Schale und die 6te in den Mund...ganz stur seit ich das von der Oma gelernt habe....wobei sie selten welche naschte...
Meine Frau sammelt Werbeschilder und hat einen Sinalco-Tick...und wehe ich hänge Wäsche schief auf...geht gar nicht...also wurde ich von dieser Hausarbeit suspendiert.
Schiefe Bilder erträgt sie nicht ( Loriot )
deshalb hängt eines meiner Bilder, in meiner Amtsstube, immer schief....da tobe ich mich dann aus.
Ja...also ich habe eigentlich kaum Macken... Mittwoch, 15. Februar 2012, 18:59 Uhr
alabama
Ich habe einen kleinen Talisman von meiner Mutter zwischen dem Kleingeld.
Es ist ein kleiner Aluring auf dem steht "ich bin dein Talisman und bring dir Glück".
Mehr Geld ist es im Portemonnaie nicht geworden aber man darf auch nicht zuviel erwarten. Mittwoch, 15. Februar 2012, 18:10 Uhr
yvokiwi
@Carola_Meinecke_FIGARO Stimmt schon, dass andere Themen noch eingebracht werden, die hier aktuell sind. Ich dachte nur, es soll der Hauptdiskussionsstrang für die Samstagsendung werden und wenn dann was anderes drüber steht, als das was diskutiert werden soll, dann könnte es unübersichtlich werden. Aber bis Samstag ist noch ein bisschen hin und ich schätze, da kommt noch etwas.
Macken, Ticks, Marotten ein lustiges und leichtes Thema und mit Facebook würde ich jetzt den Daumen nach oben kehren. Es gefällt mir. Mittwoch, 15. Februar 2012, 16:48 Uhr
musicandus
...........schnell mal rüber gucken zum Thema "Juckpulver im Gehirn. Nicht kratzen!"...!!!
Passt zum Thema für Leute mit "kleinen Meisen" und offeriert ein womöglich künftiges Kultbuch. ;-)
Mittwoch, 15. Februar 2012, 15:51 Uhr
Carola_Meinecke_FIGARO
@yvokiwi
Danke für den Hinweis, aber auch in den Einblendungen mit dem Community-Redakteur werden andere Themen besprochen, wie auch in der letzten Woche das Thema des Hörerforums
Vielleicht löst ja das Gespräch mit Martin Kohn eine weiterführende Diskussion aus und wir sprechen geziehlt in einer der nächsten Sendungen über das Thema "Mobbing im Internet".
L.G. Mittwoch, 15. Februar 2012, 15:48 Uhr
yvokiwi
Sehr schönes Zelt. Das gefällt mir gut, ganz in weiß!
Zum Arzt wirst Du ja wohl nicht gehen müssen.... Don Isi Mittwoch, 15. Februar 2012, 15:26 Uhr
yvokiwi
@Carola_Meinecke_Figaro Wenn es um Cybermobbing geht, hätte man das Thema Macken, Ticks, Marotten nicht hier einstellen müssen, sondern das Thema Cybermobbing oder macht noch eines über Cybermobbing auf, aber vermischt die beiden Themen nicht. Sie passen nicht zusammen.
Mittwoch, 15. Februar 2012, 15:25 Uhr
musicandus
Hey! @Isidorus! Mit vermeintlichen "Macken" bloß nicht zum Arzt gehen! - (Klasse Zelt!!)
Sie sind heilsam gegen abnorme "Normalitäten"...;-)
Mittwoch, 15. Februar 2012, 15:15 Uhr
Jenserich
Macken können interessant und höchst kreativ sein. So finde ich die nach Farben sortierten Kleidungsstücke incl. der Klammerfarben von "Danis" Tante höchst originell. Ich denke, so entstehen Kunstwerke. Was wäre Dali ohne seine Macken? Wer mal in der spanischen Kleinstadt Cadaques ist, sollte sich unbedingt diese Macken im Dali Museum anschauen. Toll, was er so gemacht hat. Auch wenn er so richtig schön verrückt war.
Wichtig ist, dass wir unter unseren Macken nicht leiden und Macken quälender Zwang sind. Beispiel: Eine Macke während meiner Schulzeit war, noch mal zurück zu gehen, um zu schauen, dass der Herd aus ist. Das war grausam. Dann sind Macken ganz übel.
Ist jetzt weg und das ist gut so.
Beste Grüße
Jens Sauerbier
Mittwoch, 15. Februar 2012, 15:09 Uhr
Isidorus
äh, ja, und ich sticke .... als Mann... und ich habe ein ganzes Zelt zusammmen mit meiner Donha mit der Hand genäht... , nämlich dies hier (das Zelt links)
http://chronico.de/images/content/articles/0000...
ist das schlimm, sollte ich mich beunruhigen, sollte ich gar mit meinem Spleen zum Arzt ???
wartet auf Diagnosen, Patient Isí Mittwoch, 15. Februar 2012, 15:03 Uhr
Carola_Meinecke_FIGARO
@Hans, @ghic ...Das Thema Cybermobbing gehört für mich auf jeden Fall mit in die Sendung, denn wir alle wüssten gerne, wie man in solchen Situationen reagieren sollte. Vielleicht kann Martin Kohn uns da ein paar wertvolle Tipps geben, und wenn wir dieses Thema in einem anderen Blog oder in einer der nächsten Sendungen noch mal vertiefen möchten, warum nicht?
Mittwoch, 15. Februar 2012, 14:43 Uhr
musicandus
Wenn Macken, Ticks, Marotten und Spleens (liebenswerte! - wohlgemerkt....;-)......) allein dazu da wären, um Andere zum Lachen, wenigstens zum Lächeln zu bringen, dann sollte man sie pflegen.........!
Lachen und Lächeln der Anderen erhellt den Hintergrund zu manchem Nebel, der uns so oft die Sicht versperrt...........;-)
Mittwoch, 15. Februar 2012, 12:39 Uhr
magentis1984
Zählt Schnupftabak auch schon unter Spleen? Mittwoch, 15. Februar 2012, 12:28 Uhr
Barbara
Auch ich kultiviere ganz bewußt eine Macke, und das kam so: Vor einigen Jahren wurde ich urplötzlich und ohne Vorwarnung schwer krank. Als ich aus dem Koma erwachte, lag ich einsam in einem Zimmer auf der Intensivstation, angeschlossen an zahlreiche Apparaturen. Ringsum mich alles weiss und steril. Das Einzige, was ich sah und was ich als "Leben" interpretierte, waren meine rot lackierten Zehennägel, die am anderen Ende des Bettes unter der Bettdecke hervorschauten! Seitdem betrachte ich es als meine erste Pflicht, immer korrekt rot lackierte Zehennägel zu haben, und glaube, das dies mein Talisman ist und mir mit diesem Lack auf den Nägeln nichts wirklich Ernstes passieren kann! Niemals würde ich, auch im Winter nicht, ohne rote Zehennägel auch nur einen Schritt tun! Und bisher, man glaubt es kaum, hat es auch wirklich geholfen.
Macke, Spleen, Aberglauben oder was auch immer - ich stehe dazu und lasse mich auch gerne deswegen belächeln. Mittwoch, 15. Februar 2012, 11:29 Uhr
dr_jehs
Manche Macken, Spleens, Marotten, Gewohnheiten bilden sich schon ganz früh im Leben aus, ohne dass diese den Kindern gezeigt wurden. Wir haben bei unserem Neffen als Baby beobachtet, dass er nur schlafen konnte, wenn er den Zipfel einer ganz bestimmten Windel, seiner Windel, in der Hand hatte und damit an der Nase spielen konnte.
Bei unserem Enkel Joschka, 18 Monate, beobachten wir beim Trinken der Flasche, dass er immer mit der anderen Hand an seinem Ohr rumspielt. Nur dann trinkt er richtig mit Genuss.
Bei einer alten Tante kann ich mich erinnern, dass sie sich vor dem Schlafengehen immer einen Knopf an das Laken nähte. Sie konnte nur einschlafen, wenn sie diesen zwischen ihren Fingern spürte.
.... Ob das doch vererbte Anlagen sind?
Jedenfalls machen uns unsere Macken, Spleens, Marotten und Gewohnheiten so unverwechselbar.
Auf dem Klo lese ich gern die Zeitung, denn: "Am besten du die Zeitung liest, da, wo du die Strippe ziehst!" Außerdem höre ich bei passenden und unpassenden Gelegenheiten oft FIGARO!
Lasst uns unsere Harmlosigkeiten pflegen, denn sie machen einen Teil des Lebensrythmus aus! Mittwoch, 15. Februar 2012, 08:51 Uhr
Hans
@isidorus: Ok, ich gebe es zu, geht auch mir so. Und dann noch. Ist mir erst nicht so aufgefallen,aber immer wenn ich im Großmarkt einkaufe, landet ein Hemd im Einkaufswagen. Jetzt habe ich die Bescherung sprich den Bügelberg. Kaputte Kleingeräte kan ich nicht einfach wegwerfen, sie werden ausgeschlachtet, könnte man ja vielleicht noch gebrauchen. Mobbing und Gewalt in der Schule wären mir zu wichtig, um sie hier bloß nebenher mit abzuwickeln. Mittwoch, 15. Februar 2012, 08:21 Uhr
Isidorus
Ich telefoniere nicht gern, zählt das als Macke ?
ansonsten völlig normal exzentrisch, Don "El Loco" Isí Mittwoch, 15. Februar 2012, 08:05 Uhr
yvokiwi
Ich schließe mich @ghic und ihrer Auffassung an, dass das Mobbing von Schülern mit dem Thema Macken, Ticks, Marotten nichts zu tun hat, sondern einen eigenen Blog bräuchte.
Ich fände es schade, wenn dieser Blog zum anderen Thema hin verbogen würde.
Meine Macken sind wenn ich die Beiträge hier durchlese, ziemlich weiblich.
Ich kaufe mir in allen fremden Städten Papier, Schreibpapier, schöne Postkarten (schwarz-weiß)
besondere Papiere und hebe mir schöne Papiere auf, auch z.B. Baguetteverpackungen um sie meinem Fundus einzuverleiben und zu passender Gelegenheit weiterzuverwerten.
Ähnlich geht es mir mit Bändern und Fäden. Ich habe für jede Farbe das passende Garn und ein buntes Sammelsurium an Bändern. Ich hebe sie auf, wenn sie ein Geschenk umbandeln und bügel sie wieder glatt.
Auch bei mir gibt es immer frische Blumen, deren Duft durch das Haus zieht, ich schalte morgens das Radio an und ich gehe NIE in den Zoo. Würde allenfalls mal eine Ausnahme machen, wenn ich meinen Enkel ausführe.
Mittwoch, 15. Februar 2012, 07:50 Uhr
meyertomas
Eine Macke, die früher wie heute einigen gar recht schwer werden kann. Will sagen, manche Macken sind harmlos und liebenswert, manche dafür gefährlich. Mittwoch, 15. Februar 2012, 06:47 Uhr
almaviva
Lieber musicandus,
Ihre "Macke" besteht darin, dass Sie neugierig sind, und das ist eine sehr gesunde Lebenshaltung. Mittwoch, 15. Februar 2012, 01:30 Uhr
musicandus
Tja, das Merkwürdige ist, dass manche Männer die Frauen nur ins ganz besonderen "Studios" ertragen können......;-) Mittwoch, 15. Februar 2012, 00:50 Uhr
almaviva
Glenn Gould hat übrigens noch eine andere Bedingung gestellt: Eine Kamera filmt seine Hände, und zwar roh und ungeschnitten, ganz abgesehen davon, das er keine Frauen im Studio ertrug. Schon eigenartig, oder? Mittwoch, 15. Februar 2012, 00:38 Uhr
musicandus
"Nicht selten stresst man ja damit seine Umgebung, nötigt zu viel Toleranz"........
Fände ich ja nicht schlecht, wenn Macken, Ticks, Marotten und Spleens zu Toleranz nötigen...... ;-)
Es gibt zu wenig Schulen, die zu Toleranz ermuntern und erziehen........
Wenn die Schulen es nicht können, dann müssen es eben Macken, Ticks............usw. zu Wege bringen........................;-) Dienstag, 14. Februar 2012, 23:47 Uhr
almaviva
Ich zitiere nicht den "Faustus", denn das darf ich hier nicht, ich nutze stattdessen eigene Worte, die natürlich nicht annähernd so gut sind:
Der Meister arbeitet an der Fuge, an der Großen Fuge in C, er wütet und heult, traktiert das Klavier, man traut sich nicht in die Nähe seiner Tür, geschweige denn, anzuklopfen, wobei er es ohnehin nicht gehört hätte. Man wartet mit dem Abendessen, hält es warm, bis einen der Schlaf übermannt.
Irgendwann mitten in der Nacht, alles schläft, sprengt er aus seinem Studio und verlangt nach Essen.
Erneutes Fluchen: Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? (Soll er wirklich gesagt haben!) Es waren der Stunden sechs an der Zahl, aber die Fuge, die Große Fuge in C schritt voran.
Die Anekdote ist vielfach erzählt worden, plastisch und lebensecht nur in: "Doktor Faustus" (Thomas Mann) Dienstag, 14. Februar 2012, 22:53 Uhr
Hans
Abundzu sollte man mit seinen Macken, Ticks und Gewohnheiten kontemplativ umgehen. Nicht selten streßt man ja damit seine Umgebung, nötigt zu viel Toleranz. Gefährdet sind da m.E. ganz besonders Paarbeziehungen. Was anfänglich einen liebenswerte Macke war, kann im Alltag alsbald eine rechte Belastung für die Beziehung werden. Da hilft wohl nur rechtzeitige Offensive, wie auch sonst bei solchen Problemen; drüber reden, bevor der Himmel einstürzt.
Übrigens Marotte: Ein merkwürdiges Wort!? Im Röhrich (Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten) konnte ich nachlesen, dass dieses Wort aus dem Französischen kommt und ein Narrenzepter mit Puppenkopf bezeichnete. Heute meint man ja im übertragenen Sinn u.a. , einen merkwürdigen Einfall oder ungewöhnliches Hobby haben. Dienstag, 14. Februar 2012, 22:34 Uhr
almaviva
Es gibt auch zweckgebundene Spleens, Marotten und Gewohnheiten (um mal ein deutsches Wort einzuführen): Eine meiner Großmütter z. B., sagte auch Jahrzehnte nach Krieg und Not noch, "Kerze oder elektrisch Licht, eins von beidem!" Auch an Weihnachten und grade dann.
Ich persönlich hasse es z. B., wenn ein Gegenstand, am Frühstückstisch oder sonstwo, mit einer potenziellen Energie halbschräg auf einem anderen liegt, ich halte das nicht aus, ich muß es ändern.
Eins meiner Kinder ist nicht in der Lage, eine Bewegung mit dem Arm oder der Hand zu machen, ohne die Bewegung mit der anderen Hand zu wiederholen, zum Ausgleich der Energien, ich verstehe das.
Nach links geöffnete Kurven zeichne ich grundsätzlich mit der linken Hand, geht einfach besser. Dienstag, 14. Februar 2012, 22:30 Uhr
almaviva
Gott sei Dank gibt es, oder gab (leider) Leute, die dieses Thema umfassend geklärt haben:
http://www.youtube.com/watch?v=UXLvV6ovobc
Es sind die "Macken, Ticks, Marotten", die den Menschen ausmachen. Liebenswert, im Wortsinn, ist gerade das Außergewöhnliche, was jeden Menschen einzigartig macht. Dienstag, 14. Februar 2012, 22:08 Uhr
exUser
Ich habe eine Tante, die hat immer die Wäsche nach Farben sortiert aufgehängt und das mit jeweils farblich identischen Klammern...als Kind fand ich das lustig. Dienstag, 14. Februar 2012, 22:05 Uhr
Lauramarie
Ich kannte mal Leute, die haben sogar ihre Gläser mit Eingemachtem im Keller wöchentlich geputzt....welche Lebenszeitverschwendung! Dienstag, 14. Februar 2012, 22:03 Uhr
exUser
Ach ja...wenn ich so nachdenke: Ich hänge nie zwei gleiche Socken zum Trocknen nebeneinander und wenn ich zwei gleiche anhabe ist das purer Zufall...
Ich weigere mich beharrlich Dinge so zu tun wie man sie tut, nur weil man sie eben so tut...;)) Dienstag, 14. Februar 2012, 21:59 Uhr
Lauramarie
Lauramarie
Erst Macken und Marotten machen das Leben bunt!
Du sagst es @dani! Auch das eigene!
Dienstag, 14. Februar 2012, 21:56 Uhr Dienstag, 14. Februar 2012, 21:57 Uhr
exUser
...und ich zünde mir zum Malen immer eine Kerze an und ich habe einen Schlafhund der Hund heißt...;))
Und ich liebe die "Macken" anderer Leute, je ausgefallener umso schöner... Dienstag, 14. Februar 2012, 21:52 Uhr
Lauramarie
Ich meine,
seine Macken, Marotten einzugestehen, dazu gehört schon eine gesunde Portion Humor- nicht nur eigener...auch der unserer lieben Mitmenschen.
Und da, liebe ghic, kann ich carola_meinecke folgen....Kinder und Jugendliche sind unerbittliche Beobachter und können sehr schnell jemanden, der anders tickt, wie sie sagen, ausgrenzen, verspotten, mobben.Ob die Macke eine liebenswerte ist oder nicht.....
Ich weiss, meine Macken regen manche meiner Mitmenschen auf....aber ich bleibe dabei;
und spreche weiter mit allen Katzen/Katern , denen ich begegne ( die meisten antworten mir auch ;-)
ich schreibe weiter Echtpost an meine Freundinnen,
ich liebe weiter schwarze Pullover.
und mein Blauschaf heisst weiter Mähändy ...weil alle meine Figuren, Statuen usw. einen Namen bekommen.....
sollen die anderen doch den Kopf schütteln!
Dienstag, 14. Februar 2012, 21:48 Uhr
ghic
@carola_meinecke:
ein weiter bogen - von der liebenwerten macke zum mobbing in der schule.
so gesehen wird die "macke" gewertet, als angriffspunkt.
schade eigentlich.
eine macke, ein spleen - sie sind das, was einen menschen auch einzigartig macht.
und daher finde ich nicht, dass das thema mobbing in der schule zu diesem thema paßt.
meine macken?
zwar spinne ich nicht mit deichschaf aber vielleicht doch wie deichschaf und wie die rote locke und wie viele andere.
ich sammle auch schönes schreibpapier und angenehme federhalter aber das wollgarn lege ich aus, wenn ich den weg wiederfinden will ;-)
meine macke ist die deutsche sprache und um genau zu sein, das spielen mit den worten dieser sprache. das spinnen, eben.
und ich zähle die stufen wenn ich eine treppe rauf oder runtergehe. und ich nehme mir die zahl acht immer als maßstab.
außerdem habe ich immer irgendwo eine frische blume in meiner wohnung, wenn nicht, dann fehlt mit etwas.
und morgens schalte ich immer sofort das radio an (ratet mal, welchen sender!).
und ich gehe NIE in den zoo.
und immer noch singe ich im dunkeln.... Dienstag, 14. Februar 2012, 19:24 Uhr
deichschaf
....ein bisschen Spinnen ist eben auch eine Macke) :-)))
in der Tat, in der Tat! ;O)
zu Glenn Gould....seine Goldberg Variationen sind wunderbar...aber nur mit seinem begleitenden Summen!!! Dienstag, 14. Februar 2012, 19:18 Uhr
musicandus
Wow! Das ist ja ein richtig anstrengendes Thema! Eigene Macken, Ticks, Marotten und Spleens nimmt man selbst nicht so wahr wie diejenigen anderer, während die eigenen von anderen - entweder liebenswert oder nervend - eher registriert werden.......;-)
Na ja, okay, ich oute mich mit meinem Tick:
Immer noch gucke ich gern in Kinderwagen, die mir entgegen kommen - eine lohnendere Beschäftigung (Einkaufswagen schiebend) - auch beim Einkauf in einem Supermarkt, wo ich mich sowieso nie so wohl fühle.......
Der Blick in einen Kinderwagen ist wie ein Blick in die Zukunft - oder wie in einen Spiegel: lacht mich ein Kind an, dann fühl ich mich gut. Verzieht es das Gesicht, dann weiß ich, ich muss noch an mir arbeiten.......;-)
Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, in meinem nächsten Leben werde ich Kindergärtner oder Säuglingsbruder....
Ganz schöner Spleen! - nicht wahr!
(....ein bisschen Spinnen ist eben auch eine Macke) :-)))
Dienstag, 14. Februar 2012, 18:00 Uhr
yvokiwi
Mach's nicht @rotelocke, über Braun nachdenken. Braun ist die Farbe der Faulheit.
Dienstag, 14. Februar 2012, 17:07 Uhr
rotelocke
die normalen oder das normale macht die norm .. das ist die mehrzahl . wertfrei
die mehrzahl heisst aber nicht, dass die normalen gesund sind oder das normale richtig ist . und das ist eine bewertung
denn das ungewöhnliche drückt nur aus . dass man es nicht gewohnt ist .. kann aber noch werden
neu ist es
stimmt @Tom_Hartmann_FIGARO
grün ist meine lebenseinstellung .. zur zeit denke ich über braun nach
für meine umgebung ist mein grün ein spleen .. sie sollten meine mutter hören
Dienstag, 14. Februar 2012, 16:49 Uhr
Leopoldinchen
"Jeder ist normal, bis du ihn kennen lernst"
Ein Buch von John Ortberg, einem amerikanischen Pastor - ist für mich der beste Ratgeber, wenn ich mal wieder mit Menschen zu tun habe, deren Macken nicht gerade als "liebenswürdig" durchgehen.
Macken allerdings, daran besteht kein Zweifel, hat jeder. Ich denke, das ist das auffälligste Kriterium, mit dem wir uns von allen anderen Lebewesen unterscheiden. Und das Wundersame an ihnen ist wohl, dass sie eben so wandelbar sind - je nach dem Auge des Betrachters.
Die Frage ist vielleicht auch: Wie fühlt man sich denn wohl in einer Herde einfarbiger Schafe - Ton in Ton, andersfarbig oder gar bunt? Ich glaube, die Psyche braucht jede Erfahrung und man muss sich von Fall zu Fall entscheiden, wie offensichtlich man sich mit seinen Macken outet. Dienstag, 14. Februar 2012, 16:19 Uhr
Carola_Meinecke_FIGARO
Kleine Exzentiker sind ganz unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt: Mobbing in der Klasse, Erpressung, Körperverletzung. Dazu kommen Handys und das Internet, die immer häufiger für das Beleidigen und das Ausgrenzen von Schülern missbraucht werden.
Zu diesem Thema wird Carsten Tesch mit dem Autor des Buches "Tatort Schule: Was tun bei Mobbing, ..." im Gespräch sein. Von Martin Kohn wollen wir wissen, wie wir Probleme der Kinder rechtzeitig erkennen und wie Eltern ihre Kinder optimal auf gefährliche Situationen vorbereiten können, damit sie bei Konflikten richtig und sicher reagieren.
Martin Kohn ist Studiendirektor und Mitglied der Schulleitung eines Frankfurter Gymnasiums und kennt die Schwierigkeiten und Probleme an der Nahtstelle zwischen Grundschule und weiterführender Schule. Er ist Internet- und Medien-Coach und Experte für Erziehungsfragen für das Nachrichtenmagazin 'Focus' und der Zeitschrift 'LISA Schule & Familie'. Als freier Redakteur schreibt er für die Zeitschrift 'Schule & Co'.
Wir freuen uns, dass Martin Kohn Interviewgast in unserer Sendung am kommenden Sonnabend ist. Dienstag, 14. Februar 2012, 14:37 Uhr
meyertomas
Nun, das was als normal gilt (nicht das was normal ist) wird durch die Mehrheit festgelegt. Alles andere gilt dann als unnormal. Das heißt, wenn es eine Masse an verdummten Menschen gibt, gilt dieser Intelligenzgrad als normal - und die intelligenten sind die Dummen, da als abnormal geltend. Oder anderes beispiel, in einigen Volksgruppen gilt Fettleibigkeit bzw. überdurchschnittlich gutes Essen (mit seinen Folgen) als normal und das, was unserem "BodymassIndex" entspricht, als unnormal. Da es eine Definitionsfrage der gerade existierenden Mehrheit ist, ist alles im Fluß. Doch der Spleen oder die Macke ist lediglich eine Außengruppe, weder in Kategorie normal oder unnormal. Sondern anders. Und auch da gibt es zwei Gruppen - die einen, weil sie aufgrund ihrer Persönlichkeit eben so sind wie sie sind, nennt man fachsprachlich dann Persönlichkeitsoriginalitäten, was keine Krankheit ist. Und die zweite Gruppe, die sich durch ihre vielleicht selbst gewählte Macke aus dem Durchschnitt hervorheben will, um nicht in der Masse zu versinken. Auch ich selbst habe eine von vielen Macken - so fahre ich immer Lada, weil mein erstes Auto ein Lada war. Der Spleen dabei, selbst nach einem Auseinanderbrechen des letzten Ladas fahre ich wieder Lada. Die Außenwelt nennt es eine Macke und Dummmheit, aufgrund der bekannten häufigen Reparaturen und wenig komfotablen Fahrweise. Meine Gründe dafür sind die Bekanntheit der Fahreigenschaften (Gewöhnung) und gerade eben die Einfachheit. Dienstag, 14. Februar 2012, 13:40 Uhr
Tom_Hartmann_FIGARO
@Hans @yvokiwi @rotelocke
Eventuell steckt ja in Hans´ Bemerkung noch ein anderer Punkt. Die Relativität eines Spleens. Was für den einen ein Spleen ist, muss für den anderen ja noch lange keiner sein. Ist Rotelockes wortreiches Bekenntnis zum "Grün" nun wirklich Bekenntnis zu einem Tick, oder ist grün einfach nur die Lieblingsfarbe (oder das Lieblingsweißnichtgenau, weil Grün bedeutet Rotelocke ja offenkundig mehr als nur Farbe.) Wann ist der Punkt, an dem etwas zu einem Spleen wird? Dienstag, 14. Februar 2012, 10:09 Uhr
yvokiwi
@hans hier mitzumachen finde ich total normal. Was ist daran abwegig? oder mackenmäßig?
Dienstag, 14. Februar 2012, 06:56 Uhr
yvokiwi
@rotelocke Grün mit Crème und Blau und hin und wieder Spuren von Gelb und Rot nur als Farbtupfer, das isses. Dienstag, 14. Februar 2012, 06:55 Uhr
Ulrike013
.....erst die Normalität (was auch immer dies sein mag) macht die Macke zur Anormalität..............es ist vielleicht wie mit allen Gegensätzen des Lebens so.......................
Macken sind aus meiner Sicht, sehr sehr gute Verhaltensweisen um den geistigen Horizont zu erweitern, da diese den Blickwinkel erweitern......
eine Macke von Albert Einstein war z.B. sich wenig die Haare schneiden zu lassen um Geld zu sparen, oder öfter mal im Schlafanzug herumzulaufen, um weniger Wäsche anhäufen zu lassen Dienstag, 14. Februar 2012, 06:51 Uhr
rotelocke
es grünt sooo grün ........ ich liebe diese farbe in all ihren schattierungen und von gelb bis blau von hell bis dunkel
und manchmal kaufe ich es nur, weil es grün ist
und wenn ich es brauche, dann nur in grün
in meinem kleiderschrank ist es grün
um den kleiderschrank ist viel grün
und das schleicht sich durch die wohnung
ausser flur . ist blau . und küche unbedingt gelb ........ aber da haben wir es auch schon . kippt man flur mit küche und rührt . wird es grün
die farbe der hoffnung die zuletzt stirbt
die farbe der natur der triumpf über den winter
die farbe der kreativität die sich neugierig wandelt
nun, auch die der unreife .. hmmmmm das kind im mir
die farbe der ruhe und heilung
In einem bekannten Minnelied heißt es:
"Grün ist allem meinen Sinn
Ist der lieb ein anfing.
Grün soltn allezeit haben wert,
ob dein Herz dir lieb begehrt.
(...)
Grün soll niemant tragen,
der in lieb will verzagen."
Dienstag, 14. Februar 2012, 02:47 Uhr
rotelocke
was wir brauchen, sind ein paar verrückte leute: seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben (george bernard shaw)
für @hans Dienstag, 14. Februar 2012, 02:45 Uhr
Hans
Dass ich hier bei meinFigaro mitmache, mich hierundda auch mal oute, halten manche in meiner Umgebung für etwas verrückt. Mag sein. Aber hier ist man als Verrückter nicht allein, kann seine Kreativtät etwas ausleben, andere daran teilnehmen lassen. Das Leben ist viel zu kurz und viel zu schön, um es nur so dahin plätschernd zu vertun. einige Verrücktheit öffnet geradezu den Blick für Neues, Schönes. Mut zur Macke, gegen den Strom schwimmen, zumindest abundzu, kann ich als Empfehlung uneingeschränkt weitergeben. Dienstag, 14. Februar 2012, 01:57 Uhr
meyertomas
Der Milz wird unrecht getan, doch konnte man es damals nicht besser wissen. Und dennoch, aus dem heutigen Blickwinkel betrachtet, die Milz als Bluterneuerungsorgan bzw. zur Reinigung gedacht - wenn es also heißt, der da hat ja einen "spleen" - muß dieser nicht unbedingt verrückt sein. Sollte es uns eher Anregung auf etwas Neues sein, uns von alten Vorstellungen zu reinigen, den Blickwinkel zu verändern ? Bleibt dann nur noch das Problem von Menschen ohne Milz ... Montag, 13. Februar 2012, 22:26 Uhr
litteratrix5567
Erasmus von Rotterdam soll mal gesagt haben: Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
Oh was bin ich froh über meine kleinen "Angewohnheiten"... Montag, 13. Februar 2012, 20:32 Uhr
deichschaf
Alsoooo, da hier Schafe so speziell angesprochen werden...möchte ich mich, ausnahmsweise, mal dazu äußern...
so what:
ja ich mag Schafe , ach?speziell natürlich Deichschafe...^^
früher waren es Elefanten...aber wenn man es genau betrachtet , ist das Schaf irgendwie ein Mammut in Miniform...
ergo, ist die Entwicklung vom Elefantenfan zum Schaffan...nachvollziehbar.^^
Mein Domizil daheim ist nicht dem Schaf geweiht...( meine Anwesenheit reicht hinne! ) , aber es befindet sich hier natürlich ein Spinnrad ,ein Webrahmen und Wolle...in Massen
und im Eisschrank ist Lammfilet...hö...
Meine eigentliche Macke...das Horten von schönem Papier, Kolbenfüllern ( nur Pelikan..ok, ich habe einen Lamy aus Studienzeiten... ) rund ums Briefeschreiben...Tintenfässchen,Tinte etc.pp....alter Schreibtischutensilien...Locher ,Tacker usw.
Ich habe ein Schwäche für alles Britische...und jaaaaa: ich habe auch ein Kissen mit Union Jack aufm Sofa...
ich fahre einen Mini und habe die Queen neben meiner Oma im Ahnenregal stehen...
ich ging 25 Jahre nicht zu" Aldi" , weil die mal unhöflich zu mir waren...
wenn ich es genau betrachte ,habe ich kaum Macken, also minimale....eigentlich kaum erwähnenswert...
und zu vergessenen Wöööörtern..ich finde:
Lichtspielhäuser toll...und meine Gläser muss ich ab und zu auch mal suchen.
und so weiter...ich verliere mich grade irgendwie ..
aber das ist normal für Schafe
Montag, 13. Februar 2012, 20:07 Uhr
Caulfield
Die einen mehr, die anderen weniger.
Der Ausdruck selbst stammt aus dem Englischen für das Organ Milz (englisch spleen, griechisch σπλήν, splēn) sowie übertragen für „schlechte Laune, Ärger, Verdruss“. Die Milz galt als Sitz bestimmter Gemütskräfte und bei Erkrankung als Ursache für Hypochondrie.
http://de.wikipedia.org/wiki/Spleen
Montag, 13. Februar 2012, 19:49 Uhr
widderjan
Jeder Mensch hat doch Macken. Sind wir nicht alle ein bisschen plemplem?! Montag, 13. Februar 2012, 19:27 Uhr