Die Frage, ab wann etwas dem Müll zuzurechnen ist, scheint
auf den ersten Blick leicht zu beantworten. Es sind die
Abfallprodukte, die Sachen, die nicht mehr benötigt werden. Doch wo
verläuft hier die Grenze? Wird der Müll letztlich nicht aufbereitet
und wiederverwertet? Aber dann ist es ja gar kein Müll mehr,
sondern ein Rohstoff!
Dass wir in einer Wegwerfgesellschaft leben, ist offensichtlich.
Die ständig vollen Mülltonnen vor der Haustür beweisen uns dies
täglich. Jeder noch so kleine Artikel wird in einer aufwändigen
Verpackung verkauft - die dann zu Hause im Abfalleimer landet. Die
dabei entstehenden Mengen sind gigantisch. Nach Angaben des
Umweltbundesamtes verursacht jeder Deutsche durchschnittlich weit
über 500 Kilogramm Müll pro Jahr. Vieles davon ist umweltschädlich
oder wäre zumindest als Abfall vermeidbar. Was das
bedeutet, können Sie im FIGARO-Feature "Mülleimer
Ostsee" noch einmal nachhören, das auch schon bei meinFIGARO
diskutiert
wurde.
Datenmüll
Doch es entsteht in unserem
Leben nicht nur greifbarer Müll. Auch Datenmüll sammelt sich
mittlerweile zu unzähligen Gigabyte an, ob auf unseren Festplatten
oder im Internet. Denn wer sucht sich heute wirklich noch die
schönsten Fotos vom letzten Urlaub aus und löscht die misslungenen
Knipsversuche? Ruckzuck sammeln sich so zehntausende Fotos an.
Einen Überblick hat man so nicht mehr. Man mag sich ob dieser
Mengen auch die Urlabsfotos schon gar nicht mehr
ansehen.
Gedankenmüll
Auch unsere Gedanken sind
nicht frei von "Gedankenmüll". Dieser belastet unser Denken
oftmals, ohne dass wir es merken. Indem wir alte Probleme mit uns
herumschleppen, fehlt uns die Freiheit im Denken. Doch die
"Kopffestplatte" zu entrümpeln ist oftmals noch schwerer, als den
Datenspeicher im Computer zu leeren.
Was ist für Sie Müll und was nicht?
Können
Sie sich leicht von Dingen trennen? Welche drei Sachen würden Sie
niemals wegschmeißen - und warum nicht? Könnten wir in unserer
Gesellschaft überhaupt noch ohne Müll auskommen? Wie ließe sich
Müll vermeiden? Haben Sie vielleicht einen Trick, sich von Ihrem
"Gedankenmüll" zu befreien? Was ist überhaupt "Gedankenmüll"? Wie
schaut es bei Ihnen mit dem Datenmüll aus? Ist Ihre
Computerfestplatte randvoll mit Dateien, von denen Sie 99 Prozent
nie wieder nutzen werden?
Schwerpunkt-Thema der meinFIGARO-Sendung am Samstag, 11.
Februar 2012, 13:00-17:00 Uhr.


106 Kommentare
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nutzername
@acrobat wg. Lärm:
Kleiner Nachtrag zum LärmMüll - gerade darüber gestolpert:
Löwenzahn - Peter Lustig macht Krach
http://www.youtube.com/watch?v=nQ4LKHj3IzQ& ;...
Peters Frage habe ich mir schon oft in ähnlicher Form gestellt:
Die Nutzung der Papiercontainer z.B. ist ja nur zu bestimmten Zeiten gestattet.
Gleich daneben poltern aber im Minutentakt die Autos übers Kopfsteinpflaster.
Und die Autos sind um ein mehrfaches lauter + regelmäßiger als die Bedienung der Metallklappe des Containers.
Auch hier also *verkehrte Welt*.
Naja, dafür aber so 'ne Art Gedankenbrücke vom Papiermüll zum Lärmmüll.
Wenigstens *etwas*.
Übrigens fand ich das Gleichnis der lärmenden Erdkugel im Weltall mit dem Luxusschiff sehr schön (wenn auch traurig) beschrieben.
Und ja, auch ich bin relativ lärm-intolerant.
Insbesondere was *unnötigen*, *gedankenlosen* oder gar *rücksichtslosen* Lärm angeht.
Bei unangenehmen Gerüchen kann man sich ja noch die Nase zuhalten oder wohlduftender zunebeln.
Bei unangenehmen Anblicken kann man den Blick wenden.
Aber bei Geräuschen...?
Bezüglich nächtlichen Veranstaltungslärms und den lästigen Feuerwerken (klanglich mitunter vergleichbar einer Art Truppenübung) hatte ich übrigens schon Kontakt mit den städtischen Behörden.
Wenn da draußen also weitere Mitstreiter sind, die für ein bisschen Front gegen Lärm mobil zu machen sind, dann gern mich kontaktieren.
Wir sollten nicht nur reden, sondern vielleicht auch handeln...
:-) Montag, 13. Februar 2012, 22:08 Uhr
nutzername
- Freiheit für die Kresse-Igel!
- Wir schaffen die Million!
- Brot für die (Backöfen der) Welt
- ...und was der Mathematiker mit all dem zu tun haben könnte :-)
@PianoPerlhuhn
noch ein Nachtrag zum Thema Hundehaufen:
Ich glaube mich zu erinnern, auch schon von anderen Aktionen gehört zu haben.
In jenen Fällen wurde jedoch ein Blumensamen reingesteckt - wenige Tage später fing es dann an zu sprießen.
Und weshalb nicht einfach ein paar der schnellkeimenden Kressesamen drüberstreuen - à la Kresse-Igel in der Küche?
...ein ganzer Park voller Kresse-Igel ;-)))
@yvokiwi
Toll! Ich verweigere mich ja noch dem facebooken + twittern, aber wenn man das für solche Zwecke sinnstiftend anwenden kann, sollte ich mich wohl auch mal damit beschäftigen. Danke + Weiter so :-)
In diesem Sinne erlaube ich mir einfach, den Link zu der Petition gegen die Vermüllung der Meere noch mal "hochzuholen": http://www.expeditionmed.eu/petition/liste.php?...
@Rachel_Gehlhoff_FIGARO
@Fussel
...richtig, das mit den Tafeln.
Bei meinem Bäcker kann ich aber z.B. auch übriggebliebene Brote oder Brötchen vom Vortag zum halben Preis erstehen - und genau das tue ich auch hin und wieder. Es ist nicht schlechter, als wenn ich es am Vortag gekauft und es dann einen Tag liegen gelassen hätte.
Und der Bäcker freut sich, dass er es nicht anderweitig zweckfremd entsorgen muss.
In dem Dokumentarfilm "Frisch auf den Müll" = "Taste the Waste" wurde gar gezeigt, wie in einer mittelgroßen Bäckerei mit übriggebliebenen Backwaren geheizt wird, weil Brot einen ähnlichen Heizwert wie Holz hat.
Krass.
Auch wenn das mit dem Heizwert stimmen möge, aber wenn man die Primärenergie betrachtet, die für die Herstellung von Brot erforderlich war, d.h. vom Getreideacker über Zwischenlieferungen bis hin zum Backen - gar nicht gerechnet die menschlichen Mühen - dann ist das doch schon ein abartiges Abbild unserer Gesellschaft.
Noch etwas platter ausgedrückt: In diesem Falle wird Brot mit Brot gebacken, um dann mit dem gebackenen Brot Brot zu backen usw.
Ein böser Schelm, wer das einen "Kreislauf" nennt...
Ach, noch 'ne Idee/ These als eine Art persönliches Zwischenfazit:
Müll = Verschwendung
:-) oder eher :-/
Als PS noch ein Gedankensplitter zum Thema (Um-)Definitionen:
Was tut der eingesperrte Mathematiker?
Er definiert einfach: Innen = Außen. Montag, 13. Februar 2012, 17:11 Uhr
Fussel
@Rachel_Gehlhoff: In Deutschland sammeln die Tafeln in vielen Städten übrig gebliebene Lebensmittel von Bäckereien, Lebensmittelmärkten und Gemüsehändlern und verteilen diese dann an Bedürftige. Montag, 13. Februar 2012, 12:02 Uhr
Elevin
@Nutzername-danke für den "erleuchtenden " Beitrag. Trotzdem schade das immer das Ende der Kette,nämlich der Verbraucher für alles "büsen"soll.Zumal ICH keine 2 -3 Supermärkte in eine mittelgroße Stadt hole,die alle 3 volle Regale haben.ICH als Verbraucher kaufe auch keine Flächen an um sinnlose und nicht genutzte Gewerbegebiete zu schaffen die dann meist "vermüllen" und brachliegen...
Aber gut es ist müßig darüber zu diskutieren denn alles in unserem Leben ist von Lobbyarbeit durchsetzt an der man nur schwer was ändern kann.
Der Punkt ist das ich in meiner Garage auch noch 3 Kisten "Erinnerungsmüll" gefunden habe .Es sind meine Bücher aus Kinder und Jugendzeit von denen ich mich trotz mehrfacher Umzüge nicht trennen kann.Müll ist eben nicht gleich Müll :-))
Sonntag, 12. Februar 2012, 16:06 Uhr
Rachel_Gehlhoff_FIGARO
Diesen tipp hier bekam ich grad aus England - leider nur auf englisch, der link -
die Läden der Kette "pret a manger " versuchen, ihre Lebensmittel immer am Ende eines Tages an diejenigen zu verteilen , also: zu verschenken, die sie wirklich brauchen können. als charity gift.
http://www.pret.com/ Sonntag, 12. Februar 2012, 12:05 Uhr
Filip
Hallo an alle!
Falls ihr noch irgendwelche Fragen zum Containern auf dem Herzen habt, schießt los, ich beantworte sie gerne!
Sonntag, 12. Februar 2012, 09:45 Uhr
musicandus
@PianoPerlhuhn - die Gottesfrage habe ich nicht stellen wollen.....;-)
Aber wer auf diese Idee kommt, sollte ruhig ein wenig darüber - völlig ungezwungen natürlich - nachdenken.... Der Mensch schafft sich selbst - und ich schließe mich der ewig offenen Frage an, die Rachel erwähnt hat und die nie zu Ende gedacht werden wird: Wann ist der Mensch ein Mensch?...........
Samstag, 11. Februar 2012, 23:11 Uhr
yvokiwi
Ich hatte bei dem Thema schlimmste Befürchtungen, dass es eine trostlose Sendung wird, @Rachel und @Doris, aber sie hatte Charme und eine interessante Vielfalt. Gut gemacht. Kompliment! Samstag, 11. Februar 2012, 22:21 Uhr
yvokiwi
@nutzername Ich habe 33 Unterschriften gezählt mit denen, die ich über Twitter und Facebook ebenfalls ins Boot holen konnte, innerhalb der Sendezeit.
Es könnten aber viel mehr sein.
Ich habe z.B. lange gebraucht, bis ich Allemagne gefunden habe... Samstag, 11. Februar 2012, 22:18 Uhr
PianoPerlhuhn
Schade, dass das mit den Ludolfs für die Sendung nichts geowrden ist.... :-D Samstag, 11. Februar 2012, 20:09 Uhr
nutzername
Einkauf = direkte Demokratie
@Elevin
"Wer ist der Verursacher des Überflusses?? Jetzt nicht sagen der Verbraucher !!"
Ich befürchte, doch - sehr zu empfehlendes Buch dazu:
"Food Crash - Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr"
Ein fundiertes Kompendium, was all die Zusammenhänge gut verständlich und umfassend beleuchtet.
Sollte Pflichtlektüre in den Schulen sein.
Die (konventionell-industriellen) Nahrungsmittel sind viel *zu billig*.
Was "billig" ist, hat keinen "Wert" - weder beim Verbraucher, noch beim Händler.
Gegenvorschlag: Teurere bzw. "real-verpreiste" (Bio-)Produkte - möglichst vom *regionalen* Kleinproduzenten.
In der Politik haben leider entweder nur industrielle Interessenvertreter oder gewählte Verteter genau derjenigen, mitunter recht gedankenlosen Durchschnittsverbaucher das Sagen. Wirklich tiefgründige, weitblickende Engagierte werden über kurz oder lang von o.g. Überzahl untergebuttert, ausgebootet, gemobbt... notfalls hilft das Puhlen in der Lebensgeschichte.
Konsum, d.h. *jeder* Einkauf ist gelebte, direkte Demokratie - im Falle von Lebensmitteln sogar mit Wahl*zwang*:
Entweder man entscheidet sich für ein konventionelles Industrieprodukt - und unterstützt damit Raubbau, Verschwendung, Ausbeutung der Beschäftigten und Bereicherung bis Raffgier der Großunternehmer.
Oder man entscheidet sich für ein alternatives Produkt - und unterstützt damit im besten Falle regionale, verantwortungsvolle Kleinproduzenten.
Um diese Entscheidung kommt man nicht herum - es ist nur eine Frage, ob man diese bewusst trifft.
Die Politik halte ich hier für das schwächere Glied.
Im Übrigen:
Aufgabe der Wirtschaft und Industrie ist es *nicht*, Arbeitsplätze zu *schaffen*, sondern den Menschen *von Arbeit zu befreien* - was heutzutage dummerweise gleichbedeutend ist mit "Befreiung von Einkommen" - die dann von Maschinen erwirtschafteten Werte gehen aber leider nicht zu Händen des von der Arbeit befreiten Werktätigen. Arbeitsplätze zu schaffen mittels Förderung der *Industrie*, ist somit eine der größten Verballhornungen seitens der Politik.
*Kleinproduzenten* sind diejenigen, die wirklich Arbeitsplätze schaffen!
Deshalb: Direkte Demokratie ausüben bei jedem Einkauf, und verantwortungsvolle Kleinproduzenten unterstützen!
Auch wer im Stau steht und sich darüber beschwert, sollte sich dessen bewusst sein, dass er *selbst* Teil des Staus und somit Teil des von ihm kritisierten Problems ist.
Wer also selbst beginnt - ungeachtet evtl. unqualifizierter Kommentare oder Blicke der Mitbürger - der hat schon einen wesentlichen Schritt getan und ist nur zu beglückwünschen.
Nur nicht verzagen!
Ich mach jetzt mal weiter ;-) Samstag, 11. Februar 2012, 18:34 Uhr
Rachel_Gehlhoff_FIGARO
@musicandus :
ach wie gut ... ein neues (Ewigkeits!)Sendungsthema - "... und wessen Erfindung ist der Mensch ?" Vielleicht nennen wir es : "Wann ist der Mensch ein Mensch?"
@alle danke fürs Müllsortieren & und bloggen, und Zuhören! und Schönes Wochenende....
Samstag, 11. Februar 2012, 18:28 Uhr
PianoPerlhuhn
und schon kommt man wieder zur Gottesfrage..... :-D
In seiner Allwissenheit hätte Gott ja eigentlich "checken" müssen, dass der Mensch seine Welt später zumüllen wird. Also wäre Gott ja an dem ganzen Müll Schuld.... oder? Samstag, 11. Februar 2012, 18:27 Uhr
musicandus
..........hihi! ...und wessen Erfindung ist der Mensch? ;-) Samstag, 11. Februar 2012, 18:11 Uhr
PianoPerlhuhn
Der Plastikmüll, Der Cyber- und Gedankenmüll..... Müll über Müll. endlos scheint die Kette an Gedanken. "Alles durcheinander!"
.....zum Schluss die Feststellung: Müll ist eine Erfindung des Menschen. Samstag, 11. Februar 2012, 18:04 Uhr
Elevin
Ich habe gerade nochmal" nach gehört" den Beitrag vom "Containern"
Ich denke das es überhaupt nichts Schlimmes ist diese essbaren Dinge die da in der Verpackung ,oder das Obst das weg geworfen wird noch zu verwerten.
Den Menschen die regelmäßig zur "Tafel" gehen (müssen) tun nichts anderes als das was übrig ist und noch gut ,zu verwerten.
Bei der Gelegenheit drängt sich die Frage bei mir auf " Wie kam es eigentlich das sich der Handel heraus nimmt so mit den Lebensmitteln um zu gehen ? Wer ist der Verursacher des Überflusses ??
Jetzt nicht sagen der Verbraucher !! das hieße das Pferd von hinten auf zu zäumen.
Und auch nicht sofort nach schieben das es um Arbeitsplätze geht wenn es eine Regulierung gibt.
Eine Regulierung in jeder Hinsicht täte Not. Aber da wir die freie Marktwirtschaft und längst keine soziale Marktwirtschaft haben geht auch eine Regulierung niemals
Samstag, 11. Februar 2012, 17:40 Uhr
nutzername
@musicandus
...und es den Kindern auf diese Weise weitergeben - ganau.
@mdr
...es ist gut, richtig und wichtig, an diesem u.ä. Themen dranzubleben
Das "Mülleimer Ostsee"-Feature sollte unbedingt per *Radiowellen* wiederholt werden!
Nicht jeder ist so internet-affin wie die "Community" - und wer das Internet so nutzt, hat zudem nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, sich seine eigenen Informationen zu diesem Thema zusammenzustellen, Podcast abzureufen, etc.
Die (konventionelle) Radiohörergemeinschaft hat nur Chance auf Wiederholung, wenn der Sender geneigt ist. Bitte die Internetpräsenz des Öffentlich-Rechtlichen nicht überbewerten.
Kernaufgabe sollte der Rund*funk* bleiben.
*Das* ist das, was die Menschen erreicht - siehe Petition
http://www.expeditionmed.eu/petition/liste.php?...
...mind. 20 geballte Eintragungen aus dem *Sende*gebiet innerhalb der *Sende*zeit!
Danke für den interessanten Nachmittag, allen noch ein schönes Wochenende
und dann viel Erfolg bei der Müll*vermeidung*
=) Samstag, 11. Februar 2012, 17:36 Uhr
musicandus
Dass dies keine "müllfinstere Sendung" geworden ist, sondern das Gegenteil, ist den Machern und der Moderatorin zu verdanken! DANKE! (Ich habe mir der Spannung der Sendung wegen versagt, während dieser Zeit - um nichts zu verpassen - den Müll nach draussen, natürlich ordentlich getrennt! - zu bringen.) -Humor und Verspieltheit, Lust am Fantasieren und die Leichtigkeit des Seins - sagt man - motivieren Kinder, auch mit Lust zu lernen! Mögen wir - die mit den mehr oder auch weniger zahlreichen Jahresringen - in diesem Sinne Kinder bleiben.........! ;-) Samstag, 11. Februar 2012, 17:20 Uhr
widderjan
@acrobat, angeblich soll's sogar ein neuartiges Kochbuch geben über "Trennkost" - und zwar für Paare, die sich gerade getrennt haben. Echt! Samstag, 11. Februar 2012, 16:51 Uhr
trugarez
Müll = Rohstoff = Energie . Und wenn er lange genug liegt ,wird er in manchen fällen sogar zur Antiquität.
Samstag, 11. Februar 2012, 16:50 Uhr
acrobat
Ich muss mich nun verabschieden, schade…
Ich dachte erst: Na das kann ja nur eine müllfinstere Sendung werden. Bestehend ausschließlich aus Abfall, Schrott und Unrat. Aber das Gegenteil ist der Fall geworden. Kreatives aus, mit, für Müll. Danke den Machern. Bei allem Ernst des Themas an sich - es hat Spaß gemacht, zuhören und mitmachen zu dürfen. Mit vielen Grüßen mülle ich nun zum Abschluss mal das Forum zu :-)
Samstag, 11. Februar 2012, 16:38 Uhr
44Melodie67
Den "Kopfmüll " zu entsorgen, finde ich am schwierigsten.Man müßte sich selbst umkrempeln können - wer kann das schon,- ich nicht.
Organischer Müll hat was mit Wiederverwendung, in welcher Form auch immer, zu tun.
Der Müll, der auf den Straßen in Säcken oder Tonnen steht, ist von der Industrie gewollter Müll. Leider muß um jedes noch so kleine Teil eine aufwendige Verpackung meist aus Kunststoff sein. Der Überfluss, in dem wir leben ,entwickelt sich immer mehr zum riesigen Sargnagel für unsere Erde und das Schlimmste ist, wir tun nichts dagegen, bzw. wir nehmen es so hin.
Sicherlich will niemand den Schritt in die Einfachheit zurück gehen. Könnte man heute noch wie Franz von Assisi leben? Aber vielleicht in die Richtung denken. Samstag, 11. Februar 2012, 16:34 Uhr
nutzername
...jetzt schon über 20 hintereinander seit Beginn der Sendung!!
Immer feste weiter!!!
http://www.expeditionmed.eu/petition/?lg=de
Die Million ist nur noch einen Klick weit entfernt ;-)
@acrobat
Antwort: Spätestens wenn der Öko - Trennt...
Öko-Trend...
Naja. Jedenfalls ein richtiger Punkt. Und auch "Recycling" ist oft genug nur grüngewaschene "Entsorgungs-"Problematik.
Zurück zur verpackungs- und müllfreien Selbstversorgung!
Wenn das doch etwas einfacher wäre! Samstag, 11. Februar 2012, 16:32 Uhr
Elevin
@ Acrobat
da wird es nach dem Bier schööön still :-))
@nutzername -Ja geht alles wenn man will und kann. Nur manchmal ist einiges nicht durchfürbar.Z.B. wenn es keinen Wochenmarkt im Ort gibt nur einen Supermarkt. In den ich eh nur mit eigener Einkaufstasche gehe.
Aber ich gehe als Ausgleich zum Fleischer im Ort und vermeide die elendigen allgegenwärtigen Wurstumverpackungen (und den Einheitswurstgeschmack)
In meiner Provinz ist leider das Bio -und Selbsterzeugernetz noch sehr dünn "besiedelt" da ist alles nur mit langer Fahrzeit und umständlicher Organisation zu erledigen.
Aber Müll geht schon gut zu vermeiden wenn man will. Leider wollen das noch zu wenige.
Samstag, 11. Februar 2012, 16:26 Uhr
acrobat
@nutzername
ups, sie haben Recht, Bier ist ja nun gerade keine Muttermilch, zum Stillen völlig ungeeignet, ein lärmvermülltes Feuerwerk an Unsinn von mir:-)
Aber hier noch ein ernst gemeinter Gedanke:
Wir haben Trennkost und Trennmüll. Wann trennen wir uns von dem Gedanken, alles trennen zu können? Es hängt doch jedes irgendwie mit jedem zusammen.
Samstag, 11. Februar 2012, 16:18 Uhr
nutzername
@Acrobat
...und dann noch das:
Erst Bier trinken und dann stillen?!? Samstag, 11. Februar 2012, 16:01 Uhr
nutzername
@Acrobat
...huch, sah gerade dein Profilbild etwas größer. Hm.
Ein *stilles* Feuerwerk sozusagen?
:-) Samstag, 11. Februar 2012, 15:59 Uhr
nutzername
...jetzt schon 15!
Wir schaffen die Million ;-)
@Acrobat
Ja, Lärmmüll! Schön!!!
Gibt's in Dresden z.B. wöchentlich ein- bis zweimal in Form überflüssiger, penetranter Feuerwerke.
Krank!
@PianoPerlhuhn
Hundehaufen sind doch Biomüll - aber Moment mal: Bio*müll*?!??! Noch so ein "Unwort".
Für Mistwürmer ist es Nahrung - und später für uns auch! Das ist doch wenigstens noch Kreislauf :-)
@Elevin
Ich bekomme BioAbo und habe mir auserbeten, jegliche Werbebeilagen auszulassen und *alles* Gemüse + Ost *ohne jegliche* Verpackung bunt gemischt in die (leider noch aus Plaste bestehende) Mehrweg-Lieferkiste zu legen. Andere Alternative zum Verpackungsmüll: Vermeidung von verarbeiteten Nahrungsmitteln. Dann am besten mit Mehrweg-Stoffbeuteln und Mehrweg-Gefäßen (z.B. ausgediente Metalldosen, Honiggläser) ab zum Wochenmarkt, da gibt's z.B. die Gurken noch ohne Schrumpffolie,
und für alles andere konsequent Plastebeutel *ablehnen*, frischen Käse in die Dosen oder Gläser. Geht. Und die Verkäufer finden es toll!
Einfach gelassener Boykott der Verpackungen!
:-) Samstag, 11. Februar 2012, 15:57 Uhr
acrobat
@Elevin
wenn eine Mutter ihr Kind stillt, dann ist das ja immer ein schön stiller und weltvergessener Moment :-) Samstag, 11. Februar 2012, 15:54 Uhr
Elevin
Stillen, für Stille sorgen und
Ruhe und Stille geben
Samstag, 11. Februar 2012, 15:51 Uhr
acrobat
@Elevin
ich geh dann mal stillen auf der Flucht vor dem Geräuschemüll :-) Samstag, 11. Februar 2012, 15:45 Uhr
acrobat
Ernste Frage
Ich habe gerade ein Bier entsorgt, indem ich es dem innerpersönlichen Recycling zuführte. Bin ich nun ein Müllmann?
Samstag, 11. Februar 2012, 15:41 Uhr
Doris_Kothe_FIGARO
@PianoPerlhuhn "Dazu ein Musikwunsch: "Walking the Dog" (Gershwin) :-) "
Lieber Perlhuhn, wird gemacht!
Samstag, 11. Februar 2012, 15:39 Uhr
Elevin
Zum Thema "Wegwerfgesellschaft" Warum produzieren die deutschen über 500kg. Müll-wer sind "die Deutschen"
meist muß man den Verpackungsmüll mitkaufen,ob man will oder nicht. Auch wenn ich meist schon im Geschäft die Artikel auspacke um nicht zu viel "Müll" mit heim zu nehmen.Das nutz nicht viel denn der Verpackungsmüll ist da ,ob bei mir im Mülleimer oder im Supermarkt.
Die Industrie nötigt uns sinnlose Verpackungen auf und das gegen alle Zusagen sich mit den Rohstoffen sorgsamer um zu gehen.
Alle die bewust leben und kaufen haben nun schon von den schwimmenden Müllhalden im Meer gehört,die Anreinerstaaten sowie so -wer übernimmt die Verantwortung,wer dämmt ein ,wer konroliert.....
Wer unternimmt endlich was gegen den gigantischen Müllexport in die Dritte Welt???
Was soll unserer Wohlstandsmüll in Afrika?? Hatt unsere Zivilisation für diese menschen keinen anderen Exportschlager???
Das< Thema ist so ein weites und kompliziertes Thema das es glaube ich unerschöpflich ist.
@ acrobat -ich kenne das auch. Geräuschemüll !! Entnervend und oft kann man ihm kaum entfliehen .
Schade das es nicht mehr möglich ist Stille zu genießen .Viele können das nicht mal mehr-noch schlimmer.
Gedankenmüll?? ich glaube das wir unsere gedanken Und Probleme nicht als "Gedankenmüll" bezeichnen sollten.Das macht mich doch erst zum Menschen wenn ich versuche mich mit den Problemen aus einander zu setzen und die Gedanken nicht "entsorge" oder sie anderen auf dränge.
Kopffestplatten bestehen ,so denke ich aus Erfahrungen und Wissen.Wenn man sie entrümpelt ,etwas hervor holt was schon länger liegt ist das meist mit zimlich interessanten "Erinnerungen" verbunden.Da lasse ich lieber keine "Entsorungsfirma"ran.Sonst ist vieles weg was man noch verwerten kann.
Samstag, 11. Februar 2012, 15:38 Uhr
PianoPerlhuhn
Ein Kindergarten in unserer Stadt hat vor einem Jahr ein sehr schönes Projekt durchgeführt.
Die Kinder haben kleine Fähnchen gebastelt auf denen "IGITT!", "PFUI" oder "MACH ES WEG!" stand und haben diese auf jeden einzelnen Hundehaufen im Stadtpark gesteckt. Der ganze Park war voller Fahnen!
Dazu ein Musikwunsch: "Walking the Dog" (Gershwin) :-) Samstag, 11. Februar 2012, 15:31 Uhr
nutzername
Seit 13:23h bis jetzt haben ca. 10 *Mittel*deutsche direkt hintereinander die Petition gegen den Plastemüll im Mittelmeer unterzeichnet.
Wenn das mal nicht alles MDR-figaro-Hörer sind :-)
Also warum nicht noch einmal *wiederholen* + *verbreiten* und *immer wieder* - bis sich etwas ändert:
1 MILLION Unterschriften zur Rettung des Mittelmeers
(mit hoffentlich gesamteuropäischer Wirkung einschl. Ostsee...)
http://www.expeditionmed.eu/petition/?lg=de
Gespräch mit Kathrin Aehnlich über Müll im Meer
http://meinfigaro.de/inhalte/5a59aa8c6f1c5ef3
und das Feature "Mülleimer Ostsee"
www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/feature/ostsee1...
alle weitergehenden Informationen bieten die Internet-Suchmaschinen.
Solange statt *Kreislaufwirtschaft* eher *Konsum* und Wirtschafs*wachstum* die wichtigsten Kriterien der (von der Industrie sehr gut im Zaume gehaltenen) Politik und der Gesellschaft sind, wird der Müll nicht weniger.
Erster Schritt zur Müllvermeidung oder zumindest Reduzierung ist der *bewusste & kritische bis skeptische* Konsum. Weshalb 5 oder 10 Kugelschreiber, wenn doch *einer* reicht?
Werbeartikel und Plastetüten sind eine Krankheit.
Unser gesamter Lebensstil ist schon so widernatürlich und widersinnig!
Gruß
StoffMehrwegBeutelNutzer-und-Plastetüten-in-der-Ap otheke-im-Buchladen-und-am-Gemüsestand-Verweigerer
leitungswassertrinkender PlasteFlaschenVerweigerer-und-stattdessen-notfalls -GlasMehrwegFlaschenBevorzuger
Haushaltchemikalien-auf-Essig-Soda-Ethanol-und-Kas tanienseife-Reduzierer
Wurmkompost-in-der-Stadtwohnung-Betreiber-anstelle -Biotonnennutzer-und-dann-aber-Balkonerde-im-Plast esack-aus-dem-Supermarkt-Käufer
(Nicht alles was mittlerweile "üblich" ist, ist zwingend auch "normal")
PS:
Der Begriff Müll*entsorgung* hätte alle Chancen, zum Unwort gekürt zu werden, denn: Wessen (und wohin) ent*sorgt* man sich da eigentlich?!??! Des schlechten Gewissens?!? Samstag, 11. Februar 2012, 15:31 Uhr
acrobat
Stellen wir uns mal folgendes vor
Wir sitzen ganz still im lautlosen und tiefdunklen Weltall. Dann kommt die Erde vorbei. Wie ein Luxusschiff. Hell beleuchtet. Lärmen, Musizieren, Krachen, Schreien, Tröten, Blubbern, Knallen, Pfeifen.
Aus ist es mit der stillenden Dunkelheit um uns herum. Doch die lärmende Kugel fliegt vorbei und hinterlässt in uns nur eine mulmige Ahnung, wie es sein muss, dort leben zu müssen.
Samstag, 11. Februar 2012, 15:16 Uhr
acrobat
Kennen Sie das?
Ich bin extrem lärmempfindlich. Daher nehme ich Geräuschemüll als sehr lästig wahr. Geht das auch anderen so? Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich Figarohörer bin. Ich ertrage das Getöse vieler anderer (Tröten-)Sender einfach nicht. Es gibt so viele unnütze Geräusche in unserer künstlichen Umwelt. Man fragt sich dann nicht, wohin mit diesem Müll, sondern wohin noch auf der Flucht vor diesem Müll. Samstag, 11. Februar 2012, 14:34 Uhr
exUser
Das fand ich kürzlich bei der Suche nach etwas anderem im Internet, ich bin gespannt auf das Endergebnis.
http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article... Samstag, 11. Februar 2012, 14:26 Uhr
acrobat
Coole Idee
Wenn es ums Geldeintreiben geht, sind unsere Regierungen nicht zimperlich und haben immer neue Ideen. Ich möchte exklusiv für und über Radio Figaro den Weltregierungen eine neue Idee zum Erheben von Steuern nahe bringen. Es kommt hin und wieder vor, dass das Weltall Meteoritenmüll auf der Erde entsorgt. Wir sollten deshalb dem Kosmos eine Abfallgebühr in Rechnung stellen. Die könnte jedes Land erheben und eintreiben, auf dessen Territorium der Meteorit niedergegangen ist. Samstag, 11. Februar 2012, 14:20 Uhr
dr_jehs
@acrobat, Sie brauchen sich keines zu machen! Bitte, beunruhigen Sie sich nicht!
Gruß aus dem Grünen Herzen Deutschlands! Samstag, 11. Februar 2012, 14:16 Uhr
acrobat
@dr_jehs
na dann muss man ja beim Sterben kein schlechtes Gewissen haben :-) Samstag, 11. Februar 2012, 14:09 Uhr
kultrad
Müll? Wenn ich ein elektrisches/elektronisches Gerät kaufe, ist das per Schiff hierher gekommen. Entsprechend der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ist das Gerät sorgfältig verpackt. Den Müll kann ich nicht vermeiden. Leider produziert der Unternehmer im Gewerbegebiet um die Ecke dieses Gerät nicht. Müll entsteht also auch mit der Globalisierung.
Was ist auch Müll? Die technische Entwicklung zieht nach sich, dass das Sortiment im ElektronikMarkt schnell wechselt. Da wird manches Gerät, was sich nicht woanders verkaufen läßt auch zu Müll, sehr edlem Müll.
Was passiert mit den vielen Käsesorten, die -dem Verfallsdatum nahe- im Supermarkt aus dem Regal genommen werden? Da könnten wir dann gleich noch über Überfluß und soziale Ungerechtigkeit reden oder darüber, ob der Supermarkt immer volle Regale haben muß.
In der DDR war es ärgerlich, bestimmte Dinge nicht kaufen zu können. Jetzt ist der Überfluß ärgerlich! Und daran hängt der Müll! Samstag, 11. Februar 2012, 14:07 Uhr
acrobat
Müllers Mülldefinition in Müll
Wann ist Müll Müll? Müll ist Müll, wenn er aufhört Müll zu sein.
Samstag, 11. Februar 2012, 14:05 Uhr
dr_jehs
Hallo Acrobat!
Aber wir werden in jedem Fall recycelt, weil wir selbst biologisch abbaubarer "Müll" sind, mal abgesehen von unseren Ersatzteilen! ;-)
Immerhin bestehen wir ja zu über 60 % aus Wasser! Das wird auch immer knapper....
Gruß! J. Samstag, 11. Februar 2012, 13:53 Uhr
acrobat
Späte Rache, aber Rache
Mensch macht Müll. Mensch wird Müll. Beides stimmt. Der große Müllmacher des Planeten wird am Ende selbst zu Müll. Seine Friedhöfe sind voll von ihm. Die unübertroffene Weisheit der der Natur hat also für späte Gerechtigkeit vorgesorgt.
Samstag, 11. Februar 2012, 13:50 Uhr
dr_jehs
Mal ein praktischer Rat, der sich gegen die Anhäufung von Müll im eigenen Haushalt bewährt hat:
Immer wenn ein neues Kleidungsstück oder ein Paar neue Schuhe angeschafft werden, dann muß dafür ein altes Kleidungsstück oder ein Paar alte Schuhe den Haushalt verlassen, weggegeben oder in den Müll getan werden.
Bei meinen geliebten Büchern oder gar bei meinen geliebten Instrumenten habe ich damit so meine Probleme ....(sagt meine Frau!)
Gruß und Kuß vom Jürgiuß Samstag, 11. Februar 2012, 13:49 Uhr
downtown
@ yvowiki und Rachel Gehlhoff zu Zygmunt Bauman
Beim Lesen des Interviews fühlte ich mich irgendwie an den Film American Psycho mit Christian Bale erinnert.
Leider findet bei Zygmunt im Interview mit der Süddeutschen neben der Analyse, die ich weitgehend teile, der Aspekt der Alternative nur wenig Raum.
Die Behauptung zu wie er es nennt "Entscheidung ohne Berufungsverfahren" halte ich für bedenklich. Wer nicht mitspielt wird ausgestoßen würde ja bedeuten, es gäbe einen regelrechten Zwang in der Herde zu trotten.
Die Alternative sich anders zu verhalten, Konsum anders zu leben, auch im Hinblick auf Müllverursachung Kaufentscheidungen zu treffen usw. hat sicher Konsequenzen.
Es wird der Herde wahrscheinlich auffallen, man gerät vielleicht teilweise in Isolation - die gilt es dann im Sinne der eigenen freien Entscheidung auszuhalten.
Welches Glücksgefühl soll schon entstehen durch Anerkennung der Herde!?
Samstag, 11. Februar 2012, 13:46 Uhr
widderjan
Hier in Burg gaben Leute allerlei Dinge beim Heimatverein z.B. aus Haushaltsauflösungen ab, die sonst meist weggeworfen worden wären, wie Bücher, Zeitschriften, Lampen, Vasen, Gläser, Geschirr, Besteck u.a. Ca. 2mal im Jahr veranstaltete der Heimatverein dann einen Trödelmarkt, bei dem vieles wieder verkauft werden konnte - vieles aber auch nicht. Und der Heimatverein hatte wieder paar Einnahmen.
In Hannover stehen 2 od. 3 Kunstwerke aus dem Müll, den man bei Reinigungsaktionen aus dem nahegelegenen Flüsschen Leine herausgeholt hat. Samstag, 11. Februar 2012, 13:40 Uhr
acrobat
@Doris_Kothe; @Rachel_Gehlhoff
gern geschehen :-) Samstag, 11. Februar 2012, 13:32 Uhr
Rachel_Gehlhoff_FIGARO
@ acrobat:
Danke !guter Gegenpol, diese Fabel,
zu den "spinning dolphins" die wir grad in der Sendung hörten , das BBC Concert Orchestra spielte Musik aus dem Film : The Blue Planet...
Samstag, 11. Februar 2012, 13:29 Uhr
acrobat
Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag zu Plastikmüll im Meer *augenzwinker*.
Plastikmüll im Meer könnte durchaus lebensrettend sein.
Die folgende Fabel ist der Beweis:
Von den Fischen und der Tüte
Fische sich im Netz verschwammen
kam ein ganzer Schwarm zusammen.
Mittendrin schwebt eine Plastiktüt
sprach, ich weiß schon, was euch blüht.
Denn ich war jüngst auf der Erden
dort haust der Mensch in wilden Herden
gegen die Natur jagt und frisst der Tyrann
was er nur jagen und auch fressen kann.
Als Stäbchen werdet ihr bald enden
in des Menschen blut‘gen Händen.
Drum, schwimmt nur schnell hinaus
sonst ist’s in Kürze mit euch aus.
Dies ging den Fischlein zu Gemüte
flugs killten sie die Plastiktüte.
Des Schreihals Schlund, der war nun zu
die Fische legten sich zur Ruh.
Doch der Fischer ruhte nicht
er riss das Netz ins Tageslicht.
Ein Morden begann ganz ohne Güte
nach Prophezeiung einer Tüte.
Horchet auf und merket drum:
Wer Wahrheit tötet, kommt in ihr um.
(wer auch immer Tippfehler entdecken mag, dem sei gesagt: Es sind ästhetisch gewollte Tippfehler)
Samstag, 11. Februar 2012, 13:21 Uhr
Doris_Kothe_FIGARO
Neues Genre? Mülllyrik? Danke acrobat für das feine Ballädchen!!! Samstag, 11. Februar 2012, 13:16 Uhr
acrobat
Wie ich mir aus Müll ein Ballädchen mache:
Klitzekleines Müllballüllchen
Müll wird Tüll
Old zu Gold
Aas zu Gras
Stein zu Wein
Kram wird Scham
Schlick zu Glück
Schmutz zu Nutz
Staub zu Glaub
Du wirst ich - ich werd du
sag mein Lieb mir was dazu.
Doch die Liebe lachend spricht
eines geht wie’s andr’e nicht.
Samstag, 11. Februar 2012, 13:12 Uhr
Rachel_Gehlhoff_FIGARO
@yvokiwi
danke für den engagierten Beitrag.
Ich bin , was Zygmunt Bauman angeht, ganz andrer Auffassung.
Seine Gedanken - auf die ja auch Christiane schon hinwies- sind sicherlich nicht einfach ein "nettes Denkmodell" - sorry, der man ist einer der renommiertesten europäischen Soziologen.
Es geht um die Ökonomisierung privater Beziehungen, und nicht um die Turnschuhe von Teenies. Aber da müsste man mehr von ihm lesen.
Aber yvokiwi , Dich wird sicher unser Gespräch mit Katrin Ähnlich interessieren, über das mdr-feature : Mülleimer Ostsee - 13 h 20.
Freue mich auf die Sendung und auf die Diskussion. Samstag, 11. Februar 2012, 12:52 Uhr
yvokiwi
Zur Diskussion Zygmunt Bauman: Die These, dass der Mensch als Konsument den anderen nur als Produkt ansieht, mag ein nettes Denkmodell sein-rein soziologisch, aber was hat diese Idee mit der Realtät zu tun? und was mit dem Müll? Glücklich ist, wer begehrt ist und begehrt ist der, der hat? Ist mir, wie die meisten Thesen zu einfach. Das mag vielleicht für Teenager gelten, die sich anhand ihrer Turnschuh- und Handymarke definieren, aber für Erwachsene? Wenn man deutlich über 18 ist, sollte man für sich Schwerpunkte setzen und nicht irgendwelchen Konsumverführungen hinterherlaufen oder wenn man es schon tut, sich wenigstens darüber bewusst sein und die Verführung genießen. Deutschland ist eines der europäischen Länder, die die rigideste Müllkultur verficht. Die anderen Länder trotten hinterher. Mir gefällt es nicht, wenn ich über das Mittelmeer fliege und unendliche Mengen Plastik, die man aus der Höhe erst für Wellen halten könnte, bei genauerem Hinsehen aber als Plastikflaschen erkennt, in einer kilometergroßen Ausbreitung wahrnehme oder wenn ich in Griechenland sehe, dass die alten abgewrackten Autos einfach in der Pampa verrotten. Ich begreife auch nicht, wie man seinen Müll schnell mal im Wald abkippt, um Geld zu sparen, aber wir bezahlen Dienstleister dafür, dass unser Müll entfernt wird und haben Gesetze, die solche Leute bestrafen, die ihren Müll einfach irgendwo abkippen, es sei denn, sie werden nicht erwischt. Am besten wäre es natürlich, wir würden ihn gar nicht erst produzieren.
In Halle gibt es übrigens in der Äußeren Hordorfer Straße einen vorbildlichen Recyclinghof, bei dem alles getrennt abgeliefert und der Wiederverwendung zugeführt werden kann und der auch anderen Städten schonzum Vorbild diente. Samstag, 11. Februar 2012, 12:43 Uhr
Caulfield
@meyertomas: Jedenfalls war die Marktwirtschaft sozialer, als es das Gegenstück noch gab. Allerdings brauchten die da drüben auch nur ab und zu ein paar aufmüpfige Ossis freizukaufen. Also ein weites Feld. ;-)
Samstag, 11. Februar 2012, 12:23 Uhr
Caulfield
Apropos Kopffestplatte. In den slawischen Sprachen (Tschechisch, Russisch usw.) heißt der Computerspeicher pamjat´/ pamêt´ (= Gedächtnis). Ach ja, in den romanischen Sprachen und im Englischen auch. Samstag, 11. Februar 2012, 12:19 Uhr
dr_jehs
Hallo Figaroianer!
Müll ist nur dann wirklich Müll, wenn niemand mehr etwas daraus macht.
In Jena gab es kürzlich eine Preisverleihung an einen Künstler, Frank Stella, der hat aus Metallabfällen Plastiken und Skulpturen geformt, die gelten jetzt als Kunst. Und der alte Knabe (mir fällt gerade nicht sein bürgerlicher Name ein) darf sich demnächst sogar in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Trotzdem finden einige wenige dennoch, das sei Müll, der da vor sich hin rostet......
Viel Spaß noch mit dieser Sendung mit dem Thema "Müll"! Ich bin ganz gespannt, wie Ihr aus dieser "Kiste" rauskommt!?
Herzliche Radiogrüße in die Runde aus Thüringen kommen von J. Schwarz Samstag, 11. Februar 2012, 12:14 Uhr
Rachel_Gehlhoff_FIGARO
...jetzt müsste auch der link funktionieren...
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/interview...
Samstag, 11. Februar 2012, 10:07 Uhr
Rachel_Gehlhoff_FIGARO
@piano perlhuhn
der Müll & seine Kommunikatonsschwächen...wunderbar, dank an piano perlhuhn für den link...
Und da wir ja hier ja nicht nur den Müll, sondern auch den Konsum diskutieren: noch ein link : die Süddeutsche Zeitung interviewte vor einem Jahr Zygmunt Bauman, den polnischen Soziologen , der in England lebt, und den Christiane ja schon ins Spiel brachte, unter dem Interview-Titel:
Konsum macht einsam.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/interview...
Freitag, 10. Februar 2012, 23:37 Uhr
downtown
Virtueller Müll (digitalauf Festplatten oder bioelektrisch im Hirn gespeichert) sind durchaus interessant, doch wären mal ein eigenes Thema wert.
Hier vielleicht mehr im Mittelpunkt der anfaßbare Müll, dessen aus-dem-Blickfeld-Räumung (Entsorgung trifft ja nicht wirklich zu) und die damit verbundenen Konsequenzen.
Zwei Hauptgruppen:
1. Gebrauchsgüter. Sie verlieren durch Verschleiß ihre Gebrauchseignung technisch oder moralisch. Moralischer Verschleiß ist mitunter eingeredet - das alte Handy kann nur ... und muß deshalb unbedingt ersetzt werden. So kaufen Leute dank des funktionierenden Konsummodells Dinge die sie wollen statt Dinge die sie brauchen. An dieser Stelle könnte etwas getan werden.
Die Einschätzung der Gebrauchsfähigkeit ist subjektiv und jeder kann für sich festlegen, inwieweit er am Wettlauf nach dem Möglichen teilnimmt statt sich mit dem Notwendigen zufrieden zu geben.
2. Verbrauchsgüter. Sie stehen im Überfluß (eigener thread hier http://meinfigaro.de/inhalte/850f6be4edd83029) zur Verfügung.
Sie der geneigten Kundschaft schmmackhaft zu machen wird mit vielfältigen, und nicht zu vergessen, das Produkt erheblich verteuernden Werbeanstrengungen, begleitet. Eine davon ist die Verpackung, die wohl zum größten Verursacher von Müll unserer Zeit geworden ist. Auch wenn sich Recycling inzwischen zum lukratives Geschäft entwickelt hat, gibt es im Kreislauf erhebliche Verluste durch Energie - Wasserverbrauch usw. Der Kreislauf ist keineswegs geschlossen.
Eigentlich weiß aber doch jeder (außer die als Werbeopfer verführbaren Kinder), dass die Verpackungsoptik mit dem Inhalt nichts, aber auch gar nichts zu tun haben muß. Also bliebe wiederum festzustellen, dass der Käufer ein direktes Korrektiv für den Verpackungswahnsinn sein könnte.
Was bleibt also? Der mündige Konsument hat es zu nicht unbedeutendem Teil in der Hand. Er kann zunächst einmal die Dimmension seines Konsums überdenken (der Markt kann reagieren und wird schon nicht zusammenbrechen) und weiterhin kann er bestimmte Waren boykottieren.
Welche? Einfach mal beim Einkauf drauf achten. Erstens überdenken wo man einkauft - im Discounter werden z.B. alkoholfreie Getränke als Eigenmarke mit Wegwerfverpackung angeboten. Muß bei Bier unbedingt der Eindruck von Hochwertigkeit durch Metallpapier am Flaschenhals erweckt werden? Muß man Kindern Süßquark in der Verpackungsgröße zwei Kaffeelöffel vorsetzen?
Wer etwas achtgibt wird Beispiele in Hülle und Fülle finden.
Na gut, reicht mal wieder.
Insgesamt ein weites Feld. Zu beleuchten wäre beispielsweise noch die Bedeutung der Verpackungsmittelindustrie. Maschinen zur Verpackungsmittelproduktion sind z.B. ein deutscher Exportschlager - und schon landet man wieder bei den auf dem Spiel stehenden Arbeitsplätzen.
Von den vier Stunden Sendung morgen erwarte ich einiges und freue mich schonmal auf das Telefoninterview mit Scobel. Wer ist Ludolf, doch nicht der Namensforscher, oder?
Freitag, 10. Februar 2012, 18:35 Uhr
rotelocke
müll ?? bitte nicht wegwerfen . ich glaube ich kanns noch gebrauchen
und daraus mache ich dann .............. zum beispiel ketten aus kulturflyer oder zeitungspapier für pappmaché oder kerzendochthalter für perlen . ja perlen . schuhseidenpapier für geschenke einpacken . tetrapack als druckstock .
demnächst werde ich den fils aus dem trockner verarbeiten . wer es wissen will was daraus entstanden ist . der möge mir schreiben
müll ist nicht mein problem . aber das der produzenten und der müllverkäufer .
solange mit müll geld gemacht wird, wird es müll in hülle und fülle geben und wir müssen es bezahlen, andere werden krank werden müssen, und ersticken werden wir alle daran
hoch lebe der dicke bauch - der so clever ist noch dicker werden zu können
achjanoch .. weniger müll könnte sogar mehr arbeitsplätze bedeuten . aber wer will das denn schon
Freitag, 10. Februar 2012, 17:34 Uhr
ulugh
nachdem ich mir die Sendung angeschaut hatte, habe ich zumindest etwas getan, nämlich mein Handy zusammengeklebt. Ich wollte mir in den nächsten Tagen ein neues kaufen; ich hatte mir schon eins herausgesucht. Das lasse ich jetzt bleiben.
Ansonsten bleibt mir der Bissen im Halse stecken wenn ich darüber nachdenke, was schon allein nur ich an Abfall produziere. Mein fast wöchentliches Pendeln zwischen Berlin und Nürnberg trägt auch dazu bei. Ich habe immerhin zwei Haushalte und so schmeiße ich viel öfter weg, was ich sonst verbrauchen würde.
Egal ob ich nicht allein so handle, ich finde es enorm erschreckend.
Leider ist das den Produzenten von Verbrauchsartikeln jeder Art egal. Freitag, 10. Februar 2012, 14:40 Uhr
meyertomas
Verschwindet das Geld der Steuerzahler in Griechenlands Mülltonnen ? Freitag, 10. Februar 2012, 14:37 Uhr
Tobias_Kluge_FIGARO
@Bellis: genau das haben wir uns als Redaktion eben auch gedacht und eigentlich bräuchten wir mindestens doppelt soviel Sendezeit, um das thema "Müll" ansatzweise vollständig abzubilden.
Aber zum Glück gibt es noch diese Community und die Möglichkeit hier weitere Gedanken zu sammeln und sich auszutauschen. Dabei darf dann hier auch ruhig mal Müll beirauskommen! ;-)
Freitag, 10. Februar 2012, 14:22 Uhr
Bellis
@Tobias_Kluge: Das mit dem in Christianes Link angesprochenen "Menschenmüll" hat mich ziemlich beschäftigt. Was ist z.B. mit dem verschrobenen Professor, der seit 20 Jahren denselben grauen Anzug trägt und mindestens genau so lange auf seinem alten Klappfahrrad zur Uni fährt? Oder die Leute, die bewusst ihr eigenes Gemüse im Garten anbauen, ihre eigenen Tiere halten, weil sie der industriellen Nahrung misstrauen? Oder die jungen Muttis, die sich gegenseitig säckeweise die gebrauchten Babysachen und die abgelegten Kinderwagen schenken und deshalb (fast) nichts Neues kaufen müssen? Auch diese Leute konsumieren vergleichsweise wenig, so wie die vielen anderen, die nicht so viel Geld haben. Die "Menschenmüll"-Gruppe scheint größer und bunter zu sein, als es der Industrie recht sein kann.
Dann finde ich es nebenbei bemerkt, ganz erstaunlich, für wie viele Einsatzgebiete sich das Wort "Müll", neben seiner für mich hauptsächlichen Bedeutung als Abfall, verwenden lässt. Für Musik, Kunst, Gerede, Gedanken und entsetzlicherweise scheinbar sogar für Menschen. Freitag, 10. Februar 2012, 11:16 Uhr
Tobias_Kluge_FIGARO
Morgen in der Sendung "meinFIGARO" hören Sie auch den großartigen Gerd Scobel als Gesprächsgast von Rachel Gehlhoff. bei "Scobel" war letzte Woche das Thema Müll auch groß mit einer ganzen Sendung thematisiert wurden: http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=...
Auf diese gute Sendung machte ja hier auch schon Christiane aufmerksam. Freitag, 10. Februar 2012, 09:07 Uhr
widderjan
Na da bin ich ja erleichtert, musicandus. Bin halt nicht so kunstbewandert. Aber geht's im "Faust" u.a. nicht genau um die Frage, wenn das Böse Gutes schafft?
* * *
In einer Zeitschrift las ich mal einen Artikel mit Aha-Effekt, in dem die verschiedenen Malstile bei gleichen u. unterschiedl. Themen bei Rubens und Rembrandt auch anhand ihrer Lebenswege anschaulich eerklärt wurden. Die dt. Zeitschrift hab ich noch - den Artikel im www aber nur in Französisch gefunden:
http://www.solidariteetprogres.org/Rembrandt-et...
(Bei Interesse könnte ich den dt. Artikel fotografieren u. mailen od. verlinken.)
* * *
Um zum Thema Müll zurückzukehren: Datenmüll u. Gedankenmüll enden spätestens mit dem vollständigen Versagen aller ihrer "Datenträger". Und unser Gehirn minimiert od. vermeidet Gedanken- od. Sinneseindrückemüll, indem es Unwichtiges meist im Kurzzeitgedächtnis speichert, und Wichtiges im Langzeitgedächtnis. Zumal es die Aufnahmefähigkeit unsres Gehirns bei weitem überfordern würde, z.B. all das wie in einer Filmkamera zu speichern, was unsre Augen in jedem Augenblick unsres Lebens gesehen haben. - Obwohl: 'ne schöne Vorstellung wär's schon, oder? :-)
Auch scheint es evtl. so was wie ein inneres Auge zu geben, das Sinneseindrücke verdängt, überlagert. Wenn man etwa Gedanken versunken wo entlang geht, kann man sich oft nicht an Einzelheiten, an topografische Anhaltspunkte des zurückgelegten Weges erinnern. (Sagte nicht Marie Curie, als sie vom Tod ihres Ehemanns Pierre erfuhr, nachdem er von einer Kutsche überfahren worden war, bestürzt s.o.ä.: "Wo war er nur wieder mit seinen Gedanken?!") Donnerstag, 09. Februar 2012, 20:58 Uhr
Rimapu
Unsere Gesellschaft ein schon nicht mehr benötigter Überrest? Ich denke, so weit ist es noch nicht. Noch wird unsere Gesellschaft benötigt, denn noch wird sie von einer Mehrheit getragen, die zwar abnimmt; von Profiteuren sowieso, aber auch von Kräften, die durchaus kritisch dieser Gesellschaft gegenüberstehen, aber sie für reformierbar halten. Von dieser Reformierbarkeit durchaus im Sinne der Müllvermeidung und auch davon, ob eine mehrheitlich tragfähige gesellschaftliche Alternative auftaucht, hängt ab, wo unsere Gesellschaft landen wird, auf einer Mülldeponie oder in einer Aufbereitungsanlage. Donnerstag, 09. Februar 2012, 16:28 Uhr
meyertomas
Dann ist diese Gesellschaft schon längst Müll der Geschichte, da es eine humane bzw. soziale Marktwirtschaft seit dem Zusammenbruch des Gegenstücks nicht mehr gibt, und somit ein Widerspruch in sich darstellt. Donnerstag, 09. Februar 2012, 14:16 Uhr
Tobias_Kluge_FIGARO
@Piano Perlhuhn: na klar!! die Ludolfs sind als Live-Gäste angefragt :-) Donnerstag, 09. Februar 2012, 09:22 Uhr
musicandus
@widderjan - Sie können beruhigt davon ausgehen, dass ich mich mit Kunst gründlich auseinandergesetzt habe und dabei auch nicht außer acht gelassen habe, wie es aussieht, "....wenn das >Böse< etwas Schönes, Gutes, Richtiges tut....".
Von Reinhard Heydrich sagt man, er sei ein hervorragender Geiger und ein vorzüglicher Streichquartettspieler gewesen................. Mittwoch, 08. Februar 2012, 22:35 Uhr
roby1981
Wird der Inflationsverlust des "Humankapitals" jetzt als "Menschenmüll" bezeichnet ? schon heftig was das aktuelle "system" so drauf hat....goldener westen Mittwoch, 08. Februar 2012, 22:01 Uhr
Rimapu
musicandus - Unwort des Jahres 2012 - Menschenmüll. Wer bezeichnet außer Baumann Menschen als Müll? Du nicht musicandus und ich auch nicht. Höchstens Leute, die durch uns Konsumenten im Überfluss leben und den Hals nicht voll genug kriegen können. Menschen, die sich dem Konsum verweigern im Sinne eines maßlosen Zuviel als Menschenmüll zu bezeichnen, das ist Müll.
Menschen, die nicht am vernünftigen Konsum teilnehmen können, weil sie zu arm sind, als Menschenmüll zu bezeichnen , ist menschenverachtend. Diesen „Menschenmüll“ zu vermeiden, also „so handeln, dass etwas möglichst nicht passiert“ ( wiktionary), das heißt, dass niemand so arm ist, dass er nicht menschenwürdig konsumieren kann, halte ich für eine gesellschaftliche Pflicht eines vernünftigen Staates samt seiner vernünftigen Bürger. Sollte diese unsere Gesellschaft dieser Pflicht nicht nachkommen, läuft sie Gefahr, irgendwann auf dem Müll der Geschichte zu landen.
Mittwoch, 08. Februar 2012, 20:07 Uhr
PianoPerlhuhn
Pierre M. Krause hat schon mal vorgearbeitet: http://www.youtube.com/watch?v=cjXn2wWAaDE
@Redaktion Wirds in der Sendung eigentlich auch ein Interview mit den Ludolfs geben? ;-) Mittwoch, 08. Februar 2012, 19:07 Uhr
widderjan
Ja, die Definition (die an einen bekannten Marx-Spruch angelehnt scheint) klingt erstmal recht originell. Doch genau betrachtet, ist es überhaupt keine Definition von Müll - sondern eine vom Umgang mit Müll; also Müllmanagement od. so. Denn (allen) Müll vermeiden zu wollen, hieße das Universum abschaffen, od. zumindest alles Leben darin.
Auch müsste diese Definition für den Umgang mit Müll dahingehend präzisiert werden, dass es nicht um die - praktisch unmögliche - (absolute) Vermeidung von Müll geht, sondern um die Minimierung anfallenden Mülls.
* * *
...dass Manche aber auch bei Jedem, der das Wort "entartet" benutzt, einen Abtrünnigen wittern, der umgehend bekehrt werden muss... Da sag ich nur: "Fackellauf". Der müsste bei Olympia dann ja wohl auch abgeschafft werden! (Eingaben bitte ans IOC in Lausanne)
Nur weil Nazis gute Kunst gut fanden und schlechte Kunst schlecht, 'studierte' Kunstkritiker schlechte Kunst aber gut finden, kann ich doch deswegen nicht auf einmal gute Kunst schlecht finden und schlechte Kunst gut.
Denn das ist ja eine schwierige Frage: Wie gehe ich damit um, wenn "das Böse" etwas Schönes, Gutes, Richtiges tut. Haben Sie sich mit dieser Frage schonmal auseinandergesetzt, musicandus?
Wenn Herrscher wie Alexander d. Gr., die Kaiser im alten Rom u. alten China, Ashoka im alten Indien, Karl d. Gr., Dschingis Khan, Friedrich d. Gr. od. Napoleon zig od. hunderttausende Menschenleben auf dem Gewissen haben - aber andererseits das Staatswesen reformierten, damit es Millionen Menschen besser geht. (das 3. Reich ausdrücklich ausgenommen bei dieser sog. Staatskunst, d.h. der Kunst, einen Staat zu vernünftig führen; nicht zu verwechseln mit dem sozialistischen Begriff von Staatskunst, der entsprechend gefällige Kunst meinte) Mittwoch, 08. Februar 2012, 19:04 Uhr
Christiane
Entschuldigung; ich kann Rechtschreibung; aber die Abhandlung hat mich doch etwas aus der Bahn geworfen; vermutlich weil seine These richtig ist; er heißt richtig Bauman (mit einem n) Mittwoch, 08. Februar 2012, 18:14 Uhr
musicandus
.......und unter diesem Aspekt erscheint mit die Äußerung "Es kommt nicht darauf an, Müll zu definieren, es kommt darauf an, ihn zu vermeiden" besonders krass und - schrecklich........! Mittwoch, 08. Februar 2012, 17:42 Uhr
Christiane
Jetzt mal was Provokantes. Es gibt nach einer These vom Soziologen Z. Baumann auch MENSCHENMÜLL.
Dieser Begriff begegnete mir bei der letzten 3sat-Sendung scobel (da lohn sich Fernsehen!)
http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/160140/...
Das Wort klingt so schrecklich, aber dem Sozialolgen kann man durchaus folgen. Wer den Konsum im Kapitalismus verweigert, bzw. nicht am Konsum teilnehmen kann ist Menschenmüll.
Mittwoch, 08. Februar 2012, 17:15 Uhr
PianoPerlhuhn
Der Müll und seine Kommunikationsschwächen http://youtu.be/slQZeIwKHYE?t=44s Mittwoch, 08. Februar 2012, 14:03 Uhr
roby1981
@musicandus: ich hab ja nur geschrieben was für MICH müll ist. das muss nicht zwangsweise bedeuteten dass ich zb moderne musik verteufle. es ist eher so dass mich musik anspricht, die beim 2, 3 oder vielleicht auch 10 mal hören ihre geheimnisse preis gibt. aber nicht jede musik tut dies in MEINEN ohren und so ist es halt für mich papier auf dem MÜLL steht.
womit man auch, gerade weil du von strawinski schreibst, vorsichtig sein sollte ist zb: dieses werk hat strawinski geschrieben - ooh ein meisterwerk das muss gut sein. auch große künstler schreiben ab und an auch müll...also erst hören und dann selbst rausfinden ob es ein "meisterwerk" ist oder eher was für die "schublade"... Mittwoch, 08. Februar 2012, 13:00 Uhr
Bellis
Jetzt hab ich tatsächlich bei einer Kleiderkammer angerufen! ;o) Mittwoch, 08. Februar 2012, 11:35 Uhr
Bellis
Mir fällt es momentan sehr schwer, mich von einer ganz bestimmten Sorte von Dingen zu trennen. Es sind die Babysachen und das Babyspielzeug meiner Tochter. Einen kleinen Teil davon konnte ich zum Glück verschenken. Aber die Schubladen sind immer noch regelrecht vollgestopft mit Sachen, die nicht mehr passen und mit praktisch nagelneuem Spielzeug, das nicht mehr gebraucht wird. Auf dem Wickeltisch hat sich schon eine regelrechte "Müllhalde" von Sachen angesammelt, die vielleicht gerade noch so passen oder eben gerade nicht mehr.
Die allseitsbeliebte Internetplattform zum Versteigern von Dingen ist mir aufgrund der einen oder anderen kriminellen Erfahrung zutiefst unsympatisch, weshalb das für mich nicht in Frage kommt. Also muss ich einen anderen Weg finden. Z.B. die Altkleidertonne. Kann man da Babysachen reinwerfen? Das ist doch gefühlt fast so, als würde man ein richtiges Baby reinwerfen? Naja, nur gefühlt und völlig übertrieben. Aber trotzdem. Eben kein gutes Gefühl. Gespendet habe ich auch schon einen Teil an ein Geburtshaus. Also werde ich dieses Sendungsthema gleich mal zum Anlass nehmen, um zu recherchieren, wo ich noch Spielzeug und Anziehsachen für Babys und Kleinkinder abgeben kann. Ich will es einfach nicht zum Müll degradieren und einfach in die Tonne hauen. Trotzdem MUSS ich mich endlich davon trennen und diesen "Ballast" abwerfen, um wieder Platz zu schaffen. Mittwoch, 08. Februar 2012, 11:08 Uhr
musicandus
Klasse! Diese Definition von Definition nehme ich in meine Aphorismensammlug auf! ;-)
"Die beste Definition von Müll ist ihre Vermeidung" :-)))) Mittwoch, 08. Februar 2012, 10:20 Uhr
Rimapu
Es kommt nicht darauf an, Müll zu definieren, es kommt darauf an, ihn zu vermeiden! Mittwoch, 08. Februar 2012, 09:32 Uhr
musicandus
Ach roby! Ich weiß doch, dass Mendelssohn-Bartholdy früher für viele "Müll" war, weil es ihnen eingeredet wurde und dass heute für viele - z.B. - Messiaen, Strawinski - ach, und so weiter und so weiter - "Müll" bedeutet.
Weißt Du, vom vielen Trinken bekommt man auch Kopfschmerzen........
Aber viele haben sich ernsthaft mit der Sprache der zeitgenössischen Kunst beschäftigt und verstehen sie. Und sie bekommen keine Kopfschmerzen davon....;-) Mittwoch, 08. Februar 2012, 01:23 Uhr
roby1981
@musicandus: ich weiss dass "entartet" ein "böses wort" ist. deswegen habe ich das fragezeichen dahinter gestellt.
was ist müll ? müll ist zb, sogenannter "atommüll". müll sind so manche videos bei youtube. müll sind "dumpfe sprüche" von extremen parteien. müll sind ansichten von menschen, die andere menschen, menschengruppen auf unterschiedliche art bewerten,....
für mich ist zb auch müll: musik, bei denen ich kopfschmerzen bekomme. kunst, bei der ich denke: häää? das sieht aus als hätte das ein 3jähriger gemacht oder als wäre das von selber entstanden.
wohlgemerkt: das ist für MICH müll, ich würde aber niemanden absprechen es als kunst oder als (für denjenigen) wertvoll zu bezeichnen . Mittwoch, 08. Februar 2012, 01:01 Uhr
ulugh
@roby
verstehe ich das richtig:
Müll ensteht, wenn ich etwas nicht brauchen kann, wenn es mir nicht nützt, wenn es mich schädigt?!
Das ist sehr gefährlich.
Da könnte so manches oder mancher im Müll landen, der oder das in seiner Art ganz brauchbar ist -
z.B. für Nicht-robys.
Was also ist Müll? Etwas Allgemeingültiges, also eine Bewertung die für alle gilt oder für jeden Einzelnen?
Wie weit muß ich mich dem beugen?
Bei Lebensmitteln kann man das ja noch leicht eingrenzen, bei Dingen und Sachen die kaputt sind, auch.
Aber wenn es um subjektive Nutzung und Wertigkeit geht, wo fängt Müll an und wo hört Interesselosigkeit am Ding oder gar Menschen auf?
Gibt es bei solchem Denken einen Unterschied im Wert sein zwischen Ding und Mensch?
Egal wer oder was es ist, das mich stört, es oder er soll aus meinen Augen, meinem Leben verschwinden?
Ich finde, auch diese Fragen gehören zum Thema müll, jedenfalls vermüllen mir diese Gedanken heute Nacht meine Ruhe.
Mittwoch, 08. Februar 2012, 00:54 Uhr
musicandus
Oh, oh, oh! @roby! Du glaubst nicht, wie mich (persönlich) ein Wort wie "entartet" auf die Palme bringt!
Aber Du bist noch zu jung, um zu begreifen, was dieses Wort "entartet" in manchen Älteren auslöst, die etwas von der relativ jüngeren Vergangenheit unseres Landes im Gedächtnis behalten haben und sich immer noch damit auseinandersetzen.......... Mittwoch, 08. Februar 2012, 00:30 Uhr
Johanna
Als noch recht neues Mitglied habe ich gleich eine Gruppe gegründet, die heißt " second hand bleibt first hand".... Dahinter steckt die Idee, daß wir nicht Dinge wegwerfen, die noch von Wert sind. Denn eigentlich haben wir alle Alles und meistens zu viel. Und wenn etwas fehlt, gibt es das schon irgendwo - nur eben noch am "falschen" Ort.... Ich lade in diese Gruppe alle Menschen ein, die etwas in diesem Sinne "umsortieren" möchten und das viel gepriesene "Wirtschaftswachstum" nicht als heilsbringenden Weg sehen.
Leider bin ich bisher noch ein ganz einsames Mitglied....
Vielleicht finden sich ja noch ein paar Gleichgesinnte und ich muß in meiner Gruppe nicht "vereinsamen".
Das Thema der Sendung ist hochinteressant und ich möchte an die gute alte SERO-Praxis aus DDR-Zeiten erinnern. Freunde von mir haben sich nach der Wende mit einer solchen Aufkaufstelle für Sekundärrohstoffe selbständig gemacht und haben jetzt allergrößte Probleme, weil etliche die Kommunen das inzwischen hübsch gewachsene Unternehmen nach Kräften behindern. Kaum zu glauben - aber wahr! Einige Kommunen sind der Ansicht, daß z.B. Altpapier ihnen gehört und nicht von einem privaten Unternehmen aufgekauft werden darf. Was ich für ne Frechheit halte! Den Kommunen gehört DAS Papier, was in der blauen Papiertonne gelandet ist, und mehr nicht! Meine alten Bücher gehören immer noch mir - dem Besitzer der Bücher, und der muß die Entscheidungsfreiheit haben, ob er die nun in die Blaue Tonne werfen oder eben für ein paar cent verkaufen möchte. Oder???
Und ich trage sie eben lieber zu der Aufkaufstelle von repaper. Meistens liest dann erstmal der dort angestellte Mensch darin herum, und in einigen Aufkaufstellen sind inzwischen Regale (mal als Schrott aufgekauft) wiederbelebt worden und beherbergen ganze Bibliotheken. So mancher, der eigentlich nur Altkleider oder sonstwas für wirklich ganz wenige cent abgeben wollte, beginnt vor Ort in der "Müllbibliothek" zu stöbern.....
Also mein Konzept zur Müllvermeidung heißt zunächst mal: nichts gleich wegwerfen, sondern "Umsortieren". Oder: "Umnutzen". Saniere seit einigen Jahren ein altes Haus und versuche, möglichst viel mit alten Baustoffen zu lösen. Das meiste liegt wirklich einfach herum und muß nur "gefunden" werden.
Meine Kleidung kaufe ich seit Jahren nur und grundsätzlich nur second hand - und sehe immer First Class damit aus....
Und wenn nun jemand denkt, ich bin ein Messi.... nee nee, hier ist alles picobello aufgeräumt...Um die Sache abzuschließen: für mich ist der Königsweg zur Müllreduzierung, einfach persönliche Bedürfnisse zu "entmüllen" und sparsamer, mit weniger Kram eben, zu leben - kann man sogar ein "reicheres" Leben finden. Mittwoch, 08. Februar 2012, 00:28 Uhr
roby1981
Müll = kann man nicht brauchen / stört mich / schädigt mich
also
Müll = entartet ? Mittwoch, 08. Februar 2012, 00:18 Uhr
Mechthild
Laut Duden kommt "Müll" von althochdeutsch "mullen" = zerreiben. So gesehen ist es also tatsächlich nur ein Glied, nur ein Prozess im ewigen Kreislauf. Wertungsfrei. Aber eben nicht wertfrei.
Prima Brückenschlag zu Tobias Kluges Idee: alte Dinge des eigenen Haushaltes in einen Besitzer-Kreislauf zurück zu führen. Gefällt mir. Umso mehr nach gerade erfolgtem Mitbewohner-Wechsel. Da ist viel liegen geblieben - hat jemand Interesse an Büchern über Versicherungswesen? Oder, ganz schlicht, an einer absolut funktionsfähigen einsamen Gitarre? Dienstag, 07. Februar 2012, 21:31 Uhr
Rimapu
Was im Mülleimer landet, ist nicht zwangsläufig Müll, denn es gibt, wie wir alle wissen, Menschen, die in diesen auf den Deponien gelangten von uns nicht mehr benötigten Überresten immer wieder Dinge suchen und finden, die ihnen beim Überleben helfen. Dienstag, 07. Februar 2012, 21:27 Uhr
meyertomas
Übrigens ist mein "Müll" Sondermüll und wird noch 1000 Jahre erstrahlen, wenn andere längst Möhren von unten knabbern. Dienstag, 07. Februar 2012, 21:04 Uhr
ghic
Gesetzlich verplichtet ist man, seine Unterlagen 5 Jahre lang aufzubewahren. Für mich sind sie Müll, sobald die Steuern zugegriffen haben.
Meine Fotos sind mir wichtig, manchmal sogar erst dann, wenn ich sie nach jahrelangem Ignorieren wieder zur Hand nehme. Mit denen auf der Festplatte wird es mir wohl auch so ergehen, sofern die Festplatte so lange hält.
Womit wir beim elektronischen Müll sind. Der häuft sich ja in nicht unbeträchtlichen Maßen und Massen. Sogar wenn man an seinem alten Rechner festhalten will - man hat keine Chance, wenn mal ihn zur Arbeit benötigt, muß man apptudeit sein.
Lichtmüll, Tonmüll, Wortmüll, Schweigemüll (wer kennt sie nicht, die Berge des Schweigens die zwischen Menschen stehen?!), es gibt genug davon. Ich brauche vielleicht doch nicht all die Lichter anzumachen, die ich im Hause habe. Ich muss weder Fernseher noch Radio laufen lassen, um andere damit zuzumüllen.
Atommüll läßt sich nicht so einfach abschütteln auch wenn "wir" ihn weiter produzieren. Ob er in Gorleben, in der Asse oder in der Nordsee verschwindet - er bleibt uns erhalten.
Der Haushaltsmüll wird zwar getrennt, dochnman kann noch bewußter einkaufen, Produkte ohne Verpackungsorgie drum rum erwerben, Kleidung kaufen die, wenn auch nicht im Secondhand-Laden so doch wenigstens von der Natur recyclebar ist.
Sich vorher zu überlegen, ob man etwas wirklich braucht, reicht das?
Ach ja, der Müll an Nord- und Süd-Pol, auf ewig vereisten Höhen, der wird nicht so einfach vor sich her gammeln, denn dank klimatischer Bedingungen wird er auch noch vielen kommenden Generation intakt erhalten bleiben.
Und bei der Anzahl an Menschen, etliche Milliarden sinds ja schon, die wenns sie ins Gras beißen (müssen), nicht nur das Gras düngen sondern auch die Umwelt mit ihren Giften vergiften. Sollten die Erdbestattungen vielleicht doch zugunsten der Müllvermeidung verboten und somit die Feuerbestattungen subventioniert werden? Und was wird dann aus der anfallenden Asche?
Ist es wirklich sinnvoll, die Menschen gerade in unserer Wohlstandsgesellschaft aufzufordern, noch mehr Menschen zu produzieren? Oder ist diese eine doch zu blasphemische Überlegung??!
So viele Gedanken….. Ach ja, mein Gedanken-Müll?! Ehrlich gesagt, wünsche ich mir, dass meine Gedanken mir so lange erhalten bleiben, bis ich selbst zu, wie auch immer gearteten Müll werde. Ich möchte auf sie zugreifen können wie auf die alten Fotos und auf die eben geknipsten Bilder. Mag sein, meine Gedanken belasten mich heute, doch morgen könnten sie mir, dank ihres Erfahrungswertes, überlebenswichtig sein. Ich wünsche mir, die richtigen Gehirnablagekisten für sie zu finden, das wäre effizienter.
Und die viele Energie, die ich verschwende damit, darüber nachzudenken weniger Müll zu produzieren, wohin soll ich damit?
PS. Doch, die Situation ist ernst, und doch wird die Lösung wieder auf das Ende der Kette verlegt, deren Glieder nicht unbedingt danach schrien, den erdrückenden Müll serviert zu bekommen. Ich würde mich freuen, wenn irgendwann einmal, anstatt den moralische Finger immer zu erblicken und die Warner sagen zu hören „Böser Mensch, du machst die Welt kaputt“, dieser Finger in die wahre Wunde gelegt wird, nämlich in den Geldbeutel derer, die an der überflüssigen Produktion in nicht unbeträchtlicher Weise verdienen. Nur ein bewußter Umgang auf beiden Seiten kann schlußendlich zu Erfolgen führen.
Welche drei Sachen ich nie wegschmeißen würde?!
Ich könnte alles wegschmeißen, na ja fast. Nur meine warmen Kleider würde ich im Augenblick doch gerne anbehalten. Die Schuhe auch. Das Dach über dem Kopf auch. Wenn das ok ist - für den Rest lasse ich mit mir reden.
Dienstag, 07. Februar 2012, 20:02 Uhr
meyertomas
Das ist das Schicksal eines seelischen Müll-Eimers für anderer Leut´Problem ... Dienstag, 07. Februar 2012, 19:56 Uhr
Rimapu
Wie passt dieser Müll zu meyerthomas Definition? Er redet nur noch "Müll". Sein Posteingang ist voller "Müll". Könnte man dererlei Art Müll wiederverwertbar machen? Dienstag, 07. Februar 2012, 18:50 Uhr
widderjan
Die Frage ist ja oben sowie von meyerthomas eigentlich beantwortet: Müll ist Müll, wenn es eben gerade Müll ist, und noch nicht wieder zum Rohstoff geworden ist. Alles sollte Stoffkreisläufe bilden, ob in der Wirtschaft oder der Natur (abgeschnittene Haare, Finger- u. Fußnägel, Ohrenschmalz, Popel, Exremente, Kadaver, Leichname), wie z.B. vor langer Zeit tote Lebewesen zu Müll wurden - heute genannt Kohle u. Erdöl. (obwohl's beim Öl wohl auch eine andere Theorie geben soll)
Das Erdöl im Golf von Mexiko soll ja inzwischen weitgehend von Mikroorganismen zersetzt worden sein; es diente denen als Nahrung. Nix mit gigantischer jahrzehntelanger Ölpest. Auch Atommüll braucht nicht Jahrtausende strahlen, sondern könnte mit entsprechenden, zu erfindenden Technologien wieder zu Rohstoffen recycelt werden.
Als vor Hunderten Millionen Jahren kleine Organismen die Erdatmosphäre mit Sauerstoff zumüllten, war das für fast alles Leben tödlich. Und die Erde wäre vllt. wieder zum unbelebten Planeten geworden (zumindest auf dem Land), hätte die Evolution nicht Leben hervorgebracht, die diesen lebensfeindlichen "Sauerstoffmüll" als lebensnotwendigen Rohstoff nutzen konnte.
Dienstag, 07. Februar 2012, 17:47 Uhr
meyertomas
Und zur Verschwendung z.B. des Lichts kommt, von der Energie abgesehen, noch dazu, daß hier dieser "Lichtmüll" in der Atmosphäre zur Lichtverschmutzung wird, der unter anderem den ehemals freien, ungetrübten Blick zum Himmel und seinen Gestirnen stört - im übrigen zum Leidwesen der professionellen Himmelsgucker. Dienstag, 07. Februar 2012, 16:54 Uhr
musicandus
Nicht jeder Sammler ist ein Messie.....;-)
.....und nicht jeder, der "Müll" sammelt, ist davon zu überzeugen, dass er Müll sammelt..........;-)
Ich denke mal, dass der "Messieanismus" hier nicht das Problem ist - eher die Ostsee und die Halden, die Verpackungseuphorie (mit Werbewirksamkeit) und die Verschwendungssucht....
Kann man eigentlich auch die Verschwendung von Energie und deren "Erzeugnisse" als "Müll" bezeichnen, der sich mehr oder weniger selbst entsorgt.
Wenn man auf Satellitenbilder im Internet stößt - bei Nacht aufgenommen - dann begegnet man den deutlich erkennbaren hellen Flecken, die von der wahnwitzigen Lichtwerbung der Großstädte hervorgerufen werden und es ist erkennbar, an welchen Ecken der Erde Reichtum verschwendet wird.
Dienstag, 07. Februar 2012, 16:48 Uhr
meyertomas
Der Messi legt es ja auch nicht in den Müll (-Eimer). Dienstag, 07. Februar 2012, 16:44 Uhr
ulugh
Fragen sie mal gezielt einen sogenannten Messie danach, dann ist die Bandbreite nicht mehr einzuschränken. Dienstag, 07. Februar 2012, 16:03 Uhr
meyertomas
Wann ist Müll Müll ? Wenn es im Mülleimer liegt. Dienstag, 07. Februar 2012, 15:37 Uhr
Tobias_Kluge_FIGARO
Als Ergänzung zu diesem schönen Sendungsblog-Text & zu dem Kommentar von alabama ( weil man ja nicht alles aufheben kann)
Was für den Einen MÜLL ist, hat für den anderen oft noch großen Wert.
(Wenn ich überlege, wie reich man mit Haushaltsauflösungen werden kann/könnte!)
Ein wichtiger Aspekt dabei scheint mir auch das VERSCHENKEN zu sein. Vielleicht kann hier im Blog und am Samstag in der Sendung "meinFIGARO" bei der Frage " Wovon wollen Sie sich endlich mal trennen?" auch die Chance drin stecken, zu sagen: "Bevor ich es auf dem Müll bringe, verschenke ich es auch gern an interessierte FIGARO Hörer" (?) z.B. Alte CDs, Schränke, Regale, vielleicht ne Bohrmaschine aus DDR-Zeiten , längst eingestaubte Klamotten, die aber vielleicht schon wieder im Retro-Look wunderbar von dem einen oder anderen liebend gern getragen werden…
Ich habe z.B. ein gar nicht mal so altes Paar Skier von Fischer ( „Revolution“, Carver- Abfahrtski, ca.180cm Länge) im Keller stehen, die ich eigentlich auch bei Ebay einstellen könnte, ehe ich sie zum Werkstoffhof bringe. Am liebsten würde ich damit aber jemanden eine Freude machen und diese verschenken. Wer es möchte, kann sich gern melden!
Dienstag, 07. Februar 2012, 15:17 Uhr
alabama
Es ist wohl auch Auslegung was Müll ist ,aber man kann ja auch nicht alles aufheben,soviel Platz hat man gar nicht.
Künstler machen oft noch was aus dem Übriggebliebenen. Dienstag, 07. Februar 2012, 13:36 Uhr